Klimaschutz in Norderstedt
Klimaschutz ist anerkanntermaßen eine der wichtigsten Herausforderungen weltweit, die im 21. Jahrhundert zu bewältigen sind. Ohne ernsthafte Fortschritte beim Klimaschutz würde sich die Erde in wenigen Jahrzehnten so stark verändern, dass die Lebensbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen deutlich schlechter wären als heute.
Die Stadt Norderstedt ist seit 1995 Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte und unterliegt neben der Selbstverpflichtung einer CO2-Minderung von 10% alle 5 Jahre zusätzlich der Empfehlung, den Reduktionspfad für die gesamtstädtischen CO2-Emissionen auf eine Minderung um 30% alle 5 Jahre anzupassen. Um die Klimaschutzziele der Stadt Norderstedt zu erreichen, muss der Energieverbrauch deutlich zurückgehen.
Maßnahmen und Projekte der Stadt Norderstedt
Sanierung der Innen und Hallenbeleuchtung, Stadt Norderstedt, 6- Feld Sporthalle am Schulzentrum- Nord
KSI: Sanierung der Innen und Hallenbeleuchtung, Stadt Norderstedt, 6- Feld Sporthalle am Schulzentrum-Nord
Förderkennzeichen:
03 KS 5421
Laufzeit:
01.10.2013 – 30.09.2014
Beschreibung und Ziele:
In der Moorbekhalle werden die vorhandenen HQL- Kofferleuchten gegen hocheffiziente LED- Flächenleuchten ausgetauscht. Zusätzlich wird eine Lichtsteuerungsanlage installiert. Durch die installierten Präsenzmelder wird hierbei eine unnötige Beleuchtung der Halle(n) verhindert. Zusätzlich wird der Lichteinfall der natürlichen Beleuchtung (durch Fenster und Oberlichter) gemessen, und in der Folge nur die zusätzlich benötigte Lichtmenge von der LED- Beleuchtung zur Verfügung gestellt. Bei der alten Beleuchtungsanlage werden an den 72 Leuchtpunkten je Leuchte 400W- 650W an Leistung benötigt. Bei der neuen Beleuchtungsanlage werden an der gleichen Anzahl an Leuchtpunkten nur noch 234W je Leuchte benötigt.
In der Vorausberechnung ergibt sich hierbei eine Ersparnis von ca. 80.000 kWh/a oder 20.000 €/a, bei einem angenommenen Strompreis von 25 ct/kWh. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 67% an Energie und CO2 (ca. 47 t/a). Die Amortisationszeit dieser Anlage liegt bei ca. 7 Jahren.
Um die Nutzer nicht zusätzlich zu belasten, wird diese Maßnahme im Zusammenhang mit der Sanierung der Hallendecken und des Hallenbodens durchgeführt.
Europäische Mobilitätswoche
Die Aktionen zum autofreien Tag / zur europäischen Mobilitätswoche zeigen, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich klimafreundlich fortzubewegen.
Alternatives Autofreies Straßenfest 22.09.24 11-15 Uhr Auf der Ulzburger Straße Zwischen Langenharmer Weg und Steindamm Feiern Sie mit!
Am 22.09.2024 verwandelt sich die Ulzburger Straße in eine farbenfrohe und lebendige Picknickmeile. Einmal mehr feiern wir unser Autofreies Straßenfest. Diesmal ist jedoch einiges anders als in den Vorjahren. Dennoch steht alles ganz im Zeichen nachhaltiger Mobilität, guter Nachbarschaft und gemeinsamer Freude für die ganze Familie.
Die Festmeile muss wegen geplanter Bauarbeiten auf den Abschnitt zwischen Langenharmer Weg und Steindamm begrenzt werden. Das Fest dauert von 11 bis 15 Uhr und wird als „White Picknick“ gestaltet. Beim Alternativen Autofreien Straßenfest wird die Ulzburger Straße also erstmalig in eine weiße Picknickmeile verwandelt.
Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm, das für Groß und Klein etwas zu bieten hat. Für musikalische Highlights sorgen unser bekannter Fahrrad-DJ und die lokale Band TangRock. Für die Kleinen sorgen ein Kasperletheater, Kinderschminken und weitere Spielmöglichkeiten für Unterhaltung. Ein besonderer Höhepunkt für Jung und Alt erwartet Sie mit dem Bungee-Run: Hier können Sie Ihre Kräfte messen und gegen den Widerstand eines elastischen Seils ankämpfen. Auch in diesem Jahr warten wieder interessante Stände von Vereinen und städtischen Abteilungen, die Sie rund um das Thema umweltgerechte Mobilität und Nachhaltigkeit informieren und unterhalten.
Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Nehmen Sie Platz an unserer langen Picknicktafel und genießen Sie die Köstlichkeiten aus Ihren mitgebrachten Picknickkörben in entspannter Atmosphäre. Oder lassen Sie sich von den Angeboten der geöffneten örtlichen Gastronomen sowie von weiteren Essensständen verwöhnen. Zusätzlich laden die umliegenden Geschäfte zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein – das perfekte Erlebnis für die ganze Familie!
Das Alternative Autofreie Straßenfest bietet somit eine ideale Möglichkeit, umweltfreundliche Mobilitätsalternativen zu entdecken, sich inspirieren zu lassen und Teil einer Bewegung zu werden, die zeigt, wie lebenswert unsere Straßen ohne Autos sein können. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeikommen und mitmachen!
Für alle, die mit dem Fahrrad anreisen, steht eine Fahrradabstellfläche direkt am südlichen Eingang der Festmeile zur Verfügung. Das Fest ist fußläufig von der U-Bahn-Station Norderstedt Mitte aus zu erreichen (Entfernung etwa ein Kilometer), Bushaltestellen gibt es direkt an der Festmeile. Die Ulzburger Straße ist für das Alternative Autofreie Straßenfest zwischen dem Langenharmer Weg und Steindamm für den motorisierten Verkehr von 7 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr voll gesperrt.
Klimaschutz-Fortschritte
Das hat die Stadt erreicht: Klimaschutz-Fortschritte
Die Stadt Norderstedt redet nicht nur vom Klimaschutz, sie praktiziert ihn auch – mit Erfolg. Viele Fortschritte konnten erreicht werden. Im Vergleich zum Referenzjahr 1990 konnten die CO2-Emissionen städtischer Liegenschaften bis 2018 durch Energieeinsparung (38 %) und durch CO2-Neutralstellung des verbliebenen Strom- und Gasbedarfes um gut 100 % gesenkt werden.
Die Stadt Norderstedt ist seit 1995 Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte und hat sich zu einer Minderung der gesamtstädtischen CO2-Emissionen um 10 % alle 5 Jahre verpflichtet. Um diese Selbstverpflichtung einzulösen, hat Norderstedt in vielen Bereichen angesetzt, den CO2-Ausstoß zu mindern.Nach ersten Anfängen wurde mit dem politischen Beschluss zur Umsetzung der Vorlage Klimaschutz Koordination 1999 das systematische Vorgehen zum Klimaschutz in Norderstedt begonnen.
Über die Einführung eines Energiemanagements für die öffentlichen Gebäude ist die Verwaltung in der Lage, Klimaschutz systematisch und professionell zu betreiben. So lassen sich die Energie- und Wasserverbräuche minimieren, Prioritäten für energetische Sanierungen entwickeln und für die tägliche Arbeit nutzbar und die vermiedenen CO2-Emissionen ebenso wie die wirtschaftlichen Vorteile der Klimaschutzmaßnahmen sichtbar machen. Durch das verhaltensbedingte Energiesparen an Schulen und Kindertagesstätten wird energiesparendes Verhalten von Kindesbeinen an vermittelt und gelernt. Immer bessere ÖPNV- und Radverkehrsangebote und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die zu deren Nutzung motiviert, bieten eine klimafreundliche Alternative zum Autoverkehr in Norderstedt. Seit 2009 unterstützt die Stadt Hauseigentümer/-innen, die ihre Gebäude energetisch sanieren, mit finanziellen Zuschüssen. Mit dem innovativen Beleuchtungskonzept am Schmuggelstieg wurde eine Entwicklungsmaßnahme für das Quartier mit Klimaschutz-Aspekten verknüpft. Auch in vielen anderen Vorhaben der Stadtentwicklung gewinnt der Klimaschutz zunehmend an Bedeutung.
Für die städtischen Gebäude konnte im Jahr 2018 eine CO2-Minderung von gut 100 % (bezogen auf das Basisjahr 1990, Einsatz von Ökostrom und CO2-Freistellung durch die Stadtwerke Norderstedt eingerechnet) bilanziert werden.
Dieser Erfolg konnte im Wesentlichen durch eine Erneuerung von Heizkesseln im Contracting mit den Stadtwerken Norderstedt, umfassende Wärmeschutzmaßnahmen an Schulen (z.B. am Schulzentrum Süd) sowie durch energiesparendes Verhalten im Projekt „Energiesparen an Schulen“ erreicht werden. Auch die Umstellung vieler Ampeln auf LED-Technik, die Anfang der 2000er Jahre als technisch innovativ galt, führte zu maßgeblichen CO2-Minderungen. Im Dokument Klimaschutz in Norderstedt sind der eigene Beitrag der Stadtverwaltung und die Erfolge dargestellt.
Ein schwieriges Handlungsfeld im Klimaschutz ist der Verkehr. Auch hier hat Norderstedt eine Menge unternommen, um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu senken. Klimaschutz im Verkehr zu erreichen, gilt vielfach als schwierig. Mit vielen kleinen Schritten kann es aber auch in diesem Bereich gelingen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen, die das ÖPNV-Angebot verbessern, etwa die Beschleunigung von Linienbussen durch eine Vorrangschaltung, mit der sie eine „grüne Welle“ bekommen. Für Norderstedt bietet die Förderung des Radverkehrs große Potenziale zur Verkehrsverlagerung; dafür sind u.a. attraktive Radwegeverbindungen wichtig. Der Lärmaktionsplan wurde ursprünglich aus dem Erfordernis zum Lärmschutz aufgestellt. Mit vielen Maßnahmen, die eine Verlagerung vom (lauten) Autoverkehr auf den (leiseren) Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV zum Ziel haben, wird gleichzeitig der Klimaschutz unterstützt. Die Umsetzung des aktuellen Lärmaktionsplans wird dazu führen, dass 11% der CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich vermieden werden.
Klimaschutz und Verkehr
Norderstedt war eine der ersten Kommunen, die ihreDokument-Einbindung: Ampelnauf die energiesparende LED-Technik umgestellt hat. Für diese Maßnahme und die damit verbundene CO2-Minderung von 67% wurde Norderstedt u.a. mit dem GreenLight- Award der EG-Kommission, Generaldirektion für Energie und Verkehr, ausgezeichnet.
Auch Kinder im Vorschulalter und in der Grundschule können schon ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das zeigt Norderstedts erfolgreiche Teilnahme an der Kindermeilenkampagne. Seit 2002 legen Kinder in ganz Europa im Rahmen der Kindermeilenkampagne des Klima-Bündnis Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück. Alle Wege, die sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn etc. bewältigen, zählen als "Grüne Meilen" für das Weltklima. Die Kinder in Norderstedt waren besonders engagiert: Sie haben in den Jahren 2002 bis 2010 mehr „Grüne Meilen“ gesammelt, als für eine symbolische Umrundung der Erde nötig sind.
Klimaschutzorientiertes Energiekonzept für den Gebäudebestand
Das größte Klimaschutzpotenzial in einer Stadt liegt im Gebäudebestand. Durch optimale Dämmung und rationelle Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien können im Einzelfall bis zu 80% des Energieverbrauchs wirtschaftlich eingespart werden. 40% der CO2-Emissionen in Deutschland kommen aus dem Gebäudebestand. Deshalb ist hier das Einsparpotenzial auch außerordentlich groß und in der Regel besonders wirtschaftlich. Im Einzelfall kann es sich bei älteren freistehenden Häusern heute schon wirtschaftlich lohnen, durch eine energetische Sanierung 80% der Heizenergie einzusparen.
Das Energiekonzept für den Gebäudesektor beschreibt für alle wesentlichen Gebäudetypen in Norderstedt, welche CO2-Minderungen durch eine optimale Wärmedämmung, den Einsatz erneuerbarer Energien und moderne Haustechnik erreicht werden können und wie wirtschaftlich die Maßnahmen sind. Bezogen auf ganz Norderstedt lassen sich bis 2030 ca. 48% der CO2-Emissionen aus dem Gebäudebestand vermeiden (bezogen auf die Emissionen 2009), wenn alle wirtschaftlich lohnenden Möglichkeiten ausgeschöpft und notwendige Sanierungen nicht aufgeschoben werden.
Die Möglichkeiten für den Klimaschutz im Gebäudebestand wurden auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) berücksichtigt und mit anderen Planungszielen verknüpft. Das gilt beispielsweise für die Frage, wie der Wunsch nach einer Nachverdichtung älterer Einfamilienhausgebiete mit dem Ziel einer erhöhten Rate von energetischen Sanierungen verbunden werden kann. Die Ergebnisse des ISEK sind in die Umsetzung des Klimaschutzorientierten Energiekonzepts einbezogen worden.
Norderstedter Förderprogramm
Norderstedter Förderprogramm
Europäisches Forschungsprojekt: Climate-4-CAST
Die Stadt Norderstedt ist seit November 2023 an dem internationalen Projekt Climate-4-CAST beteiligt. Hierbei wird ein Instrument entwickelt, das Städte bei Klimaschutzentscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt. Climate-4-CAST wird bis Oktober 2026 durch das Interreg-Programm finanziert. Unter Führung der HafenCity Universität Hamburg arbeiten dabei Städte und Forschungseinrichtungen aus den sechs Ostseestaaten Dänemark, Deutschland, Finnland, Lettland, Polen und Schweden zusammen.
Climate-4-CAST soll Kommunalpolitik und Verwaltungen dabei unterstützen, ihre selbst gesteckten Klimaziele in die städtischen Verwaltungsprozesse zu integrieren und letztlich Klimaneutralität zu erreichen. Dafür werden die diskutierten / beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen mit ihren Beiträgen zur CO₂-Minderung, den Kosten und Einsparungen sowie dem Zeitraum der Umsetzung dargestellt. Für die Kommunikation in Politik und Öffentlichkeit werden die Ergebnisse anschaulich und leicht verständlich aufbereitet und angezeigt.
Das internationale Climate-4-CAST Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, hierfür ein digitales Werkzeug zu entwickeln, das die benötigten Informationen als Entscheidungshilfe bereitstellt. Es wird als Open-Source-Lösung bereitgestellt und zeigt nicht nur den für das Erreichen der Klimaziele erforderlichen Minderungspfad der CO₂-Emissionen und den Beitrag der umgesetzten / beschlossenen / diskutierten Maßnahmen. Zusätzlich wird Climate-4-CAST auch Informationen für ein Klimabudget bereitstellen: die Investitionskosten für jede einzelne Maßnahme, damit verbundene finanzielle Einsparungen und Nutzen, den Vergleich verschiedener Lösungswege über eine Kosten-Nutzen-Analyse / die Kosteneffizienz und andere Informationen mehr.
Durch die Zusammenarbeit verschiedener baltischer Staaten wird das Tool an lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasst, gemeinsam weiterentwickelt und erprobt. Gleichzeitig können durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Erfahrungen und Ideen aus anderen Ländern sowie Synergien in die Entwicklung einfließen
Projektleitung und -koordination: HafenCity Universität Hamburg (Deutschland)
Beteiligte Städte:
- Aarhus (Dänmark)
- Bytom (Polen)
- Norderstedt (Deutschland)
- Riga (Lettland)
- Östersund (Schweden)
- Tampere (Finnland)
Forschungspartner:
- Kausal Ltd. (Finnland)
- Union of the Baltic Cities Sustainable Cities Commission c/o Turku (Finnland)
- Uppsala University (Schweden)
Weitere Informationen:
Climate-4-CAST – Werkzeug für eine strategische Steuerung von Zielen und Maßnahmen im kommunalen Klimaschutz
Präsentation der strategischen Anwendungen des Climate-4-CAST-Tools in der Stadt Norderstedt. Beitrag zum ExtremeWeatherCongress / ClimateManagementConference 2025 in Hamburg (Veranstalter: boettcher.science).
Climate Budgeting in Action – Experiences and Aspirations from Climate-4-CAST
Youtube-Kanal des Projektes:
https://www.youtube.com/@climate4cast-Interreg
Vollständiger Mittschnitt Tag 3 der Veranstaltung:
Webseite des Climate-4-CAST Projekts: https://interreg-baltic.eu/project/climate-4-cast/
Was kann ich tun? Handlungsmöglichkeiten
Durch zahlreiche, zum Teil Norderstedt-spezifische Angebote unterstützt Sie die Stadtverwaltung, klimafreundliche Kauf- und Investitionsentscheidungen zu treffen und einen klimafreundlichen Lebensstil zu führen.
Radfahren
Norderstedt ist eine Stadt mit relativ kurzen Wegen. So ist das Rad oft eine gute Alternative zum Auto. Das Angebot an attraktiven Radwegen wird kontinuierlich ausgebaut.
Die Hälfte aller Autofahrten endet nach 5 Kilometern - einer Strecke, die gut mit dem Fahrrad zu bewältigen ist. Hier finden Sie die besten Radwegeverbindungen in Norderstedt für den Alltag ebenso wie attraktive Rundwege für die Freizeit.
Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Auf der Seite ÖPNV"Mobil in Norderstedt" finden Sie Fahrpläne und das Liniennetz für Norderstedt und Umgebung bei Tag und Nacht. Werden Bus und Bahn anstelle des Autos genutzt, ist das ein Beitrag zum Klimaschutz: Würden ¼ aller PKW-Fahrten der Norderstedter/-innen auf diese Weise vermieden, würde allein das die Norderstedter CO2-Emissionen um weitere 2 % senken.
Norderstedter Förderprogramm Wärmeschutz im Gebäudebestand
Aktuell können leider keine neuen Anträge angenommen werden.
Zentrales Ziel des Förderprogramms ist es, den Klimaschutz in Norderstedt zu forcieren. Dabei nimmt der Gebäudebestand mit 40 % der CO2-Emissionen eine Schlüsselstellung ein. Gebäude dämmen und wo immer es geht mit Erneuerbaren Energien heizen: Das ist der „schlafende Riese“ im Klimaschutz. Die Stadt Norderstedt unterstützt alle, die ihn wecken wollen, mit Beratungsnavigation und Fördergeldern. Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade umfassende Sanierungen an älteren Einzelhäusern besonders wirtschaftlich sind.
Das Förderprogramm gilt für selbst genutztes Wohneigentum mit bis zu vier Wohneinheiten, in Gebäuden, deren Bauantrag oder die Bauanzeige zur Errichtung des Gebäudes mindestens 20 Jahre zurückliegen und die sich auf Norderstedter Stadtgebiet befinden. Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, die im Rahmen eines qualifizierten Energiegutachtens empfohlen wurden. Auch für dieses Gutachten gibt es Zuschüsse.
- Wenn Sie sich Ihre Maßnahmen bezuschussen lassen wollen, füllen Sie bitte einen Förderantrag aus. Achtung – ganz wichtig: Sie müssen den Antrag zusammen mit einem Vor-Ort-Energiegutachten oder dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) nach dem Standard des Bundesamtes für Wirtschaft (BAFA) im Rathaus einreichen und sich bewilligen lassen, bevor Sie mit der Maßnahme beginnen!
- Die Förderrichtlinie und das Antragsformular finden Sie auch ind er Randspalte zu diesem Text. Sie enthält die Rahmenbedingungen, unter denen eine Förderung erfolgen kann.
- Geeignete Energieberater finden Sie unter www.energie-effizienz-experten.de
Das Klimaschutzorientierte Energiekonzept für den Gebäudesektor beschreibt für alle wesentlichen Gebäudetypen in Norderstedt, welche CO2-Minderungen durch optimale Wärmedämmung, den Einsatz erneuerbarer Energien und moderne Haustechnik zu erreichen sind und wie wirtschaftlich die Maßnahmen sind. Im Einzelfall können an älteren Einzelgebäuden 80 % der Heizenergie auf wirtschaftlichem Wege gespart werden.