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Pilotprojekt gestartet: Seniorinnen und Senioren bekommen auf Wunsch »Norderstedter Hausbesuch«

Freitag, 19. Juli 2024

Norderstedt. Die Stadt Norderstedt bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten, sich zu allen Fragen rund ums Älterwerden zu informieren, sich beraten zu lassen oder bei Bedarf die richtige Unterstützung zu bekommen. Aber nicht allen Menschen sind diese Angebote beziehungsweise die Nutzungsmöglichkeiten bekannt. Die Stadt hat daher gemeinsam mit der Diakonie Altholstein das dreijährige Pilotprojekt „Norderstedter Hausbesuch“ gestartet. Auf eigenen Wunsch, und für die Nutzerinnen und Nutzer komplett kostenfrei, bekommen Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren bis zu dreimal die Möglichkeit, mit speziell geschulten Beraterinnen der Diakonie ausführliche Gespräche zu führen. Sei es im Zuhause der älteren Menschen oder an einem anderen Ort, zum Beispiel im Rathaus. „Davon werden die Menschen in unserer Stadt profitieren, die wir bislang mit den vielfältigen Angeboten noch nicht erreichen“, sagt Norderstedts Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder.

Das neue Angebot richtet sich in der ersten Phase primär an alle Personen ab 65 Jahren, die in Norderstedt-Mitte leben. In einem persönlichen Anschreiben durch die Stadt wird ihnen der „Norderstedter Hausbesuch“ angeboten. „Die persönlichen Beratungen, der direkte Kontakt – das hat eine ganz neue Qualität“, so die Oberbürgermeisterin. Für Norderstedts neue Sozialdezernentin Kathrin Rösel beinhaltet das Pilotprojekt die Chance, den Blick der Mitarbeitenden der Verwaltung nochmals für die Bedürfnisse älterer Menschen zu schärfen und das bis dato bereits gute Netzwerk von Angeboten für diese Altersgruppe weiter auszubauen.

Die Diakonie Altholstein kümmert sich in der Praxis um die Hausbesuche. Dafür wurden die Beraterinnen Christa Bielkin und Martha Schröder eingestellt. Eine der beiden besucht jeweils die Seniorinnen und Senioren in deren Zuhause – oder vereinbart einen Termin an einem anderen Ort. Dann findet ein offenes und vertrauliches Gespräch statt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen und Wünsche der besuchten Menschen. Mögliche Themen sind Wohnen im Alter, Freizeit, Soziales, Gesundheit, Pflege, Finanzen und Vorsorge. Auf Wunsch verweist die Beraterin an geeignete Angebote und Anlaufstellen. Erste Probegespräche haben die Vielfalt der Themen gezeigt. „Das Schöne dabei für alle Beteiligten ist, dass wir uns Zeit nehmen können“, sagt Martha Schröder. „Zuerst geht es vor allem darum, Vertrauen aufzubauen“, ergänzt ihre Kollegin Christa Bielkin.

Mit dem „Norderstedter Hausbesuch“ soll älteren Norderstedterinnen und Norderstedtern geholfen werden, möglichst lange selbständig am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. „Die ersten Erfahrungen zeigen – es funktioniert!“, sagt Gesa Kitschke, Geschäftsführerin der Diakonie Altholstein, die sich bei der Ausschreibung durch die Stadt überzeugend durchgesetzt hatte. Zuvor war das Projekt auch im Sozialausschuss auf den Weg gebracht worden. „Wir profitieren davon, dass in Norderstedt viele Partnerinnen und Partner das Projekt begleiten und unterstützen“, so Gesa Kitschke.

Es handelt sich beim „Norderstedter Hausbesuch“ um ein freiwilliges und kostenloses Angebot. Auf Wunsch können die Beratungsgespräche auch von einer Person des Vertrauens wie einem Familienmitglied begleitet werden.

Das Team der Diakonie Altholstein steht für Fragen telefonisch unter der Nummer 040 / 5555 1556 oder per E-Mail an nhb@diakonie-altholstein.de zur Verfügung.


Bildhinweis:
Copyright Stadt Norderstedt

Auf dem Foto zu sehen (v. l. n. r.): Sirko Neuenfeldt (Leiter Sozialamt, Stadt Norderstedt), Katrin Schmieder (Oberbürgermeisterin, Stadt Norderstedt), die Beraterinnen Martha Schröder und Christa Bielkin, Gesa Kitschke (Geschäftsführerin, Diakonie Altholstein), Kathrin Rösel (Sozialdezernentin, Stadt Norderstedt).