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Zukunftsstadt - ein Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in III Phasen


Eine Videodokumentation des Zukunftsstadtprozesse finden Sie hier.

Zukunftsstadt Phase I - 7 Leitziele

Diesem Wettbewerb liegt die Erkenntnis zugrunde, dass unsere Zukunft in den Städten entschieden wird. Hier leben die meisten Menschen, hier konzentrieren sich die Probleme, hier ist das größte Potenzial für Innovationen. Mit Anspruch und Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung ist die Richtung vorgegeben, nun geht es um die konkrete Ausgestaltung: Wie zukunftsfähig – oder „enkeltauglich“ (Prof. Klaus Töpfer in seinem Vortrag am Abend der Norderstedter Wirtschaft 2015) - ist Norderstedt bereits? Und was bedeutet das genau: zukunftsfähig? Wie soll sich Norderstedt entwickeln? Wie viele Ideen wollen wir anderen voraus sein? Welche Beiträge können Stadt, Bevölkerung und Wirtschaft leisten, um die Lebensqualität in Norderstedt weiter zu erhöhen und zu sichern? Ideen für nachhaltige und lebenswerte Städte gibt es viele: Doch welche Ansätze passen zu Norderstedt?

Diese Fragen wurden in Phase I gemeinsam mit der Bevölkerung und der Wirtschaft bearbeitet. Konstruktiv wurden miteinander Ideen und Lösungen diskutiert und 7 Leitziele für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet, die zu Norderstedt passt. Sie sollen eine Ausrichtung der weiteren städtischen Entwicklung umreißen, die Norderstedt im Wettbewerb mit anderen Kommunen einen „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ verschafft. So wird die Stadt fit für die Herausforderungen der Zukunft und bleibt ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Zukunftsstadt Phase II - Maßnahmen- und Umsetzungskonzept

Zwischen fünf renommierten Forschungseinrichtungen, die über ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsprofil verfügen, wurde ein Wettbewerb um das beste Konzept zur Umsetzung der Norderstedter Leitziele aus Phase I veranstaltet. Eingeladen waren:

  • das Deutsche Institut für Urbanistik (difu),
  • Eble Messerschmidt Partner mit der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)
  • die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST)
  • das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO)
  • das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS)

In diesem Wettbewerb hat das Konzept des IASS die Jury am meisten überzeugt. Es wurde daher ausgewählt, um zu einem Maßnahmen- und Umsetzungskonzept für Norderstedts Leitziele weiterentwickelt zu werden. Dazu gibt es einen ausführlichen Forschungsbericht und eine zusammenfassende Aufbereitung der Ergebnisse, die als Ausstellung erarbeitet wurde. Sie zeigt auf 13 Tafeln die folgenden Inhalte:

In Phase II des Forschungsvorhabens „Zukunftsstadt Norderstedt – Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ wurde außerdem eine repräsentative Meinungsumfrage in der Norderstedter Bevölkerung durchgeführt. Sie konnte die hohe Akzeptanz der in Phase I herausgearbeiteten sieben Leitziele für eine nachhaltige Entwicklung belegen. Außerdem wurden Fragen zu einigen Anwendungsfällen gestellt. Die Antworten darauf zeigen ebenfalls eine große Akzeptanz für nachhaltige Veränderungen und liefern somit wichtige Erkenntnisse für die Ausrichtung künftiger Planungen. Auf Basis dieser Ergebnisse hat sich Norderstedt um die Fortführung des Vorhabens in Phase III beworben.

Zukunftsstadt Phase III - Nachhaltig Wohnen

Eine externe Jury, die stellvertretend für das Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig war, bestimmte die Gewinner im Wettbewerb Zukunftsstadt. Die Jury hat die Stadt Norderstedt gebeten, sich für eine Förderung von Phase III des Projektes Zukunftsstadt nur auf das Thema Wohnen aus dem Konzept aus Phase II zu konzentrieren. Mit einem Antrag für ein Verbund-Forschungsvorhaben zum Thema „Nachhaltig Wohnen“ konnte sich Norderstedt auch für Phase III qualifizieren. Das Vorhaben umfasst 2 Teile:

  • eine Akzeptanzforschung für Kleinstwohnungen, die ein zusätzliches Angebot an bezahlbarem Wohnraum bieten können und
  • eine grundlegende Studie über Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff, in der das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) den Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss des Projektes Zukunftsstadt aus Sicht der Stadtplanung nachgeht.

Die Stadtverwaltung hat die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum erkannt und möchte in Phase III nun herausfinden, ob und in welcher Form Kleinstwohnungen Akzeptanz finden würden. Demnächst werden die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen – und die gesetzliche Rente liegt derzeit im Durchschnitt bei lediglich 944 Euro. Der soziale Wohnungsbau kann den Bedarf an günstigem Wohnraum nicht decken. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen auch kleine Wohnungen eine akzeptable Alternative darstellen können.

In Phase III des Projektes hat die Stadtverwaltung im Forschungsprojekt nun mehrere externe Forschungspartner bei der gemeinsamen Bearbeitung der miteinander verknüpften Bausteine eingebunden.

Die wesentlichen Bausteine bestehen aus Bestandsanalyse, Umfrage und Ideen- Wettbewerb.

Zukunftsstadt Phase III - Die Bestandsanalyse

Ein erster Baustein in Phase III ist eine Bestandsanalyse. Die Erfahrungen der Wohnungswirtschaft mit Kleinstwohnungen, die Entwicklung von Kleinstwohnungen in den letzten Jahrzehnten und ihre aktuellen Qualitätsmerkmale sind von Interesse gewesen. Hierbei stand die Sichtweise der Vermieter*innen im Vordergrund. Die Bestandsanalyse wurde von konsalt (externer Forschungspartner) erstellt. Wichtige Erkenntnisse sind:

  • Die Bedeutung von kleinen Wohnungen nimmt durch den demografischen Wandel und die tendenziell steigende Anzahl von Single-Haushalten zu.
  • Für die Wohnungswirtschaft sind Kleinstwohnungen eher uninteressant, wenn dort die Mieter*innen oft wechseln. Das ist bei 1 Zimmer-Wohnungen häufiger der Fall.
  • Die meisten der befragten Unternehmen betonen, dass es derzeit für die Vermittlung von Kleinstwohnungen keine besonderen Erfolgsfaktoren gibt. Der Wohnungsmarkt ist aktuell so angespannt, dass die Vermarktung (auch) dieser Wohnungen sehr gut laufe.
  • Wichtig für die Vermarktung von Kleinstwohnungen ist ein guter Wohnungsschnitt. Durch geschickte Schnitte und kombinierte Nutzungs- und Stellmöglichkeiten erhöht sich die Aufenthaltsqualität innerhalb der Wohnung. Damit steigt das Interesse an einer längeren Nutzung, die aus Vermietungssicht unattraktive Fluktuation sinkt.
  • Die spezifischen Baukosten für Kleinstwohnungen liegen deutlich höher als bei größeren Wohnungen, da kostspielige Komponenten (Küche und Bad) auf weniger Wohnfläche umgelegt werden müssen und der Anteil der Erschließungsflächen überproportional hoch ist.
  • Einzimmerwohnungen gelten auch bei den Nutzerinnen und Nutzern eher als unbeliebt. Viel interessanter sind kleine Wohnungen, wenn sie mindestens noch ein halbes Zimmer zusätzlich bieten.

Zukunftsstadt Phase III - Der Ideen-Wettbewerb

Als drittes Arbeitspaket wurde ein Ideen-Wettbewerb für bedürfnisgerechte Kleinstwohnungen durchgeführt. Angesprochen waren fachlich gemischte Wettbewerbsteams mit Qualifikationen in Architektur / Stadtplanung, Innenarchitektur und Landschaftsplanung. Ihre Aufgabe bestand darin, prototypische Lösungen für Kleinstwohnraum zu erarbeiten und in einem dialogisch gestalteten Verfahren mit potenziellen Bewohnerinnen und Bewohnern weiter zu optimieren. Der Ideen-Wettbewerb wurde vom büro luchterhandt & partner gesteuert und hat viele interessante Ideen zusammengetragen. Die Aufgabenstellungen des Ideen-Wettbewerbs sind in der Auslobung festgehalten.

Im Ideen-Wettbewerb kamen Norderstedterinnen und Norderstedter, die an Kleinstwohnraum interessiert sind, ins Gespräch mit den Fachleuten aus den Wettbewerbsteams. Die interessierten Norderstedterinnen und Norderstedter bildeten nach Abschluss des Verfahrens auch die Zielgruppenjury. Sie konnten so beurteilten, ob die erarbeiteten Entwürfe für Kleinstwohnungen auch ihren persönlichen Bedürfnissen entsprechen.

Neben dieser Zielgruppenjury beurteilte eine kompetent besetzte Fachjury die eingereichten Entwürfe von dreizehn Wettbewerbsteams und arbeitete deren Vorzüge und Nachbesserungsbedarfe heraus.

Im Ideenwettbewerb waren in diesem Zusammenhang vier Aufgaben zu lösen:

  1. Wie können neue kleine Wohnungen aussehen, in denen Menschen für 350 Euro Warmmiete leben können? Die Ergebnisse für Aufgabenstellung 1 können Sie hier herunterladen.
  2. Wie können neue barrierefreie Wohnungen aussehen, in denen Menschen für 460 Euro Warmmiete leben können? Die Ergebnisse für Aufgabenstellung 2 können Sie hier herunterladen.
  3. Wie können attraktive Wohnungen mit einem hohen Nachhaltigkeitsstandard aussehen, die sehr klein sind? Die Ergebnisse für Aufgabenstellung 3 können Sie hier herunterladen.
  4. Wie können die Abstandsflächen zwischen freistehenden Einzelhäusern entlang stark befahrener Hauptstraßen mit Kleinstwohnungen bebaut werden, so dass zugleich eine städtebaulich attraktive Lärmschutzfunktion durch diese Bebauung erreicht wird? Die Ergebnisse für Aufgabenstellung 4 können Sie hier herunterladen.

Die Frage, ob die Anwesenden in die gezeigten Wohnungen einziehen würden, haben viele mit „Ja“ beantwortet. Es wurden auf 25 bis 35 Quadratmetern Wohnfläche attraktive Lösungen vorgestellt, die auf eine Umsetzung in Norderstedt warten. Es zeigt sich, dass Qualität von den Interessierten honoriert wird. Auch viele wohlhabende Menschen finden die gezeigten Ideen für Kleinstwohnungen interessant, wenn die ökologische Qualität stimmt. Das wurde innerhalb der Zielgruppenjury damit begründet, auch beim Wohnen ein gutes Gewissen haben zu wollen.

Das stützt auch die im Wettbewerb durchgeführte Lebenszykluskostenbetrachtung. Investitionen in Nachhaltigkeit – zum Beispiel eine Photovoltaikanlage für den eigenen Stromverbrauch – sorgen auf Dauer für ein günstigeres Wohnen.

Die in den Entwürfen gezeigten Wohnungen sind aufgrund ihrer attraktiven Gestaltungen jedoch nicht so günstig, wie gewünscht. Da müssen nach Meinung der interessierten Norderstedterinnen und Norderstedter und der Stadtverwaltung die gezeigten Entwürfe noch besser an die Bedürfnisse der Zielgruppen angepasst werden. Die Ergänzung von sehr kleinen Wohnungen durch Gemeinschaftsräume ist etwas, was für viele Menschen sehr interessant ist. Damit entstehen soziale Kontakte wie von selbst, was für solche Konzepte spricht. Allerdings kosten auch solche Angebote Geld. In den Architekturentwürfen sind Gemeinschaftsflächen großzügig vorgesehen worden. Hier besteht also noch ein gewisses Einsparpotenzial, das gilt auch für einige Ausstattungsdetails, die unnötig teuer sind. Deshalb muss für die sehr preisgünstigen Angebote noch nachgearbeitet werden, um auch hierbei attraktive Lösungen für bezahlbaren Wohnraum zu haben, der dringend benötigt wird.

Zukunftsstadt Phase III - Die Umfrage

Zweiter Baustein ist eine repräsentative Umfrage in Norderstedt, die 2020 durchgeführt wurde. Befragt wurden Norderstedterinnen und Norderstedter mit dem Ziel, förderliche Rahmenbedingungen für Kleinstwohnungen zu ermitteln. Forschungspartner der Stadt Norderstedt für die Umfrage waren die e-fect dialog evaluation consulting eG und das Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas).

Im Artikel „Bezahlbares und nachhaltiges Wohnen in Kleinstwohnungen: Beachtliches Interesse an suffizienten Lösungen“ in der Zeitschrift Stadtforschung und Statistik sind die Forschungsergebnisse ausführlich dargestellt.

Die Umfrage zeigt: Das Interesse an Kleinstwohnungen ist groß.

  • 54 Prozent der Befragten geben an, sehr kleine Wohnungen in Zukunft für Sie interessant sein könnten.
  • 32 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich aktuell für sehr kleine Wohnungen interessieren.
  • 12 Prozent geben an, dass sie sehr gerne sofort in sehr kleine Wohnungen einziehen würden.
  • Für ein Viertel der Befragten sollten diese Wohnungen kleiner als 40 Quadratmeter sein.
  • Die gesamte Mietbelastung (Warmmiete) darf bei 23 Prozent der Befragten die Summe von 525 Euro im Monat nicht übersteigen.

Das Interesse an Kleinstwohnungen ist vor allem durch zwei Motive geprägt. So steht der Wunsch bzw. die Notwendigkeit einer Reduzierung der Wohnkosten im Vordergrund. Gleichzeitig ist auch der Wunsch nach einer nachhaltigen Wohnform von großer Bedeutung. Beide Begründungen werden etwa gleich häufig angegeben. Ein weiterer Vorteil wird von vielen Menschen darin gesehen, dass ein Angebot von gemeinschaftlich genutzten Flächen Nachbarschaftskontakte fördert. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang zusätzliche Lagerräume, Waschküchen, Gärten und Terrassen.

Kleinstwohnungen ziehen gleichermaßen Menschen an, die dort allein oder zu zweit (als Paar oder auch alleinerziehend mit Kind) einziehen würden.

Die zentralen Erkenntnisse aus der Umfrage wurde in einem Chartbericht aufbereitet, der hier zu finden ist. Auf Anfrage stellt Ihnen die Stadtverwaltung auch den zugrundeliegenden Datensatz gern zur Verfügung.

Teilvorhaben: Nachhaltigkeit als städtebaulicher Leitbegriff

Das zweite, ergänzende Teilvorhaben wird vom IASS bearbeitet, das Norderstedt schon in der vorhergehenden Phase des Wettbewerbs unterstützt hat. In einer grundlegenden Studie (qualitative Analyse) über „Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff“ erforscht das IASS die Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss von ambitionierten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadtplanungsprozessen. Neben den Planungen der Stadt Norderstedt zur „Grünen Heyde“ werden noch der Hamburger Stadtteil „Oberbillwerder“ sowie die lange zurückliegende Planung des „Rotbäumlesfeldes“ in Ludwigsburg betrachtet. Die Studie arbeitet heraus, dass insbesondere der Zugriff auf verwaltungsexterne Kompetenzen, die explizite Heraushebung der Vorhaben als „Modelle“, der Bezug auf gesamtstädtisch-strategische Ziele sowie der Mut, beim Projektmanagement strukturell zu experimentieren, zu einem ‚Mehr‘ an Nachhaltigkeit beitragen (können). Wenn diese Faktoren fehlen, nehmen die Risiken in der Planung zu. Eine strategisch durchdachte Bodenpolitik bildet einen weiteren entscheidenden Einflussfaktor für die Durchsetzung ambitionierter Planungsqualitäten, während Öffentlichkeitskommunikation und -beteiligung in ihrer Auswirkung auf die städtebaulichen Qualitäten schwerer zu beurteilen sind.

Die Studie „Mehr Nachhaltigkeit im Quartier erzielen: Erfolgsfaktoren aus drei kommunalen Planungsprozessen“ kann hier heruntergeladen werden.

Aktuelles der Zukunftsstadt

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Videos

Videos der Zukunftsstadt

Poetry Slam



Wettbewerb Zukunftsstadt

Abend der Norderstedter Wirtschaft

Abend der Norderstedter Wirtschaft mit Prof. Klaus Töpfer am 15.10.2015

Themen: Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit


Nachhaltiges Norderstedt

Projekte, Wettbewerbe und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit

Interview mit Herbert Brüning, Leiter Amt Nachhaltiges Norderstedt

  

Workshop zum Radverkehrskonzept

Workshop mit der Bevölkerung zum Ausbau der Radwege am 04.02.2016

Themen: Streckenausbau, Sicherheit, Vorrang im Straßenverkehr

 

 

Ankündigung der öffentlichen Visionswerkstatt „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“

Einladung zur öffentlichen Visionswerkstatt Zukunftsstadt mit der Bevölkerung am 13.02.2016  

im Coppernicus-Gymnasium

 

Visionswerkstatt „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ - Bevölkerung

Impressionen und Interviews der öffentlichen Visionswerkstatt am 13.02.2016 mit der Bevölkerung

 

Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ wird gefördert durch das Forschungsprogramm „FONA Forschung für nachhaltige Entwicklung“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung.


ZukunftsWerkStadt

Norderstedt erhält Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Norderstedt hat beim Wettbewerb „ZukunftsWerkStadt“ die zweite Runde erreicht. Nach der Aufnahme in den exklusiven Kreis von nur 27 Kommunen, die zum Wettbewerb eingeladen wurden, ist dies innerhalb kurzer Zeit jetzt die nächste Auszeichnung für Norderstedts Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit dem Ziel, möglichst bis 2040 zur Nullemissionsstadt zu werden, zählt Norderstedt zu den 16 im Wettbewerb verbleibenden Städten und Landkreisen, deren Ansätze die Jury überzeugen konnten. Bundesministerin Annette Schavan gratulierte der Stadt Norderstedt und hob den integrativen Ansatz des hervor. „Die nachhaltige Stadtentwicklung ist ein wichtiges innovationspolitisches Feld der Hightech-Strategie 2020“, sagte Schavan. „Bei der ZukunftsWerkStadt sind Bürgerinnen und Bürger von Beginn an mit eingebunden“.
Bis Ende Juni wird Norderstedt einen breiten Beteiligungsprozess vorbereiten und durchführen, bei dem erst einmal möglichst kreative Ideen gesucht werden, wie Norderstedt zu einer klimaneutralen Stadt werden kann. Kann die Jury mit den dabei zusammen getragenen Ideen ein weiteres Mal überzeugt werden, dann bekommt Norderstedt bis zu 250.000 € für deren Umsetzung. Besonders gute Chancen haben dabei natürlich vor allem diejenigen Ideen, für deren Umsetzung jemand zur Verfügung steht. Diesem Wettbewerb möchten sich Norderstedt uns gerne stellen!

ZukunftsWerkStadt

ZukunftsWerkStadt

Nullemissionsstadt Norderstedt Die Stadt Norderstedt hat sich im Wissenschaftsjahr 2012 beworben.

Die Stadt Norderstedt wurde mit 15 weiteren Städten und Kreisen im Bundesgebiet von einer Jury aus sgewählt, am Wettbewerb „ZukunftsWerkStadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilzunehmen.

Das Faktenblatt zur Initiative ZukunftsWerkStadt und die Wettbewerbsinhalte sind bei Interesse in dieser Pressemitteilung des Bundesministeriums nachzulesen.
Norderstedt hat sich mit einem ambitionierten Ziel beworben:
Bis zum Jahr 2040 wollen wir durch gemeinsame Anstrengungen zu einer klimaneutralen Stadt (Nullemissionsstadt) werden. Dieses ist nur möglich, wenn alle Verursacherinnen und Verursacher von CO2-Emissionen einen aktiven Beitrag leisten und gemeinsam in der Stadt neuartige, innovative Wege gehen: Klimaschutz geht alle an!
Im Rahmen des geförderten Forschungsprojektes engagiert sich Norderstedt, solche Wege mit den Menschen in der Stadt zu finden und die Akteure in der Stadt zu motivieren, eigene Ideen für den Klimaschutz zu entwickeln und an deren Umsetzung auch verantwortlich teilzuhaben.
Dazu werden innerhalb des Projektzeitraums bis Ende März 2013 unterschiedliche Mitwirkungsveranstaltungen für die Bevölkerung, hier tätige Unternehmen sowie die Verwaltung angeboten.
Die Ankündigungen erfolgen jeweils über die örtlichen Medien sowie im Internet auf den Seiten der Stadt Norderstedt.

Informationen über die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde erhalten Sie hier:
www.zukunftsprojekt-erde.de/das-wissenschaftsjahr.html

Näheres zum Wettbewerb ZukunftsWerkStadt (Teilnehmer, Projekte etc.) erfahren Sie hier:
www.zukunftsprojekt-erde.de/mitmachen/zukunftswerkstadt.html


So geht es weiter

Um Norderstedt bis 2040 zur klimaneutralen Stadt zu machen
liegt noch ein langer, spannender Weg vor allen Bürgerinnen und Bürgern, vor Institutionen, der Stadtverwaltung und den in Norderstedt angesiedelten Unternehmen.

Die Arbeit mit den Projektgruppen der interessierten Öffentlichkeit läuft stetig weiter.

Ein wichtiges Grundprinzip dieser Arbeit ist die Verständigung darüber, dass keine Flut von Arbeitsaufträgen an Dritte produziert wird, sondern vielmehr Ziele gesteckt werden, die tatsächlich von den Arbeitsgruppen selbst erreicht werden können.

Der Prozess ist von Anfang an so gestaltet worden, dass ein Einstieg in die Arbeitsgruppen jederzeit möglich ist.

 

Ergebnisse der ersten Projektphase

Der Beteiligungsprozess der ZukunftsWerkStadt startete im Juni 2012 mit einer Befragung junger Eltern auf Spielplätzen.
Diese sogenannte Spielplatzintervention war für die Stadt Norderstedt der spannende Versuch, in einem Beteiligungsverfahren erstmalig eine aufsuchende Befragung durchzuführen.

Der erste Kreativ-Workshop mit einer Reihe außergewöhnlicher Beteiligungsmethoden fand Anfang August 2012 statt.
Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Norderstedt und Interessierte, die z.B. in Norderstedt arbeiten oder aus anderen Gründen Lust hatten, sich für Norderstedt zu engagieren.
Innerhalb des Workshops konnten alle Teilnehmer/-innen ihre persönlichen Ideen für ein klimaneutrales Norderstedt einbringen.

Weit über 1.000 Ideen wurden mit verschiedenen Kreativitätstechniken entwickelt und dokumentiert.
In einem nächsten Schritt erfolgte die Sortierung nach Handlungsfeldern.
Klimaschutzpotenziale und Chancen für die Umsetzung durch Akteure bildeten die Bewertungsschwerpunkte.
Um zu einer tatsächlichen Zielarbeit zu gelangen, erfolgte in dieser Phase noch das Angebot für die ersten „Umsetzertreffen“.

Am 30.08.2012 ging es dann mit dem ersten „Umsetzertreffen“ weiter; am 09.11.2012 folgte das zweite Treffen.
Mittlerweile arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen an unterschiedlichen Themen, die allesamt das Ziel verfolgen, einen Beitrag zur klimaneutralen Stadt zu leisten. Während der gesamten Projektphase erfolgte mehrmals über sogenannte "Stammtische" ein inhaltlicher Austausch aller Gruppen.

Die Projektgruppen

Im Rahmen der ZukunftsWerkStadt haben sich in der ersten Projektphase neun thematische Arbeitsgruppen zusammengefunden.


Projektgruppe StadtGrün
Projektgruppe Ausbau des ÖPNV
Projektgruppe Innerstädtische Mobilitätszentrale
Projektgruppe Erneuerbare Energien
Projektgruppe Kommunales Wissensmanagement
Projektgruppe Stadtteilgärten zur Selbstversorgung
Projektgruppe Fit für`s Rad
Projektgruppe Wohnen
Projektgruppe LeiLa – Leihladen

Diese Projektgruppen treffen sich regelmäßig und arbeiten an ihrem Thema.

Erste Erfolge wurden erzielt:

  • Die Projektgruppe StadtGrün pflanzte Bäume und gestaltete Straßenbegleitgrün mit einer Kindergartengruppe
  • Die Projektgruppe Erneuerbare Energien zeigte im gut besuchten Rathaus den Film „Die 4. Revolution“
  • Die Projektgruppe Innerstädtische Mobilitätszentrale hat eine Pilot- Kirchengemeinde gefunden, in der sie die ersten Umsetzungsschritte erproben.
  • u.a.m.
  • Haben Sie Interesse, Teil dieses zukunftsweisenden Projekts zu werden und die eine oder andere Projektgruppe zu unterstützen? Dann melden Sie sich bei uns.

    Wir vermitteln Ihnen gerne die Kontakte zu den Ansprechpartnern aus den Arbeitsgruppen.

Videos

Videos der Zukunftsstadt

Poetry Slam



Wettbewerb Zukunftsstadt

Abend der Norderstedter Wirtschaft

Abend der Norderstedter Wirtschaft mit Prof. Klaus Töpfer am 15.10.2015

Themen: Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit


Nachhaltiges Norderstedt

Projekte, Wettbewerbe und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit

Interview mit Herbert Brüning, Leiter Amt Nachhaltiges Norderstedt

  

Workshop zum Radverkehrskonzept

Workshop mit der Bevölkerung zum Ausbau der Radwege am 04.02.2016

Themen: Streckenausbau, Sicherheit, Vorrang im Straßenverkehr

 

 

Ankündigung der öffentlichen Visionswerkstatt „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“

Einladung zur öffentlichen Visionswerkstatt Zukunftsstadt mit der Bevölkerung am 13.02.2016  

im Coppernicus-Gymnasium

 

Visionswerkstatt „Vorsprung durch Nachhaltigkeit“ - Bevölkerung

Impressionen und Interviews der öffentlichen Visionswerkstatt am 13.02.2016 mit der Bevölkerung

 


 

MobiLe

Das Forschungsvorhaben MobiLe

MobiLe ist ein innovatives webbasiertes Planungstool, das fachfremde Personen dabei unterstützt, die langfristigen Auswirkungen verkehrlicher Entscheidungen abzuschätzen. Entwickelt wurden das Modell und die Anwendung im Rahmen des Forschungswettbewerbs MobilitätsWerkStadt 2025 zusammen mit der Norderstedter Politik sowie Fachexpertinnen und Experten.

In MobiLe wird das städtische Verkehrssystem mit nur sechzehn Elementen abgebildet. Die Anwendung bietet eine praxisorientierte Entscheidungshilfe, um die komplexen Wechselwirkungen im Verkehr besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Mit MobiLe lässt sich die Verkehrsplanung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse optimieren. Dabei richtet sich das Modell an Politikerinnen und Politiker sowie interessierte Personen aus der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen und den Zugang zur Webanwendung finden sie auf der eigenen Webseite des Forschungsprojektes: https://stadt-mobile.eu/.

Näheres zum Wettbewerb MobilitätsWerkStadt 2025, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgelobt hat, erfahren Sie auf der Seite der Begleitforschung.

Informationen zu den Projektphasen

MobiLe befindet sich zurzeit in der dritten Phase des Wettbewerbs MobilitätsWerkStadt 2025. Nähere Informationen zu den Zielen und dem Vorgehen der einzelnen Projektphasen sind in den dazu erstellten Projektblättern aufgelistet:

Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung unter dem Förderkennzeichen 01UV2429A gefördert.

Aufblühen


Wie sind die Grünflächen in Norderstedt von den Klimaveränderungen betroffen? Mit dieser Fragestellung konnte sich Norderstedt beim Wettbewerb „Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt“ unter 47 Teilnehmer*innen für das Finale mit dem „Ideensprint“ durchsetzen.

Im Ideensprint traten fünf ganz unterschiedliche Ideen gegeneinander an: Sprache checken in Neckarstadt-West, Geschichten vom Stadtrand aus dem Hamburger Süden, Netzwerke analysieren für die BUGA 2029, Baukultur in Dresden erforschen und ein Blühkalender für Norderstedt.

Leider wurde Norderstedt nicht von der Jury als eine der drei Preisträger*innen ausgewählt.

Wir gratulieren herzlich den drei ausgezeichneten Projekten: „Stadtrandgeschichten – Migration und gesellschaftliche Vielfalt erforschen“, „Baukultur und klimagerechte Architektur in Dresden – Gebäudewissen kartieren, erforschen und vermitteln“ und „Die Sprach-Checker – So sprechen wir in der Neckarstadt“. Ein Dankeschön geht auch an Wissenschaft im Dialog und das Museum für Naturkunde, welche in enger Zusammenarbeit mit der Plattform Bürger schaffen Wissen den Wettbewerb “Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt“ ausgerichtet haben.

Wie geht es weiter? Die hohe Beteiligung am Publikumsvoting – ein herzliches Dankeschön an alle, die für die Projektidee „Blühende Zukunft“ gestimmt haben - und der Auftaktworkshop im Stadtpark haben gezeigt, dass das Thema „Klimaveränderungen und Grünflächen“ viele Menschen in Norderstedt bewegt und Lust auf gemeinsames Forschen macht. Daher soll dieser Ansatz mit den verfügbaren Möglichkeiten weiterverfolgt werden. Und vielleicht ergeben sich neue Möglichkeiten, eine finanzielle Förderung zu erhalten.

      

Die Idee

Diese Idee überzeugte die Jury: Für Norderstedt soll ein lokaler Blühkalender entwickelt werden. Anhand der Blütezeit ausgewählter Pflanzenarten wird beobachtet, ob und wie sich diese im Laufe der Jahre verschiebt. Neben der notwendigen Artenkenntnis wird so auch vermittelt, wie sich Klimaveränderungen auf die Vegetation auswirken. Auf dieser Basis können Möglichkeiten zu Schutz und Verbreitung der Pflanzen unterstützt werden, um den zunehmenden Veränderungen des Klimas zu begegnen.

Jetzt soll aus der Idee ein Konzept werden. Dazu ist ein „Ideensprint“ vorgesehen, bei dem die verbliebenen fünf Finalteilnehmer*innen ihre Ideen weiter ausarbeiten können. Dabei kann die ganze Bevölkerung mitmachen: Citizen Science bedeutet, dass jede und jeder einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft leisten kann. Das geht schon beim „Ideensprint“ los. Damit eine „blühende Zukunft“ für Norderstedt zum Gewinn für alle wird.

                                            

Der Wettbewerb „Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt“ wird von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin in enger Zusammenarbeit mit der Citizen-Science-Plattform Bürger schaffen Wissen umgesetzt. Gefördert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.


Climate-4-CAST

Die Stadt Norderstedt ist seit November 2023 an dem internationalen Projekt Climate-4-CAST beteiligt. Hierbei wird ein Instrument entwickelt, das Städte bei Klimaschutzentscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt. Climate-4-CAST wird bis Oktober 2026 durch das Interreg-Programm finanziert. Unter Führung der HafenCity Universität Hamburg arbeiten dabei Städte und Forschungseinrichtungen aus den sechs Ostseestaaten Dänemark, Deutschland, Finnland, Lettland, Polen und Schweden zusammen.

Climate-4-CAST soll Kommunalpolitik und Verwaltungen dabei unterstützen, ihre selbst gesteckten Klimaziele in die städtischen Verwaltungsprozesse zu integrieren und letztlich Klimaneutralität zu erreichen. Dafür werden die diskutierten / beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen mit ihren Beiträgen zur CO₂-Minderung, den Kosten und Einsparungen sowie dem Zeitraum der Umsetzung dargestellt. Für die Kommunikation in Politik und Öffentlichkeit werden die Ergebnisse anschaulich und leicht verständlich aufbereitet und angezeigt.

Das internationale Climate-4-CAST Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, hierfür ein digitales Werkzeug zu entwickeln, das die benötigten Informationen als Entscheidungshilfe bereitstellt. Es wird als Open-Source-Lösung bereitgestellt und zeigt nicht nur den für das Erreichen der Klimaziele erforderlichen Minderungspfad der CO₂-Emissionen und den Beitrag der umgesetzten / beschlossenen / diskutierten Maßnahmen. Zusätzlich wird Climate-4-CAST auch Informationen für ein Klimabudget bereitstellen: die Investitionskosten für jede einzelne Maßnahme, damit verbundene finanzielle Einsparungen und Nutzen, den Vergleich verschiedener Lösungswege über eine Kosten-Nutzen-Analyse / die Kosteneffizienz und andere Informationen mehr.

Durch die Zusammenarbeit verschiedener baltischer Staaten wird das Tool an lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasst, gemeinsam weiterentwickelt und erprobt. Gleichzeitig können durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Erfahrungen und Ideen aus anderen Ländern sowie Synergien in die Entwicklung einfließen

Projektleitung und -koordination: HafenCity Universität Hamburg (Deutschland)

Beteiligte Städte:

  • Aarhus (Dänmark)
  • Bytom (Polen)
  • Norderstedt (Deutschland)
  • Riga (Lettland)
  • Östersund (Schweden)
  • Tampere (Finnland)

Forschungspartner:

  • Kausal Ltd. (Finnland)
  • Union of the Baltic Cities Sustainable Cities Commission c/o Turku (Finnland)
  • Uppsala University (Schweden)

Weitere Informationen:

Climate-4-CAST – Werkzeug für eine strategische Steuerung von Zielen und Maßnahmen im kommunalen Klimaschutz

Präsentation der strategischen Anwendungen des Climate-4-CAST-Tools in der Stadt Norderstedt. Beitrag zum ExtremeWeatherCongress / ClimateManagementConference 2025 in Hamburg (Veranstalter: boettcher.science).

Climate Budgeting in Action – Experiences and Aspirations from Climate-4-CAST

Youtube-Kanal des Projektes:

https://www.youtube.com/@climate4cast-Interreg 

Vollständiger Mittschnitt Tag 3 der Veranstaltung:

Webseite des Climate-4-CAST Projekts: https://interreg-baltic.eu/project/climate-4-cast/