25. Mai: Don't panic!
Lernen, jeden Tag. Wer aufhört, ist tot. Don't panic! Heute ist interantionaler Handtuchtag, der Weg nach Magrathea steht jedem frei. Dort können neue Phantasieplaneten errichtet werden. Don't panic, auf geht’s!
Es wird vielleicht einmal einen Audio-Guide geben. Durch die Galaxis? Per Anhalter? Nein, das war gestern. Morgen wird’s was geben, eventuell, für die Stadt. Einen literarischen Audio-Guide.
Durch den Park, durch die Ortsteile, durch die Köpfe. Womöglich bis nach Magrathea. Don't panic.
Beim ersten Treffen viel gelernt, wie das umsetzbar sei. Womöglich. Viel Arbeit für diejenige, die es umsetzen muss, sofern es umgesetzt werden wird. Sicher ist, viel zu lernen. Und schon viel gelernt.
Don't panic!
Eine Schülerin kommt vorbei, sie spielt Theater, an der Schule proben sie das von ihr geschriebene Stück „LSD im Wunderland“ ein, sie werden es aufführen. Don't panic! Lehrreich für Darsteller und Publikum. Kennenlernen. Einblicke in die Köpfe der Schüler, andere Welten werden dargeboten.
Don't panic! Die Schülerin fragt nach Unterstützung für ein Kreatives-Schreiben-Workshop, das sie zur Projektwoche plant. Don't panic! Alle werden was lernen, so viel ist sicher. Auf beiden Seiten, auf allen Seiten. Der nach Unterstützung Gefragte wird Schüler sein und hoffentlich unterstützend, die Schülerin wird lehren. Und dabei lernen. Wie überall. Don't panic!
Es trifft sich regelmäßig eine bunte Mischung aus Menschen, um zu lernen, um deutsch zu lernen, in der Bücherei. Spielerisch. Die GruppenleiterInnen lernen von den SchülerInnen ein für sie neues Spiel. Der vermeintlich literarisch gelehrte Gast lernt, dass Hirsche keine männlichen Rehe sind, die werden Rehböcke genannt, was ihm erst wieder einfällt, als es zusammen nachgeschaut wird. Das Reh gehört zu den Hirschen. Sein im Leben forstaktiver Großvater steht gerade von den Toten auf, um die Unwissenheit des Enkels zu schelten. Don't panic! Das Spiel wird gestört, die Störende darauf hingewiesen, dass sie gerade die Regeln gebrochen hat. Auch sie lernt. Don't panic! Spaß bereitet es immer. Aber es führt zu Hunger, nach Wissen und nach Essen. Um den zu stillen, geht es in den Supermarkt. Wo eine ältere Frau fragt, was sie ihren Enkeln mitbringen solle, die würden ja vegan leben. Don't panic! Alles außer tierische Produkte, bei vielen steht es drauf, ganz einfach. Es ist einfach, sie findet alles. Der erzürnte tote Großvater legt sich beruhigt wieder in sein Grab, beim Enkel ist doch nicht Hopfen und Malz verloren. Nur orientieren kann er sich nicht. Wer es gewohnt ist, sich zu verirren, ist es ebenso gewohnt, nach dem Weg zu fragen. Zwei junge Männer kennen ihn nicht, lernen ihn kennen. Sie suchen den Weg für den Fragenden auf ihren Smartphones, finden ihn, lernen ihn selbst und teilen ihn mit. Geben neues Wissen weiter. Die Rückkehr ist gesichert, er verfährt sich trotzdem. Mit Umwegen kommt er voran. Der Weg nach Magrathea steht frei. Seit Douglas Adams ihn öffnete. Für den Rückkehrenden, in die Literatur. Don't panic! Lernen macht Spaß, ist überlebenswichtig. Heute ist der interantionale Handtuchtag. Überlebenswichtig? Nun, ja: Wer es noch nicht wusste, hat es gerade gelernt. Sucht ein Handtuch und macht euch auf den Weg nach Magrathea, per Anhalter durch die Galaxis des Kopfes. Don't panic!