Ein »gARTENreich« für Norderstedt: Garten im Herbst naturnah gestalten
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Norderstedt. Um eine möglichst große Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume zu erhalten, möchte die Stadt Norderstedt Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zu einem „gARTENreich“ in Norderstedt inspirieren und sie bei der Umsetzung unterstützen. Ein naturnaher Garten bietet vielen Tieren Nahrung, Schutz und Wasser und verbessert das Mikroklima. Private Gärten können daher einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Rückzugsorte schaffen, Grünflächen verbinden und die biologische Vielfalt direkt vor der eigenen Haustür fördern.
Hier einige Tipps für ein „gARTENreich“ im Herbst:
Nistkästen reinigen: Nistkästen sind wertvolle Schutzräume für viele heimische Vögel und Fledermäuse. Um eventuell vorhandene Parasiten zu entfernen, sollten Nistkästen einmal im Jahr gereinigt werden. Dabei sollte mit Handschuhen und Mundschutz das Nistmaterial aus den Kästen über einem Müllbeutel trocken ausgebürstet werden. Bei starkem Parasitenbefall sollten die Kästen mit klarem Wasser ausgespült werden.
Totholz als Gestaltungselement: Abgestorbene Gehölze sind ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier-, Pilz-, und Pflanzenarten. Gut positioniere Baumstümpfe oder Äste können als Nahrungsquelle und Unterschlupf für beispielsweise Käfer, Vögel oder Igel dienen und sind zudem ein schönes Gestaltungselement im Garten.
Laub und Schnittgut liegen lassen: Auch Laub und Schnittgut tragen zum Schutz vieler Lebewesen bei. Sie dienen ihnen als Unterschlupf und schützen den Boden vor Frost und Austrocknung. Daher sollte Laub und Schnittgut entweder liegen gelassen oder zu einem Haufen zusammenkehrt werden. Außerdem sollten Kellerschächte abgedeckt werden, um zu vermeiden, dass Kleintiere durch eine Laubansammlung in die Schächte hineinfallen.
Botanische Blumenzwiebeln und Obstbäume pflanzen: Damit im nächsten Frühling bereits die ersten Farbtupfer in der noch grauen Landschaft zu sehen sind, sollten jetzt Blumenzwiebeln, zum Beispiel von Tulpen, Krokussen, Narzissen, Schneeglöckchen oder Winterlingen, in den Boden gesetzt werden. An der Blütenpracht erfreuen sich nicht die Augen, sondern auch junge Wildbienen und andere Insekten, die im Frühjahr schlüpfen. Auch Obstbäume können jetzt gepflanzt werden, da der Boden noch warm und frostfrei ist. Bestehende Bäume können mit weißer Kalkfarbe angestrichen werden. So werden Frost- und Spannungsrisse durch zu große Temperaturunterschiede vermieden.
Auf www.norderstedt.de/gartenreich finden Interessierte weitere praktische Tipps, Pflanzempfehlungen und Anleitungen für mehr Natur im eigenen Garten. Das Projekt basiert auf dem bundesweiten Projekt gARTENreich. Mehr Informationen auch unter: www.gartenreich-projekt.de.