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3. Juli: Im Spektrum: Feiern bei Regen

Peitsche und Hut, der Regen fällt schräg in den Abend, der Film frontal auf die Leinwand. Ein Fest, wie als Teenager. Alle sind älter geworden. Mit Peitsche, Hut und Vergnügen. Zum letzten Mal als Premiere. Zum achten Mal als Moderator zu einer Premiere für Jugenddarsteller beim Festival in Bergedorf, großes Theater, ein Fest, draußen regent es, drinnen scheint die Sonne. Den Rückweg begleitet ein Schauer, wohlig von innen, nass von oben. Ein Axiom der Tage. Beherzt begrüßt die Stadt ihren Gast aus Hamburg, die Stadtschreiberin, die Gästin des eigenen Stadtschreibers. Der Hund Heidi gibt nur literarisch ein Gastspiel, ist verhindert, Heidi „übt für den weltfrieden trotz der düsteren realität“. Im Musikschulkubus lauschen die Ohren des Publikum, draußen plätschert es, ungestört, es strahlen die Augen, es strahlt das Leben, es lebt die Diskussion. Über Kunst, Kreativität und den Genuss der eigenen Entscheidung. Erhellend, bei Regen, spannend und belebend. Eine Meile weiter tönt Musik in den nassen Abend, es wird gesungen, getanzt, gefeiert, drinnen und draußen. Heiter, rockig, bei Regen, beseelt und belebend. Feucht fröhlich. Wie das Fest der Sportler: Turnen auf dem Rasen, trinken und plaudern an den Ständen, ausgelassen und lebendig, üben für den Weltfrieden. Mit durstiger Realität. Und Niederschlag beim Heimweg, Niederschlag daheim. Bis zum Aufschlag im Stadtmuseum, zur Vernissage, aus einem Guss, aus zwei Güssen. Sieh es: Mutter und Tochter, Kunst im Dialog, ein Wolkenbruch der Eindrücke. Ein Lichtstrahl fällt in den Saal, wirft Schatten durch die Ausstellungsstücke, übt für den Weltfrieden. Bei kreativer Realität. Ein Picknick für die Seele. Picknick im Park, Oldtimer-Schau mit Schauern, motorisierte Exponate aus Metall, Kunst mit Auspuff, Kaffee und Kuchen. Wasser abweisend. Ein leckeres Fest für die Sinne, im Spektrum: Feiern bei Regen. Alle sind eingeladen, üben weiter für den Weltfrieden, bei jedem Wetter. Ohne Peitsche, nicht auf der Hut.