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Lärmschutz in Norderstedt

Die Europäische Kommission zählt Umgebungslärm zu den größten Umweltproblemen in Europa. Deshalb hat sie mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie dafür gesorgt, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU Gesundheitsgefährdungen und Belästigungen durch Umgebungslärm systematisch verringert werden müssen. Norderstedt hat sich als erste Kommune eines Ballungsraumes in Europa auf den Weg gemacht, dieser Verpflichtung nachzukommen. Auf Basis einer Lärmkartierung und unter intensiver Mitwirkung der Öffentlichkeit wurde der Lärmaktionsplan "Norderstedt Lebenswert leise" 2008-2013 aufgestellt und am 15.07.2008 einstimmig von der Stadtvertretung beschlossen.

Aufgrund der europarechtlichen Vorgaben ist dieses Vorgehen alle fünf Jahre zu wiederholen, solange es noch Probleme durch Umgebungslärm gibt. Deshalb wurde eine neue Strategische Lärmkartierung  durchgeführt und der Lärmaktionsplan mit erneuter Mitwirkung der Öffentlichkeit fortgeschrieben.

Nach Vorberatungen im Umweltausschuss am 18.05.2016 und einer Information / Anhörung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am 19.05.2016 hat die Stadtvertretung in ihrer Sitzung am 7.06.2016 den Lärmaktionsplan 2013-2018 beschlossen. Mit der Bekanntgabe am 27.06.2016 wurde der Lärmaktionsplan 2013 - 2018 auch über die Stadtverwaltung hinaus wirksam.

Mittlerweile ist es Zeit für den dritten Durchgang. Die hierfür durchgeführte Strategische Lärmkartierung zeigt die verbleibenden Belastungen und damit Aufgaben. Sie belegt zugleich, dass die bisher durchgeführten Maßnahmen zur Lärmminderung für die gesamte Stadt Norderstedt eine positive Wirkung entfalten – und das trotz einer steigenden Anzahl von Einwohnerinnen und Einwohnern (die potenziell von Umgebungslärm betroffen sein können) und der damit verbundenen Zuwächse im Verkehr.

Strategische Lärmkarten

Strategische Lärmkarten 2012  

 

 

Gemäß EG-Umgebungslärmrichtlinie und § 47 c Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutz­gesetzes wurde die Aktualisierung der strategischen Lärmkartierung für den Straßen-, Schienen- und Flugverkehr durch die Lärmkontor GmbH durchgeführt. SHP schrieb dazu das Verkehrsmodell für den Pkw- und Lkw-Verkehr auf der Basis von aktuellen Verkehrszählungen der Jahre 2008 bis 2011 fort. Es wurden für alle relevanten Lärmquellen aktuelle Strategische Lärmkarten und Betroffen­heitsuntersuchungen erstellt, um verbleibende Problembereiche im Stadtgebiet herauszu­arbeiten (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr). Auch 2012 zeigt sich erneut, dass der Straßenverkehr die Hauptlast an den Beeinträchtigungen durch Lärm im Stadtgebiet trägt – analog zu bundesweiten Erkenntnissen. An stark befahrenen Straßen erreichen die Schallimmissionen teilweise noch gesundheitsgefährdende Werte oberhalb von 65 dB(A). Überdurchschnittlich hohe Betroffenheiten sind an solchen Straßenabschnitten festzustellen, die neben dem Wohnen auch Versorgungsfunktionen übernehmen bzw. Versorgungseinrichtungen erschließen und zusätzlich regionale Verkehrsströme aufnehmen müssen.

, die Fortschreibung des Verkehrsmodells und die Ergebnisse der strategischen Lärmkartierung 2012 wurden dem Umweltausschuss am 15.08.2012 und dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 16.08.2012 vorgestellt.

 

Lärmschutz für Norderstedt

Lärmschutz für Norderstedt
Freiwilliges Lärmschutzprogramm 8++

Liebe Flughafennachbarinnen und -nachbarn, liebe Norderstedterinnen und Norderstedter,

als stadtnaher Flughafen ist sich Hamburg Airport seiner großen Verantwortung hinsichtlich des Lärmschutzes gegenüber seinen Anwohnern bewusst. Dem Fluglärm und dessen Verminderung kommt deshalb seit jeher eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund gehen die Stadt Norderstedt und Hamburg Airport mit dem „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8++“ für die Nachbarstadt im Norden in die Verlängerung und legen die beiden bisherigen Programme 8 und 8+ zu einem neuen Fördergebiet zusammen.

Flughafen und Stadt beteiligen sich dabei wieder zu gleichen Teilen an dem neuen „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8++“ Die Stadt Norderstedt und der Flughafen Hamburg tragen jeweils drei Siebtel (3 / 7) der umzusetzenden Schallschutzmaßnahmen.
Das letzte Siebtel gibt der Eigentümer als „Eigenanteil“ dazu.

Gefördert wird der Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern in Wohnhäusern, die innerhalb der beiden bisherigen freiwilligen Förderungsgebiete 8 und 8+ liegen. Das Programm hat vorerst eine Laufzeit bis zum 31.12.2019.

Wo wird gefördert?
Das Förderungsgebiet ist fest definiert. Bitte schauen Sie im angefügten Straßenverzeichnis 
nach, ob Ihr Wohneigentum im freiwilligen Förderungsgebiet „8++“ liegt.

Was wird gefördert?
Es wird der Einbau von Schallschutzfenstern in allen Aufenthaltsräumen (wie z. B. Schlafzimmer, Kinderzimmer, Wohnzimmer o. ä.) mit einfachverglasten Fenstern oder alten Isolierglasfenstern ohne Dichtungen < 30 dB gefördert. Eingebaut werden Schallschutzfenster mit einem Schalldämm-Maß von 39 dB. Zusätzlich zu den Fenstern wird der Einbau von Schalldämmlüftern in Schlafräumen gefördert. Alternativ zu den Schalldämmlüftern bieten wir auch einen elektrischen Fensterantrieb zum automatischen Öffnen und Schließen der Fenster an. Die Aufträge werden von der Flughafen Hamburg GmbH an die Firmen vergeben, die bei der Flughafen Hamburg GmbH unter Rahmenvertrag stehen.

Welche Kosten werden übernommen?

Bei der Installation von Schalldämmlüftern oder einer Fensterautomation und beim Einbau von Schallschutzfenstern an Stelle von einfachverglasten Fenstern oder alten Isolierglasfenstern ohne Dichtungen < 30 dB übernehmen die Stadt Norderstedt und der Flughafen Hamburg insgesamt 6 / 7 der Kosten. Ihr Eigenanteil beträgt 1/7 der Investitionskosten bzw. der Rechnungssummen. Mehraufwendungen oder Sonderwünsche gehen zu Lasten des Eigentümers.

Anforderungen an den Wohnraum

Es wird nur baurechtlich genehmigter Wohnraum gefördert, der privat genutzt wird. Bauten, die nach dem 04.06.1976 in der ehemaligen Lärmschutzzone 1 oder 2 entstanden sind und Anforderungen bezüglich des Bauschalldämmmaßes zu erfüllen hatten, werden nicht gefördert. Bauten, die nach Festsetzung des Lärmschutzbereichs am 22.02.2012 erbaut wurden, sowie An-, Um- und Ausbauten haben ebenfalls Anforderungen an das Bauschalldämmmaß zu erfüllen und werden nicht gefördert.

Der Antrag

Antragsberechtigt sind Eigentümer von Wohnhäusern, die sich innerhalb des freiwilligen Förderungsgebietes „8++“ befinden. Die förderungsberechtigten Straßenzüge finden Sie im abgebildeten Straßenverzeichnis. Die genannten Ansprechpartner geben dazu gerne Auskunft.

Der Antrag ist schriftlich bei der Stadt Norderstedt mit dem beiliegendem Antragsformular und den dazugehörigen Anlagen einzureichen. Der Antrag ist bis zum 31.12.2019 zu stellen. Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Zentralbereich Umwelt der Flughafen Hamburg GmbH und der Stadt Norderstedt. Wir beraten Sie gerne.

Laufzeit und Fördermittel

Das Programm läuft bis die Fördermittel erschöpft sind, längstens bis zum 31.12.2019.

Downloads

Einbau in Schlaf- und Kinderzimmern

Beispiele einer Förderung

Antrag Lärmschutzprogramm für Norderstedt 8++

Ansprechpartner

Flughafen Hamburg GmbH

Frau Çekel Demet

Flughafen Hamburg GmbH

Stadt Norderstedt

Frau Freytag

Fachbereich Bauaufsicht

Mitwirkung der Öffentlichkeit

Über ein Jahr lang wirkten damals insgesamt rund 150 Menschen in 4 Arbeitsgruppen an der Analyse bestehender Probleme mit, um sich danach sehr konstruktiv an der Ausarbeitung von konkreten Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Schutz ruhiger Gebiete zu beteiligen.

Einige Mitglieder dieser Arbeitsgruppen haben beschlossen, ihre Arbeit fortzusetzen, um den weiteren Prozess zur Umsetzung des Lärmaktionsplanes aus Sicht der Öffentlichkeit zu begleiten. Sie treten seitdem als Interessengemeinschaft Lebenswertes Norderstedt auf.Das Norderstedter Mitwirkungsverfahren stößt bis heute auf großes Interesse in der Öffentlichkeit. Darüber hinaus ist Norderstedt immer wieder in Forschungsvorhaben als good practice-Beispiel vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen worden. Als ein Beispiel dafür kann der Forschungsbericht für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dienen. Die Vorschläge der Öffentlichkeit zur Lärmminderung wurden auf ihre Umsetzbarkeit hin durch die Verwaltung und die beauftragten Gutachter geprüft, durch Vorschläge aus der Verwaltung und den beteiligten Akteuren ergänzt und so weit wie möglich in das Maßnahmenprogramm für die nächsten fünf Jahre übernommen. Der Entwurf des Lärmaktionsplans wurde anschließend in einem förmlichen Beteiligungsverfahren für die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit auf seine Rechtssicherheit überprüft. Dazu lag der von den politischen Gremien am 18. und 19. September 2013 freigegebene Entwurf im Zeitraum vom 4. November 2013 bis 4. Dezember 2013 im Norderstedter Rathaus öffentlich aus und konnte auch im Internet eingesehen werden. Am 13.11.2013 wurde zusätzlich eine öffentliche Informationsveranstaltung im Norderstedter Rathaus durchgeführt, um allen Interessierten den Verfahrensstand und die Randbedingungen für das förmliche Beteiligungsverfahren zu erläutern. Daran nahmen ca. 40 Personen teil. Schriftliche Einwände konnten dann noch bis zum 18. Dezember 2013 bei der Stadtverwaltung Norderstedt eingereicht werden.Von den Behörden und den anderen Trägern öffentlicher Belange gingen 12 umfangreiche Stellungnahmen mit konkreten Anregungen ein, aus der Öffentlichkeit hatten sich 18 Personen geäußert - teilweise sehr umfänglich. Die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und der anderen Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit wurden tabellarisch mit Abwägungsvorschlägen der Verwaltung aufbereitet und dem Umweltausschuss am 20.05.2015 sowie dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 21.05.2015 zur Vorberatung vorgelegt und von der Stadtvertretung am 09.06.2015 beschlossen. Nach der Beschlussfassung wurde der Entwurf des Lärmaktionsplanes entsprechend überarbeitet und angepasst. Darauf aufbauend wurde die Betroffenenanalyse ohne und mit den geplanten Maßnahmen der Lärmminderungsplanung bis 2018 für den Straßenverkehr und die Kosten-Nutzen-Analyse erstellt. Es ist vorgesehen, dass die Stadtvertretung den nun vorliegenden LAP 2013 – 2016 mit Stand vom 21.04.2016 in ihrer Sitzung am 7.06.2016 beschließt.

Vorsorgender Lärmschutz

 

Ruhe ist ein Beitrag zur Lebensqualität. Deshalb ist es am besten, wenn Lärm erst gar nicht entsteht. Bei städtischen Planungen wird geprüft, wie Lärmbelastungen nach Möglichkeit vermieden werden können.

  • Um die Nutzung des Autos –zumindest auf Kurzstrecken – zu mindern, verfolgt die Stadt Norderstedt das Ziel einer Stadt der kurzen Wege. Die Ziele des täglichen Lebens wie z.B. Kindergärten und Schulen, Gewerbegebiete, Geschäfte für den täglichen Bedarf und die Sport- und Freizeitstätten sollen in der Nähe vorhanden sein.
  • Der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes und der Anschluss an die ÖPNV-Versorgung  ist ein wichtiger Belang in der Stadt- und Verkehrsplanung. Mit attraktiven Angeboten im sogenannten Umweltverbund soll dieser für die Menschen in Norderstedt zu einer echten Alternativen für den Autoverkehr werden.
  • Der Straßenverkehr soll vorrangig auf Hauptverkehrsstraßen gebündelt werden, an denen möglichst Nutzungen angesiedelt werden, die sich mit den Verkehrsbelastungen vertragen. Damit können Wohngebiete als Tempo 30-Zonen ausgewiesen werden.
  • Durch eine lärmabschirmende Bebauung kann dann die dahinterliegende Wohnnutzung zusätzlich geschützt werden. Geschlossene Bebauungen können ruhige Innenhöfe schaffen, die auch in Innenstadtlagen ruhige Inseln entstehen lassen. Eine lückenlose Bebauung entlang einer Straße lässt sich auch mit Hilfe von Car-Ports, Garagen oder anderen lärmabschirmenden Einrichtungen erreichen.
  • Lärmempfindliche Nutzungen sollten einen möglichst großen Abstand zur Lärmquelle aufweisen; denn die Lautstärke nimmt mit der Entfernung ab.
  • Eine wohlüberlegte Gebäudeausrichtung und Grundrissgestaltung ermöglicht die Anordnung von Schlaf- und Wohnräumen zur lärmabgewandten Seite. Dort sollten dann möglichst auch die Außenanlagen angelegt werden, auf denen  man sich länger aufhalten möchte - wie Terrassen und Balkone.
  • Die Auswahl geeigneter Baumaterialien bietet weitere Möglichkeiten, sich vor Lärm zu schützen. Hierfür gibt es spezielle Angebote z.B. für Türen, Fenster und Lüftungsanlagen.

Umweltpädagogische Angebote

Hören lernen mit der Horchbox

Die Horch-Box ist ein prall gefüllter Koffer mit pädagogischen Angeboten, um das Thema Lärm kindgerecht zu bearbeiten. Angeregt wurde die Entwicklung der Horchbox durch ver­schiedene Anfragen aus dem schulischen Raum. Ziel ist es, eine Sensibilisierung für das Thema Lärm zu erreichen. Wenn Kinder und Jugendliche Hörerlebnisse bewusst wahrnehmen und bewerten, sind wichtige Grundlagen vorhanden, selbst weniger Lärm zu erzeugen. Außer­dem werden die Gefahren irreversibler Hörschäden thematisiert und leicht umsetzbare Aktionen zu lärm­mindernden Maßnahmen vermittelt.
Das neue umweltpädagogische Angebot bietet u.a. die folgenden Elemente:

  • ein einfaches Schallpegelmessgerät, mit dem die Lautstärke verschiedener Schallereignisse sicher abgeschätzt werden kann;
  • viele ausgearbeitete Spiele zum Thema Geräusche - z.B. das „Lauschwunder“, ein Geräusche-Memory;
  • Hörbeispiele auf CD zum Mitraten und Gestalten von eigenen Hörspielen,
  • Bauanleitungen für Hörverstärker (z.B. ein Hörrohr), Geräusch­quellen (z.B. das Dosophon) und viele thematisch passende Spiele;
  • reichhaltiges Informationsmaterial – auch Vorschläge und Arbeitsbögen zur Gestaltung von Unterrichtsbeiträgen oder Themenwochen in Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Schulen.

Damit bietet das Amt Nachhaltiges Norderstedt erstmalig hörbares Material zum Thema Lärm für die Umwelterziehung an. Es ist für viele Altersstufen geeignet, nicht nur für Kinder und Jugendliche.
Als ergänzendes Angebot kann die Lautstärke-Ampel ausgeliehen werden. Sie lässt sich individuell eichen und unterscheidet dann zulässige Geräusche (wie bei einer normalen Verkehrsampel in „grün“) von zu lauten Lärmbelastungen („rot“).  Die Horch-Box ist kostenlos beim Fachbereich Umwelt im Rathaus aus­zuleihen.

Eine weiteres Angebot ist „Akustik und Lärm" – eine Mitmachbroschüre für Kinder vom Umweltbundesamt (Handreichung für Lehrkräfte).

Tonabenteuer

Zum internationalen Tag gegen Lärm stellte die Stadt Norderstedt den Norderstedter Grundschulen erstmals im April 2009 ein neues Umwelt­bildungsangebot vor: das „Ton-Abenteuer“. Das Amt Nachhaltiges Norderstedt hatte in Zusammen­arbeit mit der Umwelt­pädagogin Lore Otto einen Projekttag für Grundschüler/-innen ent­wickelt, an dem das sinnliche Hörerleb­nis an 6 Stationen im Mittelpunkt eines interaktiven, auf Kinder ausgerichteten Programms steht. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das „Ton-Abenteuer“ 2010 wiederholt.

Durch den spielerischen Umgang mit den zwei Themen „was sind Töne?“ und „wie höre ich?“ erlebten die Kinder durch Mitmachen und Ausprobieren, wie wichtig der Schutz des eigenen Gehörs ist. Dazu erprobten in beiden Jahren rund 250 begeisterte Kinder und Lehrer/-innen in Kleingruppen an insgesamt 6 Forscherstationen folgende unterstützende Elemente:

  • Stimmen der Natur: Warum sind Töne für Tiere so wichtig? (mit der Biologin Frau Burger)
  • Töne hören, fühlen, sehen: Lassen sich Töne sehen und fühlen? (mit der Klangpädagogin Frau Thomas)
  • Dezibel reizt Hammer: Wie funktioniert mein Ohr? (mit Frau Vanselow vom Landesförderzentrum Hören)
  • Forscherstationen 1, 2 und 3: Lässt sich die Intensität von Geräuschen messen? Wie verändere ich die Ton­höhe? Wie werden Töne über die Luft zum Ohr geleitet? (mit dem Fachbereich Umwelt)

Rundweg der Klänge

Der Rundweg der Klänge ist der erste von insgesamt 7 geplanten Themen-Rundwegen. Er wurde im Herbst 2010 fertiggestellt. Ziel des Konzeptes ist es, eine attraktive Alternative für die Mobilität in der Stadt anzubieten – ohne Auto und damit lärm- und schad­stoffarm. Hier verbindet sich Freizeitgenuss zu Fuß oder per Rad mit neuen Themen und Erfahrungen: Welche Tiere und Pflanzen mögen es besonders feucht? Wie bestimmt die Sonne unser Leben? Wie lässt sich ein Wald nachhaltig nutzen? Namen und Symbole an der Beschilderung drücken die Besonderheit jedes Weges aus.

Auf sieben Kilometern verführt der Rundweg der Klänge mit seinen 13 Klangspielobjekten mitten in Norderstedt dazu, sie mit allen Sinnen zu erleben. Töne lassen sich nicht nur hören, sondern auch spüren! Etwa wenn der Summstein oder die Granitharfe vibrieren. Sie können sogar sichtbar werden, z.B. bei den schwingenden Glocken der Glockenhängebrücke. Töne helfen uns im Alltag dabei, dass wir uns orientieren, mit unseren Mitmenschen verständigen oder Gefühle ausdrücken können. Je nach Tonart und Lautstärke können Klänge unseren Ohren schmeicheln oder sie als Lärm belästigen. Deswegen müssen wir unser Gehör schützen. Spannende Informationen für Jung und Alt zu den Themen „was sind Töne?“ und „wie höre ich?“ bietet die Infostele im Tarpenbekpark in Höhe der Straße Deckerberg oder das in allen Büchereien kostenlos erhältliche Faltblatt „Rundweg der Klänge“.

Akustische Phänomene erleben mit der Rallye auf dem Rundweg der Klänge

Rechtzeitig zum Sommer bietet die zum Tag der Umwelt am 5. Juni 2011 neu ausgearbeitete umweltpädagogische zum Rundweg der Klänge ein abwechslungsreiches Programm für ein breites Publikum. Viele Kind gerechte Aufgaben und spannende Experimente zu den 13 Klangspielobjekten des 7km langen Rundweges vermitteln auf spielerische Art Wissenswertes zum Thema „was sind Töne“ und „wie höre ich“. An den 13 Klangobjekten des Rundweges der Klänge werden spielerisch akustische Phänomene erlebbar. Man kann Musik erzeugen, Töne im Bauch spüren, genau hinhören oder zartes „Elfengeklingel“ in Gang setzen. Der Rallyebogen bietet Anregungen für ein intensives Erfahren und spielerisches Erkunden im Team. Der Rundweg der Klänge verläuft im Zentrum der Stadt fast ausschließlich durch verschiedene Grünanlagen (entlang der U-Bahn, durch den Lillelund-Park und auf dem Tarpenbek-Wanderweg). Er ist sehr gut fußläufig, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Rallye steht allen Interessierten hier im Internet kostenlos zur Verfügung und bietet spannende Aktionen für Kindergeburtstage oder andere Feiern. Sie kann an jeder Station begonnen werden und dauert ca. 2 bis 3 Stunden. Es empfiehlt sich, in kleineren Gruppen an unterschiedlichen Stationen oder hintereinander zu starten.

Active Travel Network

Partnerstädte sind Weiz (AU), Lugo (E), Skanderborg (DK), Serres (GR), Riccione (I), Ljutomer (SLO), Radzionków (PL), Sebes (ROM) und Novarra (I); beteiligt sind ferner die Forschungsgesellschaft Mobilität und die Universität Graz. Ziel des Projektes ist die Förderung von Fuß- und Radverkehr. Daher beteiligt sich Norderstedt u.a. mit den Aktivitäten zur Europäischen Mobilitätswoche / dem autofreien Tag, den Themen-Rundwegen oder der Ausschilderung von Haupt- und Nebenrouten für den Radverkehr am Active Travel Network.