Sprungziele
Inhalt

gARTENreich: Eichenprozessionsspinner

Schon gewusst? Eichenprozessionsspinner sind heimische Nachtfalter. Die Raupen schlüpfen zwischen Anfang April und Anfang Mai und ernähren sich von Blättern und Knospen der Eichenbäume – daher ihr Name. Sie durchlaufen mehrere Larvenstadien bis sie sich in Gespinstnestern verpuppen und von Ende Juli bis Anfang September als Falter fliegen. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, leben die Raupen in Gruppen und bilden ab dem dritten Larvenstadium giftige Brennhaare aus, die bei Menschen und Tieren zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen, Augenreizungen oder Atembeschwerden führen können.

Ökologischer Nutzen

  • Trotz der gesundheitlichen Risiken, die sie beherbergen, haben die Raupen auch eine wichtige Rolle im Ökosystem: Eichenprozessionsspinner sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten (darunter Meisen), Käfer und Fledermäuse. Und sie tragen mit ihren Ausscheidungen von den gefressenen Eichenblättern zum natürlichen Nährstoffkreislauf im Wald bei.

Was tun bei Begegnung?

  • Halte Abstand von betroffenen Bäumen
  • Entferne Nester niemals selbst! Ob eine Entfernung des Nestes erforderlich ist, wird von Fachpersonal geprüft. Wende Dich hierfür an das Betriebsamt Norderstedt (Betriebsamt@norderstedt.de)
  • Melde gesichtete Nester dem Betriebsamt (Die Raupen sind zwar nicht meldepflichtig, jedoch helfen Meldungen für eine bessere Einschätzung der Verbreitung.)
  • Achtung - Verwechslungsgefahr! Die Raupen der Gespinstmotte werden oft mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners verwechselt. Sie bilden ebenfalls weiße Nester in Bäumen und Sträuchern, dabei sind die Raupen der Gespinstmotte vollkommen harmlos.
  • Bei Kontakt mit den Brennhaaren: Kleidung sofort wechseln & waschen, gründlich duschen (auch Haare), bei starken allergischen Reaktionen umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen
  • Wer bei sich im Garten vorbeugen möchte, kann Nistplätze für natürliche Fressfeinde schaffen (zum Beispiel Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen aufhängen)

Vorsicht, Abstand und richtige Einschätzung helfen, Risiken zu vermeiden – und gleichzeitig das ökologische Gleichgewicht zu schützen.