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Ein »gARTENreich« für Norderstedt: Wie der naturnahe Garten im Sommer besonders wertvoll wird

Dienstag, 25. August 2026

Norderstedt. Um dem Rückgang vieler Tier- und Pflanzenarten sowie von Lebensräumen entgegenzuwirken, möchte die Stadt Norderstedt Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zu einem „gARTENreich“ in Norderstedt inspirieren - und bei der Umsetzung unterstützen. Ein naturnah gestalteter Garten ist im Sommer besonders wertvoll. Er bietet für viele Tiere Nahrung, Schutz und Wasser, verbessert das Mikroklima und hilft der Natur in Anbetracht des Klimawandels, längere Hitzeperioden besser zu überstehen. Private Gärten schaffen Rückzugsorte, vernetzen Grünflächen und fördern die biologische Vielfalt.

Hier Tipps für ein „gARTENreich“ im Spätsommer:

Wasserstelle: Da auch Tiere auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angewiesen sind, ist eine ganzjährige Wasserstelle, besonders bei längerer Hitze, eine große Hilfe. Wichtig: Achten Sie auf eine regelmäßige Reinigung sowie Steine oder Holzstücke als Ausstiegshilfe.

Heimische Pflanzen: Natürlich vorkommende Stauden wie Natternkopf, Schafgarbe, Katzenminze oder auch eine Mischung von mehrjährigen Wildblumen, Wildkräutern oder Gräsern bieten Nahrung für Insekten. Gehölze wie Felsenbirne, Kornelkirsche, Hainbuche oder Eberesche schaffen zusätzliche Lebensräume für Vögel und andere Tiere.
Strukturen schaffen: Mehr Vielfalt entsteht durch natürliche Strukturen wie Totholz, Steinhaufen, Trockenmauern, Sandarien oder (Totholz-) Hecken. Sie bieten Unterschlupf, Brutplätze und Nahrung. Auf Schottergärten sollte dagegen verzichtet werden, da sie keinen ökologischen Nutzen haben und sich stark aufheizen. Die Landesbauordnung Schleswig-Holsteins ordnet daher auch eine Wasserdurchlässigkeit und Begrünung unbebauter Flächen an.

Torf- und giftfrei Gärtnern: Wer torffreie Erde verwendet, schützt die letzten noch vorhandenen Moore und damit zugleich das Klima. Auch der Verzicht auf Pestizide schont Boden, Gewässer, Nützlinge und Pflanzen.
Richtig Gießen: Beim Gießen gilt: lieber seltener, dafür reichlich. Regenwasser aus (abgedeckten) Tonnen oder Fässern ist dafür ideal. Junge Bäume benötigen bei längerer Trockenheit etwa einmal pro Woche rund 100 Liter Wasser.

Auf www.norderstedt.de/gartenreich finden Interessierte weitere praktische Tipps, Pflanzempfehlungen und Anleitungen für mehr Natur im eigenen Garten. Das Projekt basiert auf dem bundesweiten Projekt gARTENreich. Mehr Informationen auch unter: www.gartenreich-projekt.de