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Pro Fahrrad Initiative Norderstedt

Norderstedt hat sich erneut in einem Bundeswettbewerb zur Förderung des Radverkehrs durchgesetzt. Unter dem Vorhaben „Pro Fahrrad Initiative Norderstedt“ (03KBR0005) werden dieses Mal Finanzmittel aus dem Fördertopf der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bereitgestellt. Es handelt sich um eine Zuwendung in Höhe von gut 2,1 Millionen € bei Gesamtkosten von 3,0 Millionen € (70%). Gefördert werden investive Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs. Norderstedt konnte insbesondere mit einem vielfältigen Maßnahmenbündel zur Förderung des Radverkehrs punkten. Es wurden vorwiegend Maßnahmen ausgewählt, die mit dem Lärmaktionsplan 2013-2018 der Stadt Norderstedt beschlossen wurden.

Umgestaltung des zweiten Bauabschnitts der Ulzburger Straße mit Radfahrstreifen

Folgende Defizite liegen derzeit vor:

•    Führung des Radverkehrs auf der Ostseite auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg (Gehwegplatten) und auf der Westseite auf einem getrennten Geh- und Radweg.
•    Fehlende Aufenthaltsqualität (Einbeziehung des „Westentaschenparks Langenharmer Weg“)
•    Fehlende Verkehrssicherheit (bezogen auf den Konfliktfall Radfahrende / Zu-Fuß-Gehende in den nicht ausreichend dimensionierten Anlagen).
•    Fehlende straßenbegleitende Bäume (Grünes Rückgrat)

Künftig wird für den Radverkehr ein Radfahrstreifen mit einer Breite von 1,85 m nach den Vorgaben der ERA auf der Fahrbahn angelegt. Für den Fußverkehr sind Gehwege mit einer Mindestbreite von 2 m vorgesehen. Desweiteren soll es auch für den ÖPNV zu Verbesserungen kommen durch Bündelung von 2 Busbuchten zu einem Buskap mit den dazugehörenden Vorteilen für die Busbeschleunigung). Außerdem werden zusätzliche Querungshilfen für den Fußverkehr gebaut, um das Queren der Hauptverkehrsstraße zu erleichtern.

Die Umgestaltung der Ulzburger Straße befindet sich gerade in der Umsetzung. Bauzeit wird vermutlich bis März 2019 sein.

Anlegen eines Radfahrstreifens in der Berliner Allee

In der Berliner Allee liegen derzeit folgende Defizite vor: Auf der östlichen Seite existiert ein baulich angelegter Radweg (nicht benutzungspflichtig), auf der Westseite gibt es – bis auf die Fahrbahn – kein Angebot für den Radverkehr.
Als neues Angebot für die Radfahrende soll ein einseitiger Radfahrstreifen und bei Engstellen ein Schutzstreifen auf der Westseite nach den Vorgaben der ERA angelegt werden. Dazu ist es notwendig, den Straßenraum umzugestalten.

Im September hat eine Bürgerbeteiligung stattgefunden, die von der Politik beschlossen wurde. Eine endgültige Entscheidung über die weitere Umsetzung der Maßnahme steht noch aus.

Einrichtung einer Pilotfahrradstraße in der Coppernicusstraße

Aufgrund des Radverkehrsanteils und der Bedeutung im Radverkehrsnetz wurde die Coppernicusstraße als Pilotfahrradstraße eingerichtet. Sie verläuft parallel zu einem stark frequentierten gemeinsamen Fuß- und Radweg. Dieser Fuß- und Radweg ist sowohl Bestandteil des Radverkehrsnetzes als auch als Fußweg 1. Ordnung kategorisiert. Mit der Einrichtung der Fahrradstraße kann dieser Abschnitt für den Fußverkehr entlastet werden. So steht dem Fußverkehr mehr Fläche zur Verfügung und die Konflikte mit dem Radverkehr werden reduziert.

Die Einrichtung der Fahrradstraße ist seit Dezember 2018 abgeschlossen.

TINK-Erweiterung um Transport-Pedelecs

Es sollen 15 Transport-Pedelecs voll kompatibel in die bestehenden Mietradangebote (nextbike, TINK) integriert werden. Der Verleih erfolgt vollautomatisch mindestens über ein Terminal, eine App und das Internet inklusive einer nutzerfreundlichen Ladetechnik durch berührungslose Induktionstechnik erfolgen. Diese Maßnahme wird unterstützt von einer externen Projektsteuerung und wird begleitend evaluiert.

Die Projektsteuerung wird von der e-fect eG wahrgenommen. Derzeit läuft die öffentliche Ausschreibung für den Betrieb und die Lieferung der Transport-Pedelecs.

Erweiterung der B&R-Anlage Haslohfurth

Die B&R-Anlage Haslohfurth verfügt bisher nur über nicht überdachte Vorderradhalter, die nicht mehr zeitgemäß sind. Bei der im Jahr 2012 beauftragten Mängelanalyse von Fahrradabstellanlagen wurde eine Auslastung von über 100 % festgestellt.
Als Lösung wird eine zusätzliche Fläche befestigt, mit Bügeln versehen und überdacht. Zudem wird eine Beleuchtung installiert, die bisher nicht vorhanden ist.

Die Erweiterung ist für 2018 vorgesehen.

Die Umsetzung aller Maßnahmen muss bis zum 31.03.2020 erfolgen. Die Fortschritte zu den einzelnen Maßnahmen werden hier nach und nach ergänzt.

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