Kulturentwicklungsplan 2025 - KEP Mit dir!
Was macht einen Ort lebendig? Was bringt Menschen zusammen, schafft Identität und macht das Leben bunt? Die Antwort lautet: Kultur. Sie begegnet uns überall: in Konzerten, auf Theaterbühnen, in Ausstellungen, auf Straßenfesten, in Jugendzentren oder Büchereien. Kultur ist Ausdruck unserer Gesellschaft und ein wichtiger Teil unserer Lebensqualität.
Doch Kultur ist kein Selbstläufer. Sie braucht Ideen, Räume und Unterstützung und vor allem Menschen, die sie mitgestalten. Deshalb entwickeln wir einen Kulturentwicklungsplan (KEP). Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Kulturschaffenden, Vereinen und Institutionen zu überlegen, wie Kultur vor Ort in Zukunft aussehen soll. Welche Angebote fehlen? Was läuft gut? Wo gibt es kreative Potenziale, die noch ungenutzt sind?
Auf dieser Seite informieren wir Sie über den Prozess. Sie können zu uns Kontakt aufnehmen und aktuelle Dokumente einsehen.
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Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.
Umsetzung
Ziel des Kulturentwicklungsplans ist die Ableitung konkreter Ziele und Handlungsfelder für die Kulturentwicklung in Norderstedt. Zu diesem Zweck soll einerseits der Status quo ermittelt und andererseits verschiedene partizipative Formate mit allen Kulturakteur*innen und unter Beteiligung einer möglichst großen Öffentlichkeit durchgeführt werden.
Folgendes ist dafür geplant:
- Breite Online-Umfrage zur kulturellen Situation und den Wünschen der Bürger*innen
- Cultural Mapping: Sichtbarmachen der kulturellen Angebote, Akteur*innen und Potenziale in der Stadt
- Interviews mit Expert*innen der lokalen Kulturszene zur Einschätzung des Ist-Zustands und zukünftiger Bedarfe
- Workshops mit Kulturakteur*innen und Vertreter*innen angrenzender Bereiche, z. B. Bildung, Stadtentwicklung oder Soziales
- Bürger*innendialoge, um eine möglichst große Öffentlichkeit in die Diskussion einzubeziehen
- Auswertung und Erarbeitung des Kulturentwicklungsplans auf Grundlage aller Erkenntnisse
- Abschluss-Workshop mit den kulturpolitischen Entscheider*innen und Verabschiedung des Kulturentwicklungsplans
Projektpartner*innen
Amt für Bildung und Kultur
Der Kulturentwicklungsprozess wird federführend vom Amt für Bildung und Kultur der Stadt Norderstedt betreut.
Schirmherrin ist die Dezernentin für die Bereiche Jugend, Soziales, Bildung, Kultur und Sport, Frau Kathrin Rösel. Die fachliche Leitung liegt bei Dieter Powitz, dem Leiter des Amtes für Bildung und Kultur. Die operative Koordination des Projekts übernimmt Calvin Freisleben, Kulturmanager der Stadt Norderstedt.
Der KEP-Beirat: gemeinsam Kultur gestalten
Der Kulturentwicklungsplan wird von einem Beirat begleitet, dem engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt angehören. In diesem Gremium sind Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und relevanten gesellschaftlichen Bereichen sowie selbstverständlich aus der Kulturszene Norderstedts zusammengekommen. Gemeinsam beraten sie den Prozess, reflektieren Analyseergebnisse und wirken an der Entwicklung von Zielen und Maßnahmen mit. Der Beirat ist damit ein zentrales Diskussionsforum und ein wichtiges Bindeglied zwischen Stadtgesellschaft und Planungsteam.
Externe Kooperationspartner*innen
Dr. phil. Patrick S. Föhl, geboren 1978 in Berlin-Kreuzberg, ist seit über 20 Jahren Leiter des von ihm gegründeten »Netzwerk Kulturberatung« in Berlin. Er ist ein internationaler Kulturentwicklungsplaner und Kulturmanagement-Trainer. Er ist spezialisiert auf die Themen Transformation, strategische Planung, Partizipation und Kooperation. Seit 2004 war er für über 40 partizipative und transformative Kulturplanungsprojekte verantwortlich, u.a. für die Städte Braunschweig, Kassel, Düsseldorf, Nürnberg, Plovdiv und Frankfurt am Main sowie für viele ländliche Regionen, Klein- und Mittelstädte als auch für Bundesländer, u. a. für das Land Schleswig-Holstein. Als Redner, Coach und Trainer arbeitet er weltweit an Universitäten und Institutionen (z. B. Albanien, Österreich, Ägypten, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, China, Chile, Luxemburg, Pakistan, Polen, Schweiz, Tunesien, Ukraine, Usbekistan, USA, Vietnam). Er publiziert regelmäßig in den Bereichen Kulturpolitik und Kulturmanagement. Seit 2014 ist er aktiv in die Entwicklung und Durchführung unterschiedlicher kultureller Transformations- und Empowerment-Projekte des Goethe-Instituts Ukraine eingebunden, aktuell im Rahmen des Cultural Transformation Lab Ukraine. Von 2016 bis 2021 war er Beirat in der Abteilung »Bildung und Diskurse« des Goethe-Instituts. Weitere Informationen: www.netzwerk-kulturberatung.de
Dr. Robert Peper studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und promovierte anschließend zum Thema „Netzwerke in kulturpolitischen Veränderungsprozessen - eine Analyse am Beispiel der Stiftung Historische Museen Hamburg“. Er war unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn, wo er die Koordination des ersten Landeskulturberichts Nordrhein-Westfalens übernahm und an der Kulturentwicklungsplanung für Düsseldorf mitwirkte. Heute ist er freiberuflich als Netzwerkanalyst und Kulturforscher tätig, insbesondere im Auftrag von Dr. Patrick S. Föhl. Darüber hinaus lehrt er an den Universitäten in Lüneburg und Trier. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Cultural Mapping, Netzwerkanalyse und partizipative Kulturentwicklung. Er war unter anderem in Projekten für den Landkreis Havelland, die Städte Nürnberg, Kassel und Düsseldorf aktiv.
Alexandra Künzel hat Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der Università degli Studi di Milano studiert. Seit 2013 ist sie freie Mitarbeiterin im Netzwerk Kulturberatung Berlin. Ihr Schwerpunkt liegt in der methodischen Begleitung partizipativer Kulturentwicklungsprozesse mit dem Ziel, gemeinsam mit lokalen Akteur*innen zukunftsfähige kulturelle Infrastrukturen zu gestalten. Sie war an zahlreichen Kulturplanungsprojekten beteiligt, unter anderem in den Thüringer Modellregionen (Landkreis Hildburghausen/Landkreis Sonneberg sowie Kyffhäuserkreis/Landkreis Nordhausen), im Landkreis Havelland sowie in den Städten Düsseldorf, Nürnberg, Forchheim, Frankfurt am Main und Gera.
Dokumente
Sobald aktuelle Dokumente aus dem Prozess vorliegen, können Sie diese hier herunterladen. Auf diese Weise erhalten Sie zeitnah Einblick in den Arbeitsprozess und die diskutierten Inhalte. Gerne stehen wir zudem für Rückfragen und Anregungen zur Verfügung.
- PDF-Datei: 1.4 MB
- PDF-Datei: 271 kB
- PDF-Datei: 430 kB
- PDF-Datei: 1.1 MB
- PDF-Datei: 2 MB