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28. August: Letzte Feiern in Norderstedt vor dem Abschied

Einen Spaziergang durch den Stadtpark soll es irgendwann geben, mit literarischen Beiträgen zu den Lieblingsorten der Norderstedter Schriftsteller*innen. Der erste Autor, der einen Feiertext über seinen Lieblingsparkort ins Mikro und in den digitalen Speicher las, war der Stadtschreiber. Noch rechtzeitig vor dem Amtsende. Welcher Ort literarisch von ihm gefeiert wurde, wird irgendwann zu hören sein: Beim literarischen Spaziergang durch den Park. Zu hören war ein letztes Mal für ihn Rockmusik im Musicstar, er Will Hoge hören, also wollte und hörte. Ein letztes Mal in Harksheide. Das einzige Konzert in Deutschland des amerikanischen Sängers. Eine musikalische Feier, vor vollem Haus, mit etwas Bewegung im Publikum. Mit etwas mehr Bewegung feierte die TuRa ihren Sportverein. Mit guter Laune, Fußball-Minigolf, Hüpfburg, Stabhochsprung, Sumobällen, Tanz und Dutzenden anderen Attraktionen. Eine letzte Feier als Stadtschreiber am Sportplatz mit Hunderten Norderstedter*innen, als ihr Stadtschreiber, inkognito, im Sumoball. Anstoßen auf ein Wiedersehen. Irgendwann, dann als Tourist, als Besucher in der Stadt. Im Park. Beim Interkulturellen Garten. Der sein zehnjähriges Jubiluim feierte. Gemeinschaftlich, ein Festakt. Eine Feier im Kulturwerk, vorn die Ehrengäste, hinten heimlich ein letztes Mal der Stadtschreiber, im vollen Saal, mit Honorationen und Musik. Verlassen vor dem Ende, da ein Kollege Musik mit Wörtern in die Stadtteilbücherei nach Garstedt brachte, den „Klang der blauen Gitarre“ in amerikanischem Akzent präsentierte. Zur Nazi- und Hippiezeit. Eine Feier der Literatur- und Musikreminiszenzen in Prosatönen, ein letzter Akkord auf die Vergangenheit. Zu hören: Eine letzte Lesung vorm Abschied. Zu sehen: Ein letzter Film vor der Nacht, in der Nacht. „Monsieur Claude und sein großes Fest“. Der letzte Kinobesuch, der erste Open-Air. Eine cineastische Familienfeier. Anstoßen mit mittlerweile alten Bekannten. Abbruch aus Müdigkeit zur Pause, vor Ende der Party. Um fit zu sein, für den nächsten Tag: Zum Abschluss eine Schreibwerkstatt, aber fast verpennt, davor ein Dankesfest für das Ehrenamt in der Stadt. Im Kulturwerk. Rechtzeitig aus den letzten Vorbereitungen für die Schreibwerkstatt gerissen, um noch, viel zu kurz, lauter gute Bekannte zu treffen, lauter schöne Begegnungen aus den letzten Monaten. Eine trug höflich einen letzten Besuch an, um über das ehrenamtliche Engagement für das Frauenhaus Norderstedt zu informieren. Hilfe allerorten, im Kulturwerk. Und für die Menschen, im Frauenhaus, als Rettung vor häuslicher Gewalt. Als Rettung vor dem Gewitter auf dem Weg in die Stadtbücherei. Die Erinnerung an einen schmutzigen Engel als lehrreicher Literatenbesuch, kein Kennenlernen mehr notwendig, kein Gast, sondern Kursleiter. Kreatives Schreiben, als Workshop, das erste Mal seit Jahren, für zweieinhalb Stunden, ein letztes Schreibtreffen in der Stadt. Spezial. Mit neuen alten Bekannte. Eine literarische Arbeitsfeier, gemeinsam, mit Kaffee, Wasser und einer Klingel als Schreibanlass für Kürzestgeschichten. In der Bücherei Mitte. Im hellen Licht der dunkle Engel bis zum Abend, in Dutzenden Textfacetten und Prosavarianten. Und beim Schreiben einer der letzten Arbeitstagebucheinträge klingelte es ein letztes Mal, ein letzter Klingelstreich, nicht von Kindern. Zu spät, zu dunkel. Geläut zur Feier, Startschuss für das Ende der Amtszeit, für ein letztes Mal Wandeln durch das Funkeln im Park, ein letztes Getränk an der Funkelbar, wach bleiben für den letzten Moment der Feier, des schönsten Moments aller Feiern, bis zum Absacker, bis der oder die Letzte das Licht ausmachte. Beim ParkFunkeln, vorm Abschiedsfest am Mittwoch, dem letzten mit allen Norderstedter*innen, die dabei sein wollen.