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Lärmschutz in Norderstedt

Die Europäische Kommission zählt Umgebungslärm zu den größten Umweltproblemen in Europa. Deshalb hat sie mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie dafür gesorgt, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU Gesundheitsgefährdungen und Belästigungen durch Umgebungslärm systematisch verringert werden müssen. Norderstedt hat sich als erste Kommune eines Ballungsraumes in Europa auf den Weg gemacht, dieser Verpflichtung nachzukommen. Auf Basis einer Lärmkartierung und unter Mitwirkung der Öffentlichkeit wurde der Lärmaktionsplan 2008-2013 (Stufe 1) aufgestellt und am 15.07.2008 einstimmig von der Stadtvertretung beschlossen.

Aufgrund der europarechtlichen Vorgaben ist dieses Vorgehen alle fünf Jahre zu wiederholen, solange es noch Probleme durch Umgebungslärm gibt. Folglich wurde der Lärmaktionsplan fortgeschrieben und die endgültige Fassung des Lärmaktionsplanes 2013-2018 (Stufe 2)  am 7. Juni 2016 ebenfalls durch die Stadtvertretung beschlossen.

Für die zweite Öffentlichkeitsbeteiligung lag der Lärmaktionsplan 2018-2023 (Stufe 3) vom 13. Januar bis zum 10. Februar 2020 im Rathaus zur Einsicht aus. Innerhalb dieses Zeitraums konnten Einwände und Stellungnahmen schriftlich oder direkt im Rathaus eingereicht werden. Zusätzlich zur der Auslegung fand am 27. Januar 2020 eine öffentliche Informationsveranstaltung zum aktuellen Entwurf des Lärmaktionsplans statt. Zurzeit befindet sich der Lärmaktionsplan in der Fertigstellung und wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause der Politik zum Beschluss vorgelegt.

Strategische Lärmkarten

Strategische Lärmkarten 2017

Gemäß EG-Umgebungslärmrichtlinie und § 47 c Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutz­gesetzes wurde die Aktualisierung (Stand: 2017) der strategischen Lärmkartierung für die drei relevanten Lärmquellen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) durchgeführt. Wie auch die Jahre zuvor wurde erneut die Lärmkontor GmbH mit dieser Aufgabe beauftragt. Auch 2017 gilt der Straßenverkehr als maßgebende Lärmquelle.

Die in dem Anlagenverzeichnis des Lärmaktionsplans deklarierten Anlagen zur Lärmkartierung sind in den folgenden zwei Dokumenten unter den Anlagen 3a/b, 5a/b, 7a/b, 8a/b, 11a/b sowie 12a/b zu finden.

Lärmkartierung der Stadt Norderstedt zur 3. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie Teil 1

Lärmkartierung der Stadt Norderstedt zur 3. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie Teil 2

 

Mitwirkung der Öffentlichkeit

Wie die Jahre zuvor, wird auch der Lärmaktionsplan 2018-2023 (Stufe 3) der Stadt Norderstedt unter Mitwirkung der Öffentlichkeit erstellt. Bereits am 31. Juli 2019 fand ein Workshop zur Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen und Anregungen statt. Diese Maßnahmenvorschläge wurden auf ihre Umsetzbarkeit hin durch die Verwaltung und die beauftragten Gutachter geprüft, durch Vorschläge aus der Verwaltung und den beteiligten Akteuren ergänzt und so weit wie möglich in das Maßnahmenprogramm für die nächsten fünf Jahre übernommen. Die schriftliche Dokumentation des Workshops ist unter den Dokumenten zu finden.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans wurde anschließend in einem förmlichen Beteiligungsverfahren für die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit offengelegt. Dazu lag der Entwurf des Lärmaktionsplanes 2018-2023 (Stufe 3) vom 13. Januar 2020 bis zum 10. Februar 2020 im Norderstedter Rathaus zur Einsicht aus. Dort konnten auch direkt Stellungnahmen und Einwendungen abgegeben werden. Zusätzlich fand am 27. Januar 2020 eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, in der alle Interessenten die Möglichkeit hatten, Erläuterungen und Informationen zur zweiten Fortschreibung des Norderstedter Lärmaktionsplanes zu erhalten. Die schriftliche Dokumentation ist unter den Dokumenten zu finden.

Eingegangene Stellungnahmen der Behörden und anderer Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit werden tabellarisch mit Abwägungsvorschlägen der Verwaltung aufbereitet. Je nach Abwägung werden die Maßnahmenvorschläge mit in den Maßnahmenkatalog des Lärmaktionsplanes aufgenommen oder verworfen. Nach Fertigstellung der Abwägungen werden die Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger anonymisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Der fertiggestellte Lärmaktionsplan soll im letzten Schritt noch vor der Sommerpause im Mai oder Juni 2020 der Politik zum Beschluss vorgelegt werden.

Freiwilliges Lärmschutzprogramm 8++

Das Schallschutzprogramm für Norderstedter Flughafen-Nachbarn wurde verlängert, wie in folgender Pressemitteilung vom 13. Februar 2020 zu lesen ist:

Schallschutzprogramm für Norderstedter Flughafen-Nachbarn verlängert

13. Februar 2020

„Freiwilliges Lärmschutzprogramm 8++“: Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt fördern weiterhin den Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern

Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt investieren weiterhin in den passiven Schallschutz: Die Laufzeit des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8++“ wurde bis 31. Dezember 2020 verlängert. Mit dem Programm werden Wohneinheiten im Fördergebiet beim Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern unterstützt. An der Finanzierung beteiligen sich Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt zu gleichen Teilen. Das aktuelle Programm ist bereits die zweite Erweiterung des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8“, das von 2007 bis 2010 umgesetzt wurde.

Im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8++“ sollen weiterhin die jährlichen Mieteinnahmen für die Saisonparkplätze, die der Hamburger Flughafen von der Stadt Norderstedt anmietet, den Bürgerinnen und Bürgern in Form von passiven Schallschutzmaßnahmen zu Gute kommen. Hamburg Airport beteiligt sich an dem Lärmschutzprogramm, indem er die von der Stadt Norderstedt zur Verfügung gestellte Summe in gleicher Höhe in den Fördertopf gibt. Dadurch werden in diesem Jahr voraussichtlich Fördergelder in Höhe von mehr als 360.000 Euro zur Verfügung gestellt. Stadt und Flughafen tragen damit insgesamt sechs Siebtel (6/7) der umzusetzenden Maßnahmen. Das letzte Siebtel gibt jeweils der Eigentümer der geförderten, privaten Wohneinheit hinzu.

Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt fördern im Rahmen des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8++“ den Einbau von Schallschutzfenstern in Aufenthaltsräumen mit einfachverglasten Fenstern oder Isolierglasfenstern ohne Dichtungen (<30dB). Anders als im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8+“ werden dabei nicht mehr nur Schlaf- und Kinderzimmer berücksichtigt, sondern alle Aufenthaltsräume, also zum Beispiel auch Wohnzimmer. Darüber hinaus wird der Einbau von Schalldämmlüftern in Schlafräumen unterstützt. Als Alternative zu den Schalldämmlüftern bieten Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt ein elektrisches Fensterschließsystem zum automatischen Öffnen und Schließen der Fenster an.

Antragsberechtigt sind alle Norderstedter Haushalte, die innerhalb des Fördergebiets 8++ liegen. Dieses erstreckt sich über die beiden bisherigen Fördergebiete der „Freiwilligen Lärmschutzprogramme 8“ und „8+“.

285 Förderanträge über 1,3 Millionen Euro in Norderstedt genehmigt

Im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8“ (September 2007 bis Dezember 2010), seiner Erweiterung „8+“ (Januar 2017 bis Dezember 2017) und „8++“ (seit Sommer 2018) konnten Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt bereits 285 Förderanträge genehmigen und umsetzen. Rund 1,3 Millionen Euro haben der Flughafen und die Stadt insgesamt investiert. Allein mit dem jetzt verlängerten Programm „8++“ wurden bisher 115 Haushalte gefördert.

Alle Informationen zu den Lärmschutzprogrammen des Hamburger Flughafens: https://www.hamburg-airport.de/de/laermschutzprogramm.php

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