Ane Königsbaum (geb. 1957) TRIFORMATION (2003)
Bodeninstallation: Beton im Kiesbett; L: 12 m, B 6: m
Friedrichsgaber Weg 290
Stadtmuseum Norderstedt
Triformation (2003)
Das Veranstaltungszentrum TriBühne ist ein wichtiger Ort des kulturellen Austauschs in Norderstedts Zentrum. TRIFORMATION nutzt dessen markanten trapezförmigem Grundriss als Vorlage und überträgt ihn ans Stadtmuseum. Entsprechend geformte Betonplatten sind dort in einem Kiesbett zwischen Feuerwehr und Museum platziert. Axial angeordnet, bilden sie sternförmig verlängerte Muster. TRIFORMATION erinnert an Konzepte der Minimal Art, wie sie in den 1960er Jahren in den USA als Reaktion auf den abstrakten Expressionismus entstanden. Hier dominierte nicht die künstlerische Handschrift, sondern Material, Form und Raum. Dieser Stil ist auch bei Carl Andre zu finden, dessen Bodeninstallationen ganze Räume definieren.
Ane Königsbaum studierte freie Kunst und Fotografie. Ihre Arbeiten setzen sich konzeptuell mit den Phänomenen Kunst, Raum und Zeit auseinander. TRIFORMATION verbindet formal die triBühne und Norderstedt, repräsentiert durch das Stadtmuseum. Ein Jahr nach Fertigstellung wurden für eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Straßensozial-Projektes Lichtblick 100 Platten, die seitdem den Eigennamen »NorderstedtPflaster«tragen, an Norderstedter Bürgerinnen und Bürger verkauft. TRIFORMATION ist daher nicht nur eine Synthese von Kulturraum und Kulturpraxis, sondern zugleich ein symbolisches Fundament für die geförderte Straßensozialarbeit in Norderstedt. Genau gegenüber dem Eingang zum Museum findet sich eines der Straßenbilderschilder von gagel.