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4. August: Lebenskultur an Bord

Es lebe die Kultur. Nach dem Sturm mit vollen Segeln. Im kleinen Boot. Lesen und Schreiben. Als Werkstatt. Leben und Abschweifen, als der Stadtschreiber im Hafen anlegt. Statt durch das Werk rudern die Wörter durch den Tag, Erfahrungen, Erlebnisse, Anekdoten, Politik, Kultur. Am Leben. Bis in den Abend. Kein Wort zu viel, heißt nur die Anthologie. Zu viel geredet, zu wenig die Prosa der Schreibenden gehört. Lebensgeschichten auf der Flucht. Zwei ziehen durch die Zeilen, immer in Sichtkontakt zur Kunst, die Anker werden gelichtet. Ein neues Werk in der Prosawerft, im Herbst, mit vollen Segeln auf der Flucht, Fabulierschiffe in Buchformat, ruhraufwärts, schippern bis nach Essen. Die Fock wird gehisst. Kaffee und Kuchen auf großer Fahrt, Geschichten im Trockendock. Irgendwann: Leinen los bei Sonnenuntergang, Sterne über Stadt und Park. Sterne über dem Meer. Nach dem Sturm. Der Strandkorb wackelt, die Fahne weht, Regen fällt vom Himmel. Bin im Park unterwegs, sagt das papierene Schild unter dem Kubus. Mit Schirmen und dichten Jacken sagt die Vernunft. Der Kapitän der Lebenskultur in Stadt und Park kreuzt gegen den Wind, kreuzt auf, die Glocke läutet, der Stadtschreiber verlässt das Deck. Gemeinsam steuern sie die nächste Insel an, wo Blumen und Kräuter blühen. Stützt das Ruder. An Land. Ehrenamtlerinseln neben Patenbänken und Patenbäumen. Kurs halten. Durch Kinderwildnis und um den See. Bis ins Café. Mit Kaffee rudern die Wörter durch den Tag, Erfahrungen, Erlebnisse, Anekdoten, Politik, Kultur. Am Leben. Bis in den Nachmittag. Stützt das Ruder. Im Ausschuss. Kulturleben. Mit vollen Segeln, mittschiffs. Voran. Zurück zum Strandkorb. Im Park unterwegs, kein papierenes Schild mehr. Bis zur nächsten Tour, dem nächsten Törn, über die stürmische Plaudersee der Lebenskultur. In Stadt und Park, auf großer Fahrt. Ahoi.