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Zukunftsstadt

Zukunftsstadt - ein Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in III Phasen

Norderstedt hat sich erfolgreich im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ beworben, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben hat. In Phase 1 ist Norderstedt eine von 51 Kommunen, die ihre Aktivitäten einer nachhaltigen Entwicklung mit finanzieller Unterstützung des BMBF vorantreiben können. Anschließend konnte sich die Stadt als eine von 23 Kommunen auch für die zweite Phase des Wettbewerbs qualifizieren, wobei das richtige Konzept für die Umsetzung der Ziele aus Phase 1 gesucht wurde. Schließlich ist es gelungen, als eine von den verbleibenden acht Kommunen auch in der dritten und finalen Phase des „Wettbewerbs Zukunftsstadt“ weiterhin gefördert zu werden.

Unter dem Motto „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ will die Stadt auf unterschiedlichen Handlungsfeldern die Weichen künftig so stellen, dass Norderstedt durch eine nachhaltige Entwicklung im Standortwettbewerb weiter an Profil gewinnt und so für künftige Generationen lebenswert bleibt.

Laufende Informationen über den Wettbewerb finden Sie nicht nur hier auf unserer Webseite, sondern auch auf den offiziellen Webseiten des BMBF. Die Seite des Wissenschaftsjahrs 2015  beschreibt die Kampagne „Zukunftsstadt“, detailliertere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

 

Zukunftsstadt Phase I - 7 Leitziele

Diesem Wettbewerb liegt die Erkenntnis zugrunde, dass unsere Zukunft in den Städten entschieden wird. Hier leben die meisten Menschen, hier konzentrieren sich die Probleme, hier ist das größte Potenzial für Innovationen. Mit Anspruch und Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung ist die Richtung vorgegeben, nun geht es um die konkrete Ausgestaltung: Wie zukunftsfähig – oder „enkeltauglich“ (Prof. Klaus Töpfer in seinem Vortrag am Abend der Norderstedter Wirtschaft 2015) - ist Norderstedt bereits? Und was bedeutet das genau: zukunftsfähig? Wie soll sich Norderstedt entwickeln? Wie viele Ideen wollen wir anderen voraus sein? Welche Beiträge können Stadt, Bevölkerung und Wirtschaft leisten, um die Lebensqualität in Norderstedt weiter zu erhöhen und zu sichern? Ideen für nachhaltige und lebenswerte Städte gibt es viele: Doch welche Ansätze passen zu Norderstedt?

Diese Fragen wurden in Phase I gemeinsam mit der Bevölkerung und der Wirtschaft bearbeitet. Konstruktiv wurden miteinander Ideen und Lösungen diskutiert und 7 Leitziele für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet, die zu Norderstedt passt. Sie sollen eine Ausrichtung der weiteren städtischen Entwicklung umreißen, die Norderstedt im Wettbewerb mit anderen Kommunen einen „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ verschafft. So wird die Stadt fit für die Herausforderungen der Zukunft und bleibt ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Zwischen fünf renommierten Forschungseinrichtungen, die über ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsprofil verfügen, wurde ein Wettbewerb um das beste Konzept zur Umsetzung der Norderstedter Leitziele aus Phase I veranstaltet. Eingeladen waren:

  • das Deutsche Institut für Urbanistik (difu),
  • Eble Messerschmidt Partner mit der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)
  • die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST)
  • das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)
  • das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS)

Zukunftsstadt Phase II - Maßnahmen- und Umsetzungskonzept

Zwischen fünf renommierten Forschungseinrichtungen, die über ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsprofil verfügen, wurde ein Wettbewerb um das beste Konzept zur Umsetzung der Norderstedter Leitziele aus Phase I veranstaltet. Eingeladen waren:

  • das Deutsche Institut für Urbanistik (difu),
  • Eble Messerschmidt Partner mit der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)
  • die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST)
  • das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)
  • das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS)

In diesem Wettbewerb hat das Konzept des IASS die Jury am meisten überzeugt. Es wurde daher ausgewählt, um zu einem Maßnahmen- und Umsetzungskonzept für Norderstedts Leitziele weiterentwickelt zu werden. Dazu gibt es einen ausführlichen Forschungsbericht und eine zusammenfassende Aufbereitung der Ergebnisse, die als Ausstellung erarbeitet wurde. Sie zeigt auf 13 Tafeln die folgenden Inhalte:

In Phase II des Forschungsvorhabens „Zukunftsstadt Norderstedt – Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ wurde außerdem eine repräsentative Meinungsumfrage in der Norderstedter Bevölkerung durchgeführt. Sie konnte die hohe Akzeptanz der in Phase I herausgearbeiteten sieben Leitziele für eine nachhaltige Entwicklung belegen. Außerdem wurden Fragen zu einigen Anwendungsfällen gestellt. Die Antworten darauf zeigen ebenfalls eine große Akzeptanz für nachhaltige Veränderungen und liefern somit wichtige Erkenntnisse für die Ausrichtung künftiger Planungen. Auf Basis dieser Ergebnisse hat sich Norderstedt um die Fortführung des Vorhabens in Phase III beworben.

Zukunftsstadt Phase III - Nachhaltig Wohnen

Der Jury war Norderstedts Konzept zu ambitioniert. Sie hat daher angeregt, dass sich Norderstedt auf das Thema Wohnen konzentriert und diesen Aspekt vertiefend bearbeitet. Eine überarbeitete Bewerbung für ein Verbund-Forschungsvorhaben zum Thema Nachhaltig Wohnen wurde vom BMBF dann bewilligt. Das Vorhaben umfasst 2 Teile:

  • einer an Suffizienz orientierten Akzeptanzforschung für Kleinstwohnungen, die ein zusätzliches Angebot an bezahlbarem Wohnraum bieten könnten und
  • einer grundlegenden Studie über Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff, in der das Institute For Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) den Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss von ambitionierten Stadtplanungsprozessen nachgeht.

Die Stadtverwaltung betreibt die Akzeptanzforschung für Kleinstwohnungen und bindet dazu mehrere externe Forschungspartner für die miteinander verknüpften Bausteine ein.

  • Eine Bestandsanalyse erkundet in der Wohnungswirtschaft, welche Erfahrungen sie mit Kleinstwohnungen hat, welche Entwicklungen es dort in den letzten Jahrzehnten gibt und was aktuelle Qualitätsmerkmale sind. Hierbei steht die Sichtweise aus Vermietersicht im Vordergrund.
  • Zweiter Baustein ist eine Umfrage in Norderstedt, bei der das Interesse an Kleinstwohnungen und förderliche Rahmenbedingungen erhoben werden. Ziel ist es, die entsprechenden Zielgruppen für Kleinstwohnungen zu identifizieren und repräsentative Aussagen rund um das Thema Kleinstwohnungen zu generieren.
  • Das dritte Element wird als ein Ideen-Wettbewerb  für bedürfnisgerechte Kleinstwohnungen durchgeführt. Angesprochen werden hier interdisziplinär arbeitende Teams mit Qualifikationen in Architektur / Stadtplanung, Innenarchitektur und Landschaftsplanung. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, prototypische Lösungen für Kleinstwohnraum zu erarbeiten und in einem dialogisch gestalteten Verfahren mit potenziellen Bewohnerinnen und Bewohnern bedürfnisgerecht weiter zu optimieren.

Die Forschungsergebnisse sollen neue Impulse für bezahlbares Wohnen aufzeigen, die über Norderstedt hinaus genutzt werden können.

Das zweite, ergänzende Teilvorhaben wird vom IASS bearbeitet, das Norderstedt schon in der vorhergehenden Phase des Wettbewerbs unterstützt hat. In einer grundlegenden Studie über „Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff“ erforscht das IASS die Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss von ambitionierten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadtplanungsprozessen. Neben der Stadt Norderstedt werden noch zwei weitere Vergleichskommunen betrachtet.

Die Verbreitung der Ideen und deren Nutzung auch in anderen Städten ist ausdrückliches Ziel.

Aktuelles der Zukunftsstadt

Zukunftsstadt Phase III - Umfrage zum Thema »Nachhaltiges Wohnen«

10.000 Norderstedter Haushalte sind ab dem 10. September 2020 von der Stadt angeschrieben und zur Teilnahme aufgerufen worden. Die Empfängerinnen und Empfänger wurden per Zufallsprinzip ausgewählt, um an einer Umfrage zum Thema „Nachhaltig Wohnen“ teilzunehmen. Die repräsentativ angelegte Umfrage führen die infas GmbH und die e-fect eG im Auftrag der Stadt Norderstedt durch. Die Feldphase ist für einen Zeitraum von 4 Wochen angelegt.

Insbesondere die Akzeptanz von „Kleinstwohnungen“ in Norderstedt soll erforscht werden. Speziell diese Wohnungsart könnte zukünftig das Angebot an bezahlbarem Wohnraum erweitern.

Bezahlbarer Wohnraum sollte auch als Kleinstwohnung so gestaltet sein, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner wohl fühlen. Ziel ist es, Norderstedterinnen und Norderstedter besser zu verstehen, die Interesse an Kleinstwohnungen haben: ihre Wünsche und Bedürfnisse bei Kleinstwohnungen sowie die generellen Einstellungen zu den Aspekten, die mit dem Wohnen zusammenhängen - wie Mobilität und soziale Kontakte.

Die Umfrage wird von der infas GmbH und der e-fect eG im Auftrag der Stadtverwaltung anschließend ausgewertet. Die beiden Forschungseinrichtungen verfügen über die nötige Fachkompetenz, haben bereits zuvor Befragungen für die Stadt Norderstedt realisiert und werten die Umfrage anonym aus, um die hohen Datenschutz-Anforderungen einzuhalten.

Bei technischen Fragen zur Umfrage wenden Sie sich bitte per E-Mail an norderstedt@infas.de oder nutzen Sie die kostenfreie Telefonnummer 0800/73 84 500.

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Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ wird gefördert durch das Forschungsprogramm „FONA Forschung für nachhaltige Entwicklung“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung.