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Kaltenkirchen ab 1. Juli zentrale Impfstelle für den Kreis Segeberg. Stadt Norderstedt bedauert Schließung der Impfstelle in Norderstedt

Montag, 27. Juni 2022

Norderstedt. Das Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit den Kreisen und kreisfreien Städten die künftige Anzahl der Impfstellen im Land auf 15 festgelegt – eine pro Kreis beziehungsweise kreisfreie Stadt. Bei Bedarf sollen die Kapazitäten in diesen 15 Impfstellen erhöht werden. Die zukünftigen Standorte der Impfstellen wurden hierzu von den Kreisen und kreisfreien Städten bestimmt.

Für den Kreis Segeberg wurde von Seiten des Landes ab 1. Juli der Ohland-Park Kaltenkirchen (Kisdorfer Weg 11) als zukünftig einzige Impfstelle im Kreis Segeberg verkündet, nachdem die Kreisverwaltung Kaltenkirchen als einzigen möglichen Standort an das Land gemeldet hat und sich somit gegen die Stadt Norderstedt entschieden hat. Das bedeutet, dass die bisherige in der Stadt Norderstedt vorgehaltene Impfstelle im Herold-Center geschlossen wird. Ein Schließungstermin ist derzeit noch nicht bekannt.

Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder bedauert aus Norderstedter Sicht, dass die Impfstelle nicht langfristig in der viertgrößten Stadt Schleswig-Holsteins erhalten bleibt, trotz der sehr guten Erreichbarkeit, gerade auch mit dem ÖPNV. Sie begrüßt aber, dass das Land Schleswig-Holstein nach wie vor Impfstellen vorhalte. Dies sei für die weitere Bekämpfung der Corona-Pandemie wichtig. 

„Wir waren in Norderstedt bereit, die Impfstelle auch langfristig vorzuhalten. Dies zum einen, weil sehr viele Menschen in Norderstedt und Umgebung leben, immerhin ein Drittel der Bevölkerung des Kreises Segeberg“, sagt die Oberbürgermeisterin. „Diese Menschen hätten somit weiterhin ein zusätzliches niedrigschwelliges Impfangebot vor ihrer Haustür gehabt. Aber auch deshalb, weil hier Erfahrungen gesammelt wurden und die organisatorischen Prozesse nachweislich sehr gut funktionieren. Sehr viele Menschen haben hier in Norderstedt in den vergangenen Monaten ihren Impfschutz erhalten“, sagt die Verwaltungsleiterin. Leider habe sich trotz der intensiven Bemühungen der Stadt Norderstedt der Kreis letztlich – wenn auch knapp – für Kaltenkirchen und gegen Norderstedt entschieden.

Die Oberbürgermeisterin appelliert trotz der Entscheidung des Kreises an die Norderstedter*innen, weiterhin von den Impfangeboten Gebrauch zu machen. Die Verwaltungschefin weist darauf hin, dass dies neben der Impfstelle in Kaltenkirchen auch weiterhin direkt in Norderstedt möglich ist: bei in Norderstedt niedergelassenen Ärzten, in Apotheken oder bei den Vor-Ort-Terminen der mobilen Impfteams. Zugleich weist sie darauf hin, dass die Stadt Norderstedt im Falle des Bedarfs einer weiteren Impfstelle weiterhin bereitstehe, um das Land und die Segeberger Kreisverwaltung bei der Pandemiebekämpfung zu unterstützen.