Alfred Schmidt (1914-2009) Sonnenuhr (1988)
Edelstahl; H: 390 cm
Helgolandstr. 26
Sonnenuhr (1988)
Zu dem von Alfred Schmidt gestalteten Objekt gehört ein in einem Viertelkreis gebogener Edelstahlträger, von dessen Ende ein knapp vier Meter hohes Lot aus glänzendem Edelstahl im Boden verankert ist. Gegenüber befinden sich sieben Hocker in einem Halbkreis. Stählerne Ziffern an den Sockeln markieren die Stunden von neun bis fünfzehn Uhr, die Sonnenuhr ist ablesbar durch den Schatten des Lots. Das Werk ist Teil eines thematischen Rundgangs durch die Stadt, der sich spielerisch mit der Geschichte des Ortes auseinandersetzt. Die Uhr verweist auf die Sonnenbahn und die Tradition der Sonnenbeobachtung. Sonnenuhren haben eine lange Geschichte: Vor 4000 Jahren entwickelte der Mensch anhand dessen Methoden zur Zeitmessung. Über die Jahrhunderte entstanden diverse Typen zur Sonnenstandserfassung. Schmidts Sonnenuhr betont die Funktionalität und Tradition dieser Technik in Zeiten von digitalen und analogen Uhren. Sie bietet durch den großen Träger und die Hocker einen Raum, in dem Zeit visuell greifbar wird.
Alfred Schmidt, 1914 in Dresden geboren, stammt aus einer Künstlerfamilie. Er erlernte Schmiedekunst in der Werkstatt seines Großvaters. Für Norderstedt gestaltete er mehrere Werke, darunter beispielsweise die Wappenwand und Max und Moritz.
Text: Matthea Hinderer