31. Mai: Fremdgehen perplex
Wenn ein Polizist vom BKA, der bei der Drogenfahndung im Auslandseinsatz in Mittelamerika aktiv gewesen war, fremd geht, muss das nicht zwangsläufig an aztekischen Schönheiten liegen. Es kann ein neuer Weg sein, der eingeschalgen wird, auf dem fremd gegangen wird. Auf dem er fremd ging, bei Greenpeace weltweit und für Erneuerbare Enegien in Norderstedt. Spannend, wohin Wege führen können. Andere Wege, die plötzlich gar nicht fremd sind, Wege in eine bessere Zukunft. „Die Distel“ aus Berlin ging im Kulturwerk fremd, man kann auch sagen, spielte ein Gastspiel, öffnete seine Kabarett-WG auf der Suche nach einem Supermieter. Weder Robert Habeck, noch Olaf Schulz und schon gar nicht eine hyperaktiv tänzelnde Lauterbache wurde genommern, sondern der arme Künstleruntermieter geht fremd, wird fremd gegangen, vom Arschlochfreund, der ein Lied von ihm aus Häme ins Netz stellt, das zum Online-Bestseller avanciert, mit dem er das Haus kauft und das Arschloch rauswirft. Bestseller durch Fremdeinwirkung. Daran arbeiten viele Künstler, meistens ohne fremde Einwirkung. Auf einem Kreativ-Schreiben-Workshop gab es jede Menge fremde Einwirkungen. Mit viel Spaß in der Bücherei. Und der Stadtschreiber ging fremd, als Teilnehmer an dem Kurs, nicht als Leiter. Das konnte eine andere besser. Ob aus den Kurstexten je Bestseller entstehen werden, ist egal, es ging und geht um die Kunst. Und um den Spaß! Wie am Wochenende, zwei Tage lang, ParkPerplex, interanionale Straßenkünstler präsentieren ihre Bestseller, für die Straße, im Park, fremd gegangen, vor verliebtem Publikum: Comedy, Theater, Akrobatik, Zauberei, ein Zauber für alle. Für alle? Nicht ganz, eine Dame wunderte sich, womit manche Leute doch ihr Geld verdienen. Tja, wirklich unanständig. Versuchen manche doch glatt, mit Kunst die Menschn zu verführen. Zum Fremdgehen von ihrem Alltag. Vom Einerlei, mit Spaß und Brimborium. Bei Sonnenschein und viel Essen. Skandalös, dass die auch noch Geld für den Spaß haben wollen. Also nicht die Stadt, sondern die Künstler. Für das Publikum ist es umsonst, für die Frau auch, staunend sah sie dem Zauberer zu. Bis zum Ende. Abrakadabra, zum Fremdgehen und Fremddenken verführt. Hundert Meter entfernt fragte Julia den Stadtschreiber, ob er ihr Romeo sei. Kurz stand er in Versuchung, es zu bejahen. Dann kam Romeo, und er rannte ertappt weg. Versuchung und Wegrenenn. Nach vier Wochen in Norderstedt geht der Stadtschreiber auch schon fremd, drei Tage lang, und gleich mit zwei Städten, mit Essen und mit Köln. Aber rechzeitig zum
„Festival am See“ am 03.06. im Norderstedter Stadtpark wird er reumütig zurückkehren und Treue versprechen. Bei Bier, Musik und Spaß im Park.
Während er zwei Tage lang als Zuschauer beim ZDF-Comedy-Sommer, eine Art ParkPerplex in Köln, die Zeit lachend verbringen wird, bleibt der Strandkorb leider verwaist. Oder? Nein! All jene, die an den Tagen den Stadtschreiber verpassen, dürfen das Gitter aus dem Strandkorb nehmen und es sich dort bequem machen, um den Sonnenschein zu genießen. Um fremd zu sitzen, im Strandkorb des Stadtschreibers. Aber bitte bei Verlassen ordentlich hinterlassen und das Gitter wieder einhängen! Nicht, dass der Stadtschreiber bei seiner Rückkehr die Untreue des Starndkorbs bemerkt und ihn deshalb verlässt. Verlassen? Nein, im Gegenteil: Kommt später nochmal vorbei, wenn der Stadtschreiber wieder vor Ort im Korb ist. Bis Ende August. Und: Geht am 02.06.2023 um 18:00 Uhr zu Saša Stanišić, Stadtpark-Bühne. Verlässlich gut! Ärgerlich genug, dass der Stadtschreiber seinen grandiosen Kollege verpassen wird. Dass Saša Stanišić grandios ist, weiß er, weil er ihn schon zweimal live erlebt hat. Umso mehr ärgert er sich über die entgangene Möglchkeit dieses Genusses. Alle anderen in Norderstedt sollten sie nutzen und einen wunderbaren literarischen Abend mit Saša Stanišić erleben. Geht alle fremd, zu Saša Stanišić. Bis zur Rückkehr des Stadtschreibers, er hat nichts einzuwenden gegen Polyamorie in literarischen Beziehungen.