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24. August: Norderstedt lässt es funkeln im Park ...

... nur für mich. Drei Tage zum Reinfeiern, bis zu meinem Geburtstag. Was für eine Ehre. Damit es mir nicht peinlich ist, benennen sie es nicht nach mir, sondern dezent nach dem Ort und der Aktion. Dankeschön. Wie zuvorkommend. So diskret und trotzdem fulminant illuminierend. Als wäre es für die große Masse gemacht. Aber die Hinweise sind eindeutig, Schreibmaschinen, im Zwielicht der Begegnungen. Für den Stadtschreiber, für wen sonst? Die Verwaltung des Parks, die das Spektakel für meinen Festtag organisierte, hat sogar daran gedacht, es bei Nacht auszurichten, damit ich mich halbwegs inkognito durch das Treiben treiben lassen kann, ohne zigtausendfache Glückwünsche entgegen nehmen zu müssen. Ein Lichtermeer aufgebaut für mich, gespiegelt in der Natur, keine gewürfelten Zufälligkeiten, sondern leuchtende Attraktionen, ein farbenfroher Engelsanblick. Ein menschlicher Pfau der guten Laune umtanzt mich, zu den vielen Bands, die für mich eingeladen wurden, um mir ein, zwei, drei, vier, fünf, ja, hundert Ständchen zu bringen. Wunderschön. Hug it out. Fallt Euch in die Arme, Norderstedter*Innen, im Weingarten, wie im gesamten Park. Für mich. Es ist mir ein Vergnügen. Eine Torte hätte gereicht, aber die Stadt will sich ja nicht lumpen lassen und lässt die kreativ recycelten und bemalten Dinge ebenso wie die Natur drum herum kunstvoll erstrahlen. Erneut Hinweise mit Eindeutigkeit, Kreativität und Kunst in neues Licht zu werfen, zu Attraktionen einzuladen. Jeder weiß natürlich, wer gemeint ist, der Stadtschreiber. Und trotzdem nicken mir viele nur freundlich lächelnd zu. Bunte Schatten als Zeichen der lebhaften Huldigung. Was für ein Vergnügen, in dieser Stadt der Stadtschreiber sein zu dürfen. Wo mein Geburtstag nur der Höhepunkt, der Zenit der Feierlichkeiten war, und ist. Es geht weiter, das Fest, mein Fest, ab heute bis nächsten Sonntag, stets nach Sonnenuntergang, als Ankündigung für mein Verlassen des Ortes, für meinen Abschied, um es mir umso schwerer zu machen. Der Park wird wieder funkeln. Immerzu. Nur für mich. Und meine Gäste. Für die Norderstedter. Mit einem Feuerwerk, dass ich fest erwarte, auf dem Lichterfest zum Abschluss, damit jede/r weiß, am Mittwoch darauf wird die Zeit vorbei sein. Für mich, wird es enden. Mit einem weiteren Fest, in der Bücherei, ausgeleuchtet, im Gespräch mit Künstler*Innen, die ich kennen lernte. Hier. Norderstedter*Innen, die mich auch im  Park haben funkeln lassen. Im Strandkorb. Ein letztes Stadtschreiberfunkeln, ein Norderstedter Huugfunkeln, vor dem Tschüss!