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Igel-Überwinterung: Stadt Norderstedt hilft den kleinen Stacheltieren - auch Bürgerinnen und Bürger können auf einfache Weise mithelfen

Freitag, 1. November 2024

Norderstedt. Ab dem Herbst, wenn es dunkler und kälter wird, benötigen Igel Unterschlupfmöglichkeiten für ihren Nachwuchs und um den Winter zu überstehen. Die Stadt Norderstedt hat mehrere Unterschlupfmöglichkeiten für Igel im Stadtgebiet eingerichtet, ruft aber auch die Bürgerinnen und Bürger auf, den Igeln nach Möglichkeit zu helfen.

Für die Winterquartiere von Igeln bieten sich naturnahe Gehölzpflanzungen und Hecken an, aber auch Totholzhecken und Reisig-Laubhaufen. Die Mitarbeitenden des Betriebsamts der Stadt Norderstedt haben daher im Laufe des Jahres auf städtischen Park- und Biodiversitätsflächen Schnittgut zu Totholzhecken aufgeschichtet.

Auf allen stadteigenen Friedhöfen (Friedrichsgabe, Harksheide und Glashütte) sind an geschützten Stellen im Gehölzbestand Reisig-Laubhaufen mit einem Durchmesser von etwa zwei Metern und etwa einem Meter Höhe angelegt worden, um Igeln einen Überwinterungsplatz zu bieten. Diese Laubhaufen sind nicht einsehbar und nicht störend. Teile des im Herbst anfallenden Laubs werden also gezielt zum Schutz der kleinen Tiere verwendet und nicht entsorgt. Die Stadtverwaltung bittet eindringlich darum, die Igel an diesen Orten nicht zu stören, damit sie die Ruhephase im Winter überleben können.

Auch die Norderstedterinnen und Norderstedter können sich am Igel-Schutz aktiv beteiligen. Diese Art der Laubverwendung kann nämlich auch in Privatgärten durchgeführt werden. Wer sich nicht mit einem Laubhaufen im Garten anfreunden kann, kann alternativ eine Kompostgitterbox mit Ästen und Laub befüllen, es muss nur ein Zugang ausgeschnitten werden. Wichtig ist zudem, dass Hohlräume vorhanden sind, das Material also nicht zu dicht gepresst liegt.

Wer Igel im eigenen Garten beherbergt, kann davon ausgehen, dass ihm die stacheligen Gesellen bei der biologischen Bekämpfung von unerwünschten Pflanzenschädlingen helfen. Auf dem Speiseplan der Igel stehen nämlich Insekten, Larven und Weichtiere, wie zum Beispiel Schnecken. Damit die Igel bei der Suche nach Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten einen größeren Radius abdecken können, ist es sinnvoll, vorhandene Zäune mit Durchgängen zu versehen.  Holzzäune, die meist nicht bodennah abschließen, gewährleisten dies. Bei Stabmatttenzäunen können ein oder zwei Streben im unteren Bereich entfernt werden. Scharfe Kanten sind dann zu entgraten.

Für weitere Informationen steht das Betriebsamt der Stadt Norderstedt, Fachbereich Stadtpflege und Friedhöfe (Frau Mersmann, E-Mail: Sibylle.Mersmann@norderstedt.de), gerne zur Verfügung, weist aber ausdrücklich auf Igelschutzzentren oder Umweltverbände hin, die sich mit dem Schwerpunkt ‘Igel‘ beschäftigen und entsprechende fachliche Unterstützung bieten.