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Ingo Warnke (geb. 1966) WabenStein (2013)

Anröchter Dolomit; d: 240 cm

Falkenbergstr. 25
Gymnasium Harksheide

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WabenStein (2013)

Auf einer Erderhebung am Pausenhofrand ruhend, ist das WabenStein leicht zur Mittagssonne ausgerichtet. Seine runde Form nimmt den Grundriss des naturwissenschaftlichen Trakts der Schule auf, zu dessen Einweihung Warnke das fünf Tonnen schwere Objekt 2013 schuf, nachdem er den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnenen hatte. Die Arbeit ist in Sichtweite des Neubaus und gegenüber dem Eingang des Hauptgebäudes platziert, den die abstrakte Flügelform von Ulrich Beier ziert. Wabenformen sind als asymmetrische Intarsien auf der steinernen Oberfläche verteilt. Bearbeitungsspuren umlaufen den Rand des Werks als Ornament. Sowohl die honigfarbenen und kristallinen Hexagone aus Anröchter Dolomit-Kalksandstein als auch der grünlich-blaue Diskus selbst schimmern bei Regenwetter kontrastreich. Als Schüler von Jan Koblasa in der Bildhauerklasse der Muthesius Kunsthochschule in Kiel arbeitet Warnke gerne mit solchen Effekten. Die Natur und die Erde als Sujet sind bei beiden Künstlern präsent. Der Norderstedter WabenStein wurde von Warnke durch seine Beschäftigung mit den Kliffhonigbienen in Nepal und deren drohendem Aussterben inspiriert. Das Werk besitzt ebenfalls eine mystische Komponente, den es verweist in seiner Form und Gestaltung auf die Himmelsscheibe von Nebra, die als Symbol des Kosmos interpretiert wird. So fordert das Werk an seinem Standort vor dem naturwissenschaftlichen Trakt eine multidimensionale Sichtweise ein.

Text: Britta Kersten