Sprungziele
Inhalt

Radverkehr

 

Bei Strecken im Umkreis von fünf Kilometern ist das Fahrrad erwiesenermaßen das schnellste und flexibelste Verkehrsmittel. Durch eine strategische Förderung des Fahrradverkehrs möchte Norderstedt langfristig zu einer "fahrradfreundlichen" Kommune werden und den Fahrradanteil am Modal Split von 19 Prozent auf 22 Prozent erhöhen. Ein wichtiger Baustein ist dabei das Fahrradverleihsystem, das die Stadtverwaltung als weiteres öffentliches Verkehrsangebot eingeführt hat.

Es gibt viele schlagkräftige Argumente, sich mit dem Fahrrad fortzubewegen.

Fahrradfahrer leben gesünder

  • Radfahren fördert die Gesundheit.
  • Radfahrende haben weniger Stress, weil sie nicht im Stau stehen und sich auf Parkplatzsuche begeben müssen 
  • Zudem halten Sie sich fit und verbrennen mehr Kalorien als beim Autofahren.

Schnelle Umsteigebeziehungen
An allen U-/AKN-Haltepunkten befinden sich zahlreiche Fahrradabstellanlagen. Die zentralen Bushaltestellen verfügen teilweise über Abstellplätze. In der Regel kann das Fahrrad mit direktem Zugang zum Bahnsteig und überdacht abgestellt werden. Mit Ausnahme von 6-9 Uhr und 16-18 Uhr ist sogar eine kostenlose Mitnahme in den U-/AKN-Bahnen möglich.

Umweltfreundlich und leise
Wer mit dem Fahrrad fährt, bewegt sich umweltbewusst und leise und leistet so einen Beitrag zu einer nachhaltigen Verbesserung der Norderstedter Verkehrssituation.

Gute Infrastruktur
Norderstedt baut sein Fahrradwegenetz sukzessive aus. Neben einer wegweisenden Beschilderung für freizeitorientierte Routen verfügt Norderstedt über 100 Fahrradabstellanlagen im Stadtgebiet.

Norderstedter Radtourenprogramm 2019
Der ADFC bietet Ihnen auch 2018 wieder über 90 attraktive Radtouren zu reizvollen Zielen in der Umgebung. Termine und Touren finden Sie unter Radtourenprogramm 2019

Fahrradverleihsystem nextbike und TINK
Am 12. April 2011 hat die Stadt Norderstedt ein weiteres öffentliches Verkehrsangebot eingeführt: die Leihräder von nextbike. Das Angebot der Leihräder wurde im Juli 2016 um Transporträder erweitert.

An folgenden Stationen stehen insgesamt 90 normale Mieträder und 24 Transporträder (16 einspurige und acht zweispurige) bereit:

  • Norderstedt-Mitte
  • Herold Center
  • Glashütte Markt
  • Harksheide Markt
  • Quickborner Straße
  • Freizeitbad Arriba
  • Ulzburger Straße in Höhe REWE
  • Schmuggelstieg
  • Stadtpark
  • Richtweg
  • Ulzburger Straße / Buchenweg
  • Gutenbergring / Rudolf Dankwardt GmbH
  • Ochsenzoller Straße / Hogenfelde
  • Gutenbergring / SELGROS
  • Hempels
  • Segeberger Chaussee Höhe Hausnr. 137
  • Ulzburger Straße / Bahnhofstraße.

Die Verleihsysteme in Quickborn und Norderstedt sind miteinander vernetzt. Es ist auch möglich, die Mieträder an den U-Bahn-Stationen Langenhorn Nord und Niendorf Nord abzugeben. Alle Stationen verfügen über eine Stele mit Kommunikationseinheit.
Die Ausleihe sowie die Rückgabe der Leihräder erfolgt per Kundenkarte, per App oder mit dem Mobiltelefon. Die Mietfahrräder müssen nicht an den Ausgangspunkt zurückgebracht, sondern können an einer beliebigen Station im Stadtgebiet, in Quickborn oder in Hamburg an den genannten Stationen zurückgegeben werden. Es können bis zu 4vierFahrräder gleichzeitig ausgeliehen werden.


Wie wird man Kundin/Kunde?
An allen Stationen ist eine Registrierung vor Ort möglich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich im Internet unter www.nextbike.de oder per Telefon zu registrieren. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen die Kreditkartenzahlung oder das Lastschriftverfahren zur Auswahl. Bei Bezahlung mit Kreditkarte können die Leihräder sofort ausgeliehen werden, bei Wahl des Lastschriftverfahrens nach ca. drei Tagen.

Was kostet es?
Als Besonderheit bietet das Norderstedter Fahrradverleihsystem eine kostenfreie Ausleihe von 30 Minuten pro Tag. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Tarifübersicht:

Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen (TINK)

TINK steht für die Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen und ist ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt.
TINK wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für drei Jahre im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans 2020 (NRVP) gefördert. Für TINK erweitert nextbike sein Angebot seit dem 01. August 2018 um 24 Transporträder in Norderstedt, die an den bekannten nextbike-Stationen entliehen werden können. Das Ziel von TINK ist die flächendeckende Verfügbarkeit funktionaler, klimafreundlicher Transporträder für alle.

Fahrradparkhaus Norderstedt

Die Stadt Norderstedt verfügt in Norderstedt-Mitte über eine Radstation. Somit können dort Fahrräder komfortabel und sicher abgestellt werden.

225 Doppelstockparker (450 Abstellplätze) verteilen sich über 2 Etagen. Neben der Abstellmöglichkeit bietet die Radstation weitere Dienstleistungen an: In der integrierten Werkstatt werden kleinere Reparaturen durchgeführt sowie Ersatzteile und Zubehör rund ums Fahrrad angeboten. Betrieben wird die Radstation von der AWO Hamburg Dienste GmbH.

Wer ein Fahrrad in der Radstation abstellen möchte, muss sich einmalig unter Vorlage des Personalausweises anmelden. Nach der Anmeldung wird eine Chipkarte überreicht, mit der sich die Tür zum Parkhaus jederzeit öffnen lässt.
Für das ganze Jahr müssen 70 Euro entrichtet werden. Ein Tag liegt bei 70 Cent. Daneben besteht die Möglichkeit, eine Zehner-Karte für 7 Euro zu erwerben.
Die Radstation befindet sich zwischen der Tribühne/dem Rathaus und dem Haltepunkt Norderstedt Mitte.

SHOP · WERKSTATT · VERLEIH

Mo. - Fr. 07:00 – 19:30 Uhr
Sa. 09:00 - 15:00 Uhr (Sa. kein Werkstattbetrieb)
So. 09:00 – 13:00 Uhr * (So. kein Werkstattbetrieb) *Nur von April bis September (Rückgabe Mieträder auch außerhalb der Öffnungszeiten)

Parken:
Immer (mit Chipkarte) 

Verkehrsregeln Radverkehr

Wissenswertes
Die Stadt Norderstedt fördert den Radverkehr seit vielen Jahren. Gleichwohl ist es vereinzelt erforderlich, Beschränkungen für den Radverkehr durch Verkehrszeichen vorzusehen. Da die Bedeutung der Verkehrszeichen oftmals in Vergessenheit geraten ist, möchten wir Ihnen hier einige hilfreiche Erklärungen an die Hand geben.
Grundsätzliches zur Radwegebenutzungspflicht:

Radwege müssen nur dann benutzt werden, wenn sie ausgeschildert sind - die sogenannte Radwegebenutzungspflicht. Fehlt es an entsprechender Beschilderung, darf der/die Radfahrer/in die Fahrbahn benutzen. Obwohl diese Regel bereits seit 1998 gilt, ist sie leider nicht bei allen Autofahrern/Autofahrerinnen bekannt.

Folgende Ausnahmen gelten bei der Benutzungspflicht:

  • Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen; eine Aufsichtsperson ist insbesondere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Wichtige Verkehrszeichen für den Radverkehr
  • Radweg
  • Benutzungspflichtiger Radweg
  • Alle Radfahrer/-innen müssen den Radweg benutzen.
  • Gehweg
  • Radfahrer frei   
  • Gehweg


Im Ausnahmefall kann der Radverkehr durch Zusatzzeichen freigegeben sein. In diesem Fall muss auf den Fußgängerverkehr Rücksicht genommen werden. Es darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

  • Gemeinsamer Geh-und Radweg
  • Benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh- und Radweg

Der Radweg muss benutzt werden. Die Verkehrsfläche wird unabhängig von der Befestigungsart gleichberechtigt von den Verkehrsteilnehmern/Verkehrsteilnehmerinnen genutzt. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen.

  • Getrennter Geh- und Radweg
  • Benutzungspflichtiger getrennter Geh- und Radweg

Alle Radfahrer/innen müssen den abgetrennten Radweg benutzen.

  • Verkehrsberuhigter Bereich

Alle Verkehrsteilnehmer/-innen teilen sich die Verkehrsfläche. In diesen Straßen ist ausschließlich Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Fußgänger/-innen dürfen die Straße in gesamter Breite benutzen. Da Kinderspiele überall erlaubt sind, ist besonders auf spielende Kinder zu achten.

  • Tempo 30-Zone    

Der Radverkehr erfolgt auf der Fahrbahn, vorhandene rechte Radwege dürfen jedoch genutzt werden. Kinder unter 8 Jahre müssen den Gehweg nutzen.

  • Fahrradstraße     


Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.
Das nebeneinander Fahren mit Fahrrädern ist erlaubt.Kinder unter 8 Jahre müssen den Gehweg nutzen.

  • Durchlässige Sackgasse    
  • Durchlässige Sackgasse für Fußgänger/-innen und Fahrradfahrer/-innen

Für den Radverkehr gibt es am Ende der Straße eine Durchfahrtmöglichkeit.

  • Beide Richtungen    

Der Radweg wird aus beiden Richtungen genutzt. Die gegenläufige Benutzung erfordert besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme bei Grundstückseinfahrten und in Kreuzungsbereichen, da Autofahrer beim Abbiegen oft nur auf Fahrzeugverkehr von links achten und nicht den von rechts kommenden Radfahrer.

  • Kreisverkehr    

Auch für den Radfahrer gilt hier das Rechtsfahrgebot. Radfahrer müssen also den Radweg gegen den Uhrzeigersinn fahren. 

  • Einbahnstraße Radfahrer frei

Radfahren entgegen der Einbahnstraßenrichtung ist erlaubt. An gleichberechtigten Kreuzungen/ Einmündungen gilt die Regel Rechts-vor-Links.

Sofern Radwege auf beiden Straßenseiten vorhanden sind, darf nur der in Fahrtrichtung rechte Radweg genutzt werden. Das gilt auch für die Radfahrerschutzstreifen.
Auch wenn Sie selbst alles richtig machen, kann es an einigen Stellen durch die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer gefährlich werden. Insofern rechnen Sie auch immer mit Fehlern anderer und beharren Sie nicht auf Ihren Rechten. Achten Sie als Radfahrer/in im eigenen Interesse auf folgende Punkte:

Sie werden von Autofahrern beim Herausfahren aus einer Ausfahrt, einer Einmündung oder beim Abbiegen leider oft übersehen. Dieses gilt insbesondere beim Fahren auf der linken Seite.
Autofahrer oder deren Beifahrer öffnen die Autotür oftmals, ohne auf Radfahrer zu achten.
LKW-Fahrer sehen Sie häufig nicht im Rückspiegel, da Sie sich mit Ihrem Rad im sogenannten „toten Winkel“ befinden.

Ein Miteinander im Straßenverkehr ist möglich, nehmen Sie dafür Rücksicht auf andere und beachten Sie die Verkehrsregeln.