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Walter Arno (1930 - 2005) Skulptur (1969)

Chrom-Nickel-Stahl - Höhe 160 cm (inkl. Sockel)

Coppernicussstraße 1
Coppernicus-Gymnasium
22850 Norderstedt

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Skulptur

Die Norderstedter Skulptur ist eines der frühesten Beispiele von Arnos umfangreichem Werk für den öffentlichen Raum. In vielen dieser plastischen Arbeiten lässt sich seine grafische Ausbildung nachvollziehen, in der Aquarelle und Radierungen vielgestaltige, von dunklen Umrissen separierte Farbflächen den Bildraum gänzlich überziehen. Diese Konturen werden in seinen späteren Reliefs zu röhrenartigen, mechanisch anmutenden Systemen, die als Motiv Autonomie erlangen. Das Norderstedter Objekt schlägt darüber hinaus die Brücke zu jüngeren Arbeiten, in denen die gemalten Konturen zu Wulsten oder voluminösen Rohren geworden sind und nun dominieren Auffällige, sichtbar belassene Schweißnähte dienen als deutlicher Verweis auf den Herstellungsprozess der Stahlplastik. Sie fügen die unterschiedlich großen Metallflächen unregelmäßig aneinander und überführen gleichzeitig die Gespinste der Aquarelle aus der frühen Werkphase in schweren und martialisch wirkenden Stahl. Was in der Zeichnung sich überlagernde, sich an die Form herantastende Linien waren, erscheint in der Übertragung ebenso forschend, sogar organisch und verräumlicht. Vorsprünge und Einzüge ergänzen mittels eines starken Licht- und Schattenspiels diese Gestaltung. Arno war u. a. an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg tätig, wo Hermann Stehr zu seinen Studierenden zählte.

Text: Susanne Schwertfeger