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Tanzen für alle: Stadt lädt gemeinsam mit dem Verein »Chaverim« zum »tanzlab Norderstedt« ein

Mittwoch, 27. September 2023

Norderstedt. Im November geht das „tanzlab Norderstedt“ in die zweite Runde. Mit diesem ganz besonderen Format wird eine zeitgenössische Tanz-Vermittlung angeboten, welche eine inklusive, generationenübergreifende und breit durchmischte Gruppe an Tanzinteressierten zusammenbringt. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Stadt (Amt für Bildung und Kultur) und des Norderstedter Vereins „Chaverim – Freundschaft mit Israel“ sowie des Vereins „sense the steps“.

Teilnehmen können interessierte Menschen ab 13 Jahren, die Freude an Bewegung haben. Eingeladen sind junge und ältere, behinderte und nicht behinderte Menschen sowie Tanzinteressierte unterschiedlicher Erfahrung und Herkunft. Es sind keine Tanzkenntnisse notwendig. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. „Wir möchten nicht, dass etwaige Barrieren von der Teilnahme abhalten, wir möchten, dass wirklich alle, unabhängig von Herkunft, Vorkenntnissen körperlichen Einschränkungen und auch finanziellen Möglichkeiten an diesem außergewöhnlichen Projekt teilnehmen können. Aus diesem Grund ist das Angebot niedrigschwellig und bewusst kostenfrei gestaltet“, sagt Dieter Powitz, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur der Stadt Norderstedt.

Unter der Leitung der Choreografinnen Mirjam Gurtner (Berlin/Basel) und Elena Morena Weber (Zürich) lernen Tanzinteressierte im November zwei Wochen lang die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes kennen. Improvisation und das gemeinsame Arbeiten als Gruppe stehen im Vordergrund. Thema der Projektwochen und Ausgangspunkt der Bewegungsrecherche ist „OFF:BALANCE“.

Was bringt uns in und aus der Balance? Wie gehen wir mit Kontrolle und Risiko um? Wie stellen wir Gleichgewicht her? Mit dem Körper wird tänzerisch erkundet, wie Gleichgewicht und Stabilität, aber auch Kippmomente hergestellt werden. Das Thema der Stabilität/Instabilität hat in der Arbeit von Mirjam Gurtner einen zentralen Stellenwert und eignet sich sehr gut, um ihre künstlerische Praxis einer gemischten Gruppe innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens näherzubringen. Zentral ist auch der Ansatz der sogenannten Echtzeit-Komposition. In einem Rahmen von festgelegten Spielregeln kann und soll die Form der Bewegung improvisiert werden. In diesem Spielraum wird die Suche nach einer gemeinsamen Bewegungssprache möglich.

„Das diesjährige tanzlab Norderstedt ist ein Projekt, das Experimente wagt“, sagt Projektkoordinatorin Maria Stabel vom Amt für Bildung und Kultur. Die Resonanz sei bereits jetzt sehr gut, 16 Interessenten hätten sich bereits angemeldet, insgesamt wird mit zwei Gruppen mit jeweils 16 Teilnehmenden geplant. „Einige der Teilnehmenden sind erneut dabei, sie waren beim ersten tanzlab Norderstedt dabei und begeistert und haben sich prompt wieder angemeldet. Wenn sich nun noch ein paar weitere Männer und auch Jugendliche anmelden, haben wir eine gute Mischung“, sagt Maria Stabel.

Wohin das tanzlab Norderstedt am Ende führen wird, ist bewusst offen gestaltet. „Es ist ein im besten Sinne identitätsstiftendes Experiment, in dem wir forschen, uns auf eine Reise begeben“, sagt Dieter Powitz. „Wir wollen sehen, wie sich das Projekt entwickelt, in zwei, vier, oder auch acht Jahren. Diese Form von Community-Tanz entfaltet durch seine Authentizität eine ganz eigene künstlerische Qualität und wird die Menschen bereichern.“

Die Proben finden im Festsaal am Falkenberg, Langenharmer Weg 90, statt. Um eine intensive Tanzarbeit zu ermöglichen, werden zwei Gruppen angeboten. Gruppe 1 probt an vier Terminen nachmittags von 14 bis 17 Uhr, Gruppe 2 probt ebenfalls an vier Terminen am Abend, jeweils von 18 bis 21 Uhr. An weiteren fünf Terminen wird zusammen getanzt und das erarbeitete Material zusammengeführt. Abschließend ist eine öffentliche Aufführung für Familie, Freunde und alle anderen Interessierten geplant. Diese öffentliche Werkschau findet am Sonnabend, 25. November, von 18 Uhr an im Festsaal am Falkenberg statt, auch diese wird kostenfrei sein.

Fragen und Anmeldungen:
Projektkoordination, Maria Stabel, Amt für Bildung und Kultur Norderstedt, Maria.Stabel@Norderstedt.de,  Tel.  +49 40 535 95-957