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MobilitätsWerkStadt 2025 – MobiLe (Mobilitätswende @ Lebensqualität)

Wettbewerb MobilitätsWerkStadt 2025

Mit dem Wettbewerb „MobilitätsWerkStadt 2025“ sucht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach innovativen kommunalen Modellprojekten, um eine nachhaltige Mobilität in Deutschland voranzutreiben und einen aktiven Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Norderstedt hat sich mit dem Forschungsvorhaben MobiLe an diesem Wettbewerb beteiligt und wurde als eine von 47 Kommunen ausgewählt.

Gemeinsam mit Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sollen innovative Lösungen entwickelt und in der Praxis erprobt werden. Darüber wird Umsetzungswissen vermittelt, mit dem Fortschritte hin zu einer nachhaltigen urbanen Mobilität erreicht werden können. Anfang 2020 konnte mit Phase I begonnen werden, die für 1 Jahr mit Mitteln von 100.000 € gefördert wird.

Näheres zum Wettbewerb MobilitätsWerkStadt 2025 erfahren Sie hier und hier.

Projektbeschreibung MobiLe

Der Verkehr stellt nach wie vor ein besonderes Problem für eine nachhaltige Entwicklung dar. An der Ausgestaltung des Verkehrssystems muss sich deshalb auch in Norderstedt etwas ändern: Eine Mobilitätswende ist nötig. Das kommunale Mobilitätsverhalten wird maßgeblich durch die in den Kommunen ehrenamtlich tätigen Verkehrspolitikerinnen und -politiker beeinflusst. Für sie soll MobiLe einen verständlichen Zugang zur Komplexität des Verkehrssystems und somit ein solides Verständnis für die Wirkungszusammenhänge schaffen. Als vertrautes Bild dafür dient das Mobile, bei dem die Verschiebung eines Bestandteils das gesamte System in Bewegung bringt und neu positioniert.

Zur systemischen Betrachtung des kommunalen Verkehrssystems von Norderstedt wird mit den Forschungspartnern e-fect, LK Argus und den beiden Verkehrsökologie-Professoren der Hochschule Karlsruhe und der TU Dresden ein gesamtstädtisches Grundmodell entwickelt. Als methodische Grundlage dient das Sensitivitätsmodell von Prof. Frederic Vester. MobiLe bildet die Ursachen für den Verkehr, das Verkehrsgeschehen selbst und dessen Auswirkungen ab und setzt diese miteinander in Beziehung. Politische Entscheidungen beeinflussen dieses komplexe System. In Simulationen können deren Auswirkungen schon vorab aufgezeigt werden. Dadurch unterstützt MobiLe die Kommunalpolitiker/-innen bei ihrer verkehrswirksamen Entscheidungsfindung.

In Phase 1 des Wettbewerbs (1 Jahr) wird das Grundmodell sowie deren Anwendung in drei Workshops mit Teilnehmenden aus Politik, Forschung und Verwaltung erarbeitet.

Workshops mit der Norderstedter Politik

  • Workshop 1:

Der erste Politik-Workshop fand am 05.09.2020 statt. Ziel des Workshops war es, die Politikerinnen und Politiker in die vereinfachte Abbildung der Komplexität des kommunalen Verkehrssystems durch MobiLe einzuführen. Unterstützt wurde das Norderstedter Projektteam von Stefan Löchtefeld (e-fect) und Prof. Dr. Jochen Eckart (Hochschule Karlsruhe; Technik und Wirtschaft). Prof. Eckart zeigte den Teilnehmenden den Unterschied und Mehrwert von MobiLe im Vergleich zu den für Verkehrsplanungen meist eingesetzten klassischen Verkehrsmodellen. In der anschließenden Diskussion mit der Politik konnten wichtige Ergänzungen für MobiLe herausgearbeitet werden.

  • Workshop 2:

Der zweite Workshop am 21.11.2020 wurde wieder von e-fect moderiert. Diesmal standen die Maßnahmen im Mittelpunkt, die einen fördernden oder hemmenden Einfluss auf die Stellgrößen des Modells haben. Dabei wurde zunächst die städtische Bauleitplanung betrachtet, der für den kommunalpolitischen Alltag häufigste Anwendungsfall. Unterstützt wurde das Norderstedter Projektteam in diesem Workshop außerdem von Dr.-Ing. Eckhart Heinrichs (LK Argus, Berlin). Er präsentierte den Teilnehmenden gelungene Beispiele zum Umbau von Straßen.

  • Workshop 3:

Workshop 3 ist für das 1. Quartal 2021 geplant.

Ausblick auf Phase II

Im Zeitraum Dezember 2020 bis März 2021 läuft die Auswahl der Teilnehmenden für die Phase II des Wettbewerbs „MobilitätsWerkStadt 2025“. Auch dafür hat sich Norderstedt beim BMBF beworben. MobiLe soll weiterentwickelt, anhand von Praxisbeispielen erprobt und auch der Öffentlichkeit in Norderstedt vermittelt werden.


Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung unter dem Förderkennzeichen 01UV2049 gefördert.

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