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18. August: Herzlettern

Bestellbar, bis zum nächsten Tag. Bücher. Organisiert und verwaltet vor Ort. Frisch gedruckt, wie bestellt. Erst im Ort, seit März vierhundert Kilometer entfernt. Fünf Letternherzen schlagen dort, zigtausendfach pumpen sie Lesestoff auf die Bahnen, verteilen sie über den Schmökerkörper der Republik. Über Nacht. Tagsüber arbeitet das Unternehmenshirn in Norderstedt, hält sie am Laufen, die Lettern, und die Leser am Lesen. Am Buch. Mehr als zehnmal so viele Drucktitel speichert das Lektürecerebrum als Menschen in der Stadt leben. Lesen. Immerzu: Zum Abruf bereit. Romane, Kinderbücher, Sachbücher, sogar medizinische. Für dreizigtausend Selbstverleger und tausende Verlage. Bei Abruf in zwei Stunden fertig, direkt in die Bücherkiste und in die Auslieferung. Auch „Elbaufwärts fließt bei Ebbe die Ruhr in die Spree“ pumpt das Letternherz für meinen Verlag durch das Land. Von Norderstedt aus koordiniert, im Sprachzentrum der Wörter und Werke. Mitten im Gewebegebiet der ansässigen Gewerbe in Garstedt. Egal, ob das Literaturleben auf Deutsch, Englisch, Französisch, Dänisch, Spanisch, Schwedisch oder in anderer Leseweise in den Kreislauf gepumpt werden soll, für alle gibt es vitale Sprechzellen vor Ort, um der Literatur den erweckenden Atem einzuhauchen. Lektoriert. Und zum Hören. Selbst verlegt oder vom Verleger herausgedrückt. Gedruckt. In Papierhäuten, Deckel an Rücken, in stärkenden Geweben. Ökologische Bahnen, am Anspruch bemessen. Eines für einen, eines für eine. Bücher auf Bestellung, mit anderen Büchern ausgeliefert. Gesteuert vom Lektürehirn am Rande des Stadtkorpus'. Herzlettern mit Herzflattern bei Erscheinen. Zigtausendfach jedes Jahr.