Uwe Fossemer (geb. 1942) ohne Titel (2008)
Glasmalerei; je H: 30 cm, B: 80 cm
Poppenbütteler Str. 230
Mensa Schulzentrum-Süd
ohne Titel (2008)
Bunte Lichtflecken tauchen bei Sonnenschein auf dem Fußboden der Mensa im Schulzentrum-Süd auf und beleben ihn in allen Farben des Regenbogens. Ihren Ursprung haben sie in den vier Dachgauben, wo jeweils ein vom Glaskünstler Uwe Fossemer gestaltetes Fensterpaar sich zu einer insgesamt achtteiligen Erzählung verbindet. In der Bildfolge erzählt sich die Geschichte von der Ordnung des Chaos bis hin zur intellektuellen Reflexion, angeleitet in der Gemeinschaft. Im letzten Feld befinden sich Kinderfiguren, stellvertretend für diejenigen, die unter dem Kunstwerk lernen, essen und sich austauschen. Wie auch in Harald Duwes Das System des Coppernicus werden Lernen und Erkenntnis hier symbolisch ausgedrückt. Bei Sonnenschein verbinden sich Kunst und Realität im Raum über die Strahlen, denn Glasmalerei besitzt immer einen räumlichen Bezug, sie greift in die Erscheinung und Wahrnehmung von Architektur ein. Dafür macht sich Fossemer macht nicht nur dessen Strahlkraft zunutze, sondern beeinflusst die Intensität der Farbe durch die Dicke des Materials: Durch pointiertes Schleifen des Glases entstehen unterschiedliche Nuancen, die ebenfalls auf das Bild einwirken. Neben dem Lichtband in der Mensa hat Fossemer auch andere öffentliche und sakrale Werke geschaffen. Seine künstlerische Formensprache ist vielfältig und umfasst figürlichen und gegenstandslosen Ausdruck. Das Lichtband in der Mensa verbindet beide Aspekte und wurde speziell für die Deckenhöhe gestaltet.
Text: Susanne Schwertfeger