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5. Juli: Energieintensiv

Mit Hammer und Meißel, hart auf Granit, vorsichtig auf Alabaster und Sandstein, sanft auf Marmor, gefühlvoll immer, Kunst entsteht langsam, Kunst entsteht im Kopf, im Herzen, in und vor der Hütte auf dem Bauspielplatz, das Material bestimmt mit, was entsteht, welche Geschichte erzählt werden will.

Beim Bildhauen genauso wie beim Schreiben. Ein Roman entsteht, Zeichen für Zeichen, Silbe für Silbe, Wort für Wort, Satz für Satz, Seite für Seite, Bildhauerarbeit auf Papier, manches muss vor Veröffentlichung noch aus den Seiten geschlagen werden, mit Tränen und Vorfreude, behutsam, bis zum vollendeten Werk.

Vollendet ist es nie, nur weiter gegeben, wie die Zukunft, immer auf dem Weg, immer in Veränderung, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien, wie der Frieden, wie die Menschheit, wie die Welt, wie das Leben, wie die Natur.

Mit Hammer und Meißel, mit Stift und Papier, mit Schleifpapier in die Tastatur, gestaltet sich das Leben, die Geschichten, die Zukunft, der Roman, vorgestern erschienen, abgeholt nach dem Steinschlag auf dem Baui, vor dem Film über andere Gestaltungsmöglichkeiten der Zukunft. Geschichten entstehen beim Betrachten, bei jeder Betrachtung, bei allen, die betrachten, überall, wo betrachtet wird.

Ohne Heizdecke geht es weiter, nach dem Kino, ohne eigene Panelen, dafür mit fünf Belegexemplaren des eigenen Werks, nach Hause, nach Gasthausen, nach Glashütte, beseelt und warm, unter künstlerischen Heizdecken, aus Gesprächen neue Bilder, Wörter auf Papier, poliert wie Skulpturen aus Marmor, wie die Welt, in der wir leben. Immer weiter, bis zum Ende aller Tage.

Elbaufwärts fließt bei Ebbe die Ruhr in die Spree, die Moor- und die Tarpenbek in unsere Sinne. Der Film endet, auf der letzten Seite, fließt weiter, immer weiter, in alle Richtungen, mit Hammer und Meißel auf Granit, sanft, energieintensiv, mit Offenheit im Herzen.