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Umwelt



Altlasten in Norderstedt

Altablagerungen:

Das Stadtgebiet ist ein Gebiet mit Kies- und Sandvorkommen. Beim Abbau entstandene Kuhlen wurden wiederverfüllt. Früher konnten in diese Gruben ohne Genehmigung diverse Materialien eingelagert werden (z.B. Boden, Bauschutt, Straßenaufbruch, Grünschnitt, Hausmüll). Für Mensch, Tier oder Pflanze sind eine Vielzahl von Inhaltsstoffen dieser Materialien schädlich.
Zur Zeit sind 124 derartige Flächen in Norderstedt bekannt. Nach einer ersten Bewertung erfolgte bei der überwiegenden Anzahl der verfüllten Flächen eine Untersuchung von Deponieinhalt, Grundwasser und Bodenluft.

Je nach Inhalt wird die Umwelt mehr oder weniger beeinflusst. Es gibt Gruben, die überwiegend nur mit Boden verfüllt wurden. Von einer Altlast kann hier nicht gesprochen werden.
Altlasten entstehen z.B. bei dem Einbau von organischem Material (Küchen- und Gartenabfälle). Hier kommt es unter Luftabschluss zur einer Vergärung und es entsteht Deponiegas. Dieses Gas kann über weite Strecken wandern und unter ungünstigen Bedingungen durch einen Zündfunken zur Explosion gebracht werden.

Auch die Einlagerung von Bauschutt ohne Schutzmaßnahme birgt Gefahren. Viele Baumaterialien enthalten große Mengen an löslichem Salz. Dringt das Grundwasser in die Ablagerung ein, so lösen sich diese Stoffe. Da ein Bestandteil der Salze die sogenannten Schwermetalle wie z.B. Kupfer, Blei und Arsen sind und diese sich z.T. ebenfalls lösen, wird das Grundwasser unbrauchbar. Das Trinkwasser wird aus tieferen Zonen gewonnen, die nur z. T. durch sogenannte Deckschichten geschützt sind. Deshalb muss auch für die Zukunft sicher gestellt werden, dass das oberflächennahe verunreinigte Grundwasser gereinigt wird und eine mögliche Verschleppung von Schadstoffen nach unten nicht stattfindet.

Altstandorte:

In den 50er Jahren siedelten sich zahlreiche Betriebe in Norderstedt an. Insbesondere der Einsatz von Lösemitteln führte zum Teil zur Verunreinigung von Boden und Grundwasser. Bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes werden von alten Betriebsflächen die Nutzungen recherchiert und falls erfoderlich der Boden und das Grundwasser untersucht. Vorhandene Bodenverunreinigngen müssen vor der Wiedernutzung der Betriebsflächen beseitigt werden. Seit 1993 werden alte Betriebsstandorte in einem Kataster erfasst und als Verdachtsflächen für Altstandorte geführt. Dieses Kataster wird von der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises geführt. Anfagen hierzu können von Grundeigentümern oder Nichteigenütmern unter Vorlage einer Vollmacht gestellt werden.

Autofreies Straßenfest / FAIR BEATS FESTIVAL

Die Veranstaltungen finden in 2020 aufgrund der Pandemie-Lage nicht statt. Ein neuer Termin in 2021 und andere Neuigkeiten werden ggf. auch hier mitgeteilt.

Gewässergüte

Untersuchungsprogramm Oberflächengewässer

Das Umweltamt / der Fachbereich Umwelt der Stadt Norderstedt führte seit 1988 bis 2004 kontinuierliche Messungen aller Norderstedter Fließgewässer durch. Dabei wurden folgende chemischen Parameter untersucht: Ammonium, chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Kjeldahl-Stickstoff, Nitrat, Nitrit, Phosphat, Zink sowie die physikalischen Parameter Leitfähigkeit, pH-Wert und Sauerstoffgehalt. Von den ursprünglich 446 Probenahmestellen des anfänglichen Untersuchungsprogramms im Jahr 1988 sind ab 1999 noch 94 Messstellen der 9 Fließgewässer auf Grundlage eines modifizierten Konzeptes beprobt worden. Alle Gewässerproben wurden im Umweltlabor der Stadt Norderstedt untersucht. Zum 01.01.2005 ist das Umweltlabor der Stadt Norderstedt geschlossen und das Untersuchungsprogramm Oberflächengewässergüte eingestellt worden.

Gewässergütekarten

Die Ergebnisse der chemischen Fließgewässeruntersuchungen sind in die Gewässergütekarten eingeflossen. Eine Gewässergütekarte ist die grafisch-farbliche Darstellung der chemischen Gewässergüte aller Norderstedter Fließgewässer. Die 9 Fließgewässer werden entsprechend der festgestellten Belastung in Gewässergüteklassen eingestuft, die in den Gewässergütekarten in unterschiedlichen Farben - entsprechend dem Belastungsgrad  - dargestellt werden. Es gibt insgesamt 7 Gewässergüteklassen. Gewässer der Güteklasse 1 gelten als nicht bzw. gering belastet; Gewässer der Güteklasse 7 sind außerordentlich stark belastet.
 

Ergebnisse

Die Gewässergüte der Norderstedter Fließgewässer bewegt sich im Bereich zwischen Güteklasse 1 (nicht bzw. gering belastet) für die Gronau und Abschnitte der Moorbek sowie der Güteklasse 5 (stark belastet), wie sie in der Tarpenbek-Ost im Bereich der JVA Glasmoor festgestellt wurde. Im Wesentlichen sind die festgestellten Belastungen auf eine landwirtschaftliche Nutzung angrenzender Felder bzw. Wiesen und dem damit verbundenen Eintrag von Ammonium und Nitrat in die Gewässer zurückzuführen. Insgesamt sind die Norderstedter Fließgewässer - abgesehen von örtlichen Belastungen - erfreulich niedrig belastet.

Klimaschutz in Norderstedt

Das können Sie tun: Klimaschutz-Angebote

Durch zahlreiche, zum Teil Norderstedt-spezifische Angebote unterstützt Sie die Stadt­verwaltung, klimafreundliche Kauf- und Investitionsentscheidungen zu treffen und einen klimafreundlichen Lebensstil zu führen.

Europäische Mobilitätswoche

Die Aktionen zum autofreien Tag / zur europäischen Mobilitätswoche zeigen, wie viele Möglichkeiten es gibt, sich klimafreundlich fortzubewegen. 

Radfahren

Norderstedt ist eine Stadt mit relativ kurzen Wegen. So ist das Rad oft eine gute Alternative zum Auto. Das Angebot an attraktiven Radwegen wird kontinuierlich ausgebaut.

Die Hälfte aller Autofahrten endet nach 5 Kilometern - einer Strecke, die gut mit dem Fahrrad zu bewältigen ist. Hier finden Sie die besten Radwegeverbindungen in Norderstedt für den Alltag ebenso wie attraktive Rundwege für die Freizeit.

Car-Sharing

Neu: Car-Sharing in Norderstedt macht es möglich, auch ohne ein eigenes Auto zu besitzen, schnell, unkompliziert und oftmals kostengünstig auf ein Auto zurückgreifen zu können, das für den jeweiligen Zweck passt.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

So sind Sie mit demÖPNV"Mobil in Norderstedt". Hier finden Sie Fahrpläne und das Liniennetz für Norderstedt und Umgebung bei Tag und Nacht. Werden Bus und Bahn anstelle des Autos genutzt, ist das ein Beitrag zum Klimaschutz: Würden ¼ aller PKW-Fahrten der Norderstedter/-innen auf diese Weise vermieden, würde allein das die Norderstedter CO2-Emissionen um weitere 2 % senken.

Klimaschutz und Lebensstil

Mit dem CO2-Rechner ermitteln Sie Ihren individuellen CO2-Fußabdruck und lernen, wo man CO2 und Geld sparen kann.

Wie wir wohnen, was wir essen, wie wir uns fortbewegen, was wir kaufen – all das hat große Wirkung auf das Klima. Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes erfahren Sie spielerisch die Zusammenhänge, lernen Ihre Stärken und Schwächen beim Klimaschutz kennen und erhalten Vorschläge für eine bessere CO2-Bilanz.

Das hat die Stadt erreicht: Klimaschutz-Fortschritte

Die Stadt Norderstedt redet nicht nur vom Klimaschutz, sie praktiziert ihn auch – mit Erfolg. Viele Fortschritte konnten erreicht werden. Im Vergleich zum Referenzjahr 1990 konnten die CO2-Emissionen städtischer Liegenschaften bis 2018 durch Energieeinsparung (38 %) und durch CO2-Neutralstellung des verbliebenen Strom- und Gasbedarfes um gut 100 % gesenkt werden.

Klimaschutz-Fortschritte

Die Stadt Norderstedt ist seit 1995 Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte und hat sich zu einer Minderung der gesamtstädtischen CO2-Emissionen um 10 % alle 5 Jahre ver­pflichtet. Um diese Selbstverpflichtung einzulösen, hat Norderstedt in vielen Bereichen angesetzt, den CO2-Ausstoß zu mindern.Nach ersten Anfängen wurde mit dem politischen Beschluss zur Umsetzung der Vorlage Klimaschutz Koordination 1999 das systematische Vorgehen zum Klimaschutz in Norderstedt begonnen.

Über die Einführung eines Energiemanagements für die öffentlichen Gebäude ist die Verwaltung in der Lage, Klimaschutz systematisch und professionell zu betreiben. So lassen sich die Energie- und Wasserverbräuche minimieren, Prioritäten für energetische Sanierungen entwickeln und für die tägliche Arbeit nutzbar und die vermiedenen CO2-Emissionen ebenso wie die wirtschaftlichen Vorteile der Klimaschutzmaßnahmen sichtbar machen. Durch das verhaltensbedingte Energiesparen an Schulen und Kindertagesstätten wird energiesparendes Verhalten von Kindesbeinen an vermittelt und gelernt. Immer bessere ÖPNV- und Radverkehrsangebote und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die zu deren Nutzung motiviert, bieten eine klimafreundliche Alternative zum Autoverkehr in Norderstedt. Seit 2009 unterstützt die Stadt Hauseigentümer/-innen, die ihre Gebäude energetisch sanieren, mit finanziellen Zuschüssen. Mit dem innovativen Beleuchtungskonzept am Schmuggelstieg wurde eine Entwicklungsmaßnahme für das Quartier mit Klimaschutz-Aspekten verknüpft. Auch in vielen anderen Vorhaben der Stadtentwicklung gewinnt der Klimaschutz zunehmend an Bedeutung.

Für die städtischen Gebäude konnte im Jahr 2018 eine CO2-Minderung von gut 100 % (bezogen auf das Basisjahr 1990, Einsatz von Ökostrom und CO2-Freistellung durch die Stadtwerke Norderstedt eingerechnet) bilanziert werden.
Dieser Erfolg konnte im Wesentlichen durch eine Erneuerung von Heizkesseln im Contracting mit den Stadtwerken Norderstedt, umfassende Wärmeschutzmaßnahmen an Schulen (z.B. am Schulzentrum Süd) sowie durch energiesparendes Verhalten im Projekt „Energiesparen an Schulen“ erreicht werden. Auch die Umstellung vieler Ampeln auf LED-Technik, die Anfang der 2000er Jahre als technisch innovativ galt, führte zu maßgeblichen CO2-Minderungen. Im Dokument Klimaschutz in Norderstedt sind der eigene Beitrag der Stadtverwaltung und die Erfolge dargestellt.

Ein schwieriges Handlungsfeld im Klimaschutz ist der Verkehr. Auch hier hat Norderstedt eine Menge unternommen, um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu senken. Klimaschutz im Verkehr zu erreichen, gilt vielfach als schwierig. Mit vielen kleinen Schritten kann es aber auch in diesem Bereich gelingen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen, die das ÖPNV-Angebot verbessern, etwa die Beschleunigung von Linienbussen durch eine Vorrangschaltung, mit der sie eine „grüne Welle“ bekommen. Für Norderstedt bietet die Förderung des Radverkehrs große Potenziale zur Verkehrsverlagerung; dafür sind u.a. attraktive Radwegeverbindungen wichtig. Der Lärmaktionsplan wurde ursprünglich aus dem Erfordernis zum Lärmschutz aufgestellt. Mit vielen Maßnahmen, die eine Verlagerung vom (lauten) Autoverkehr auf den (leiseren) Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV zum Ziel haben, wird gleichzeitig der Klimaschutz unterstützt. Die Umsetzung des aktuellen Lärmaktionsplans wird dazu führen, dass 11% der CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich vermieden werden.


Klimaschutz und Verkehr
Norderstedt war eine der ersten Kommunen, die ihreDokument-Einbindung: Ampelnauf die energie­sparende LED-Technik umgestellt hat. Für diese Maßnahme und die damit verbundene CO2-Minderung von 67% wurde Norderstedt u.a. mit dem GreenLight- Award der EG-Kommission, Generaldirektion für Energie und Verkehr, ausgezeichnet.

Auch Kinder im Vorschulalter und in der Grundschule können schon ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das zeigt Norderstedts erfolgreiche Teilnahme an der Kindermeilenkampagne. Seit 2002 legen Kinder in ganz Europa im Rahmen der Kindermeilenkampagne des Klima-Bündnis Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück. Alle Wege, die sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn etc. bewältigen, zählen als "Grüne Meilen" für das Weltklima. Die Kinder in Norderstedt waren besonders engagiert: Sie haben in den Jahren 2002 bis 2010 mehr „Grüne Meilen“ gesammelt, als für eine symbolische Umrundung der Erde nötig sind.


Klimaschutzorientiertes Energiekonzept für den Gebäudebestand

Das größte Klimaschutzpotenzial in einer Stadt liegt im Gebäudebestand. Durch optimale Dämmung und rationelle Energieversorgung mit Erneuer­baren Energien können im Einzelfall bis zu 80% des Energieverbrauchs wirtschaftlich eingespart werden.  40% der CO2-Emissionen in Deutschland kommen aus dem Gebäudebestand. Deshalb ist hier das Einsparpotenzial auch außerordentlich groß und in der Regel besonders wirtschaftlich. Im Einzelfall kann es sich bei älteren freistehenden Häusern heute schon wirtschaftlich lohnen, durch eine energetische Sanierung 80% der Heizenergie einzusparen.
Das Energiekonzept für den Gebäudesektor beschreibt für alle wesentlichen Gebäudetypen in Norderstedt, welche CO2-Minderungen durch eine optimale Wärmedämmung, den Einsatz erneuerbarer Energien und moderne Haustechnik erreicht werden können und wie wirtschaftlich die Maßnahmen sind. Bezogen auf ganz Norderstedt lassen sich bis 2030 ca. 48% der CO2-Emissionen aus dem Gebäudebestand vermeiden (bezogen auf die Emissionen 2009), wenn alle wirtschaftlich lohnenden Möglichkeiten ausgeschöpft und notwendige Sanierungen nicht aufgeschoben werden.
Die Möglichkeiten für den Klimaschutz im Gebäudebestand wurden auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) berücksichtigt und mit anderen Planungszielen verknüpft. Das gilt beispielsweise für die Frage, wie der Wunsch nach einer Nachverdichtung älterer Einfamilienhausgebiete mit dem Ziel einer erhöhten Rate von energetischen Sanierungen verbunden werden kann. Die Ergebnisse des ISEK sind in die Umsetzung des Klimaschutzorientierten Energiekonzepts einbezogen worden.

Klimaschutz-Auszeichnungen

Für ihre vielfältigen, oft vorbildlichen Aktivitäten hat die Stadt Norderstedt viele Auszeichnungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit  auf Landes-, Bundes- und Europaebene erhalten.

Norderstedter Förderprogramm Wärmeschutz im Gebäudebestand



Zentrales Ziel des Förderprogramms ist es, den Klimaschutz in Norderstedt zu forcieren. Dabei nimmt der Gebäudebestand mit 40 % der CO2-Emissionen eine Schlüsselstellung ein. Gebäude dämmen und wo immer es geht mit Erneuerbaren Energien heizen: Das ist der „schlafende Riese“ im Klimaschutz. Die Stadt Norderstedt unterstützt alle, die ihn wecken wollen, mit Beratungsnavigation und Fördergeldern. Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade umfassende Sanierungen an älteren Einzelhäusern besonders wirtschaftlich sind.

Das Förderprogramm gilt für selbst genutztes Wohneigentum mit bis zu vier Wohneinheiten, wenn die Häuser vor 1995 errichtet wurden (Datum des Bauantrags) und sich auf Norderstedter Stadtgebiet befinden. Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle, die im Rahmen eines qualifizierten Energiegutachtens empfohlen wurden. Auch für dieses Gutachten gibt es Zuschüsse.

Wir bieten Ihnen hier folgende Unterstützung an:
Eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten und die Voraussetzungen für die finanzielle Förderung in Norderstedt finden Sie in der Erstinformation.

• Wenn Sie sich Ihre Maßnahmen bezuschussen lassen wollen, füllen Sie bitte einen Förderantrag aus. Achtung – ganz wichtig: Sie müssen den Antrag zusammen mit einem Energiegutachten nach dem Standard des Bundesamtes für Wirtschaft (BAFA) im Rathaus einreichen und sich bewilligen lassen, bevor Sie mit der Maßnahme beginnen!
• Die Förderrichtlinie finden Sie im rechten Bereich. Sie enthält die Rahmenbedingungen, unter denen eine Förderung erfolgen kann.
• Der Flyer SANIEREN & PROFITIEREN bietet hilfreiche Erstinformationen zum Thema energetische Haussanierung wie eine Übersicht über Sanierungsmaßnahmen, Beratungsadressen und die Fördermöglichkeiten durch die KfW und die Stadt Norderstedt.
• Das Klimaschutzorientierte Energiekonzept für den Gebäudesektor beschreibt für alle wesentlichen Gebäudetypen in Norderstedt, welche CO2-Minderungen durch optimale Wärmedämmung, den Einsatz erneuerbarer Energien und moderne Haustechnik zu erreichen sind und wie wirtschaftlich die Maßnahmen sind. Im Einzelfall können an älteren Einzelgebäuden 80 % der Heizenergie auf wirtschaftlichem Wege gespart werden.

  

Lärmschutz in Norderstedt

Die Europäische Kommission zählt Umgebungslärm zu den größten Umweltproblemen in Europa. Deshalb hat sie mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie dafür gesorgt, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU Gesundheitsgefährdungen und Belästigungen durch Umgebungslärm systematisch verringert werden müssen. Norderstedt hat sich als erste Kommune eines Ballungsraumes in Europa auf den Weg gemacht, dieser Verpflichtung nachzukommen. Auf Basis einer Lärmkartierung und unter Mitwirkung der Öffentlichkeit wurde der Lärmaktionsplan 2008-2013 (Stufe 1) aufgestellt und am 15.07.2008 einstimmig von der Stadtvertretung beschlossen.

Aufgrund der europarechtlichen Vorgaben ist dieses Vorgehen alle fünf Jahre zu wiederholen, solange es noch Probleme durch Umgebungslärm gibt. Folglich wurde der Lärmaktionsplan fortgeschrieben und die endgültige Fassung des Lärmaktionsplanes 2013-2018 (Stufe 2)  am 7. Juni 2016 ebenfalls durch die Stadtvertretung beschlossen.

Für die zweite Öffentlichkeitsbeteiligung lag der Lärmaktionsplan 2018-2023 (Stufe 3) vom 13. Januar bis zum 10. Februar 2020 im Rathaus zur Einsicht aus. Innerhalb dieses Zeitraums konnten Einwände und Stellungnahmen schriftlich oder direkt im Rathaus eingereicht werden. Zusätzlich zur der Auslegung fand am 27. Januar 2020 eine öffentliche Informationsveranstaltung zum aktuellen Entwurf des Lärmaktionsplans statt.

Nach Beendigung der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden die Einwendungen der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie der Bürgerinnen und Bürger aufbereitet und ausgewertet. Maßnahmenvorschläge wurden je nach Machbarkeit in den Maßnahmenkatalog mit aufgenommen oder verworfen. Die Stadtverwaltung hat eine Tabelle mit allen abgelehnten Maßnahmen sowie den zugehörigen Begründungen für die Ablehnungen erstellt (siehe: Abwägungstabellen Stellungnahmen). Außerdem wurden im Text des Lärmaktionsplans 2018-2023 einige Kapitel geändert, ergänzt oder neu erstellt. In Ergänzung dazu wurde von der Stadt Norderstedt ein Dokument erstellt, das alle bisher umgesetzten Lärmminderungsmaßnahmen enthält. Dieses Dokument kann auf der Internetseite der Stadt Norderstedt eingesehen werden. Nach Zustimmung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am 18.06.2020, wurde der Lärmaktionsplan 2018-2023 (Runde 3) am 23. Juni 2020 durch die Stadtvertretung beschlossen. Die finale Fassung des Lärmaktionsplans 2018-2023 sowie alle zugehörigen Dokumente können im Internet unter https://www.norderstedt.de/Wirtschaft-und-Entwicklung/Nachhaltigkeit/Lärmschutz eingesehen werden.

Ausblick:

Das weitere Vorgehen der Lärmminderung in Norderstedt beinhaltet nun die sukzessive Umsetzung der Lärmminderungsmaßnahmen sowie die Prüfung zur Notwendigkeit der Fortschreibung/Überarbeitung des Lärmaktionsplans. Bei der Umsetzung der Maßnahmen werden diejenigen mit einer hohen Prioritätseinstufung bevorzugt berücksichtigt.

Strategische Lärmkarten

Strategische Lärmkarten 2017

Gemäß EG-Umgebungslärmrichtlinie und § 47 c Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutz­gesetzes wurde die Aktualisierung (Stand: 2017) der strategischen Lärmkartierung für die drei relevanten Lärmquellen (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) durchgeführt. Wie auch die Jahre zuvor wurde erneut die Lärmkontor GmbH mit dieser Aufgabe beauftragt. Auch 2017 gilt der Straßenverkehr als maßgebende Lärmquelle.

Lärmkartierung der Stadt Norderstedt zur 3. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie Teil 1

Lärmkartierung der Stadt Norderstedt zur 3. Stufe der EG-Umgebungslärmrichtlinie Teil 2

 

Mitwirkung der Öffentlichkeit

Wie die Jahre zuvor, wird auch der Lärmaktionsplan 2018-2023 (Stufe 3) der Stadt Norderstedt unter Mitwirkung der Öffentlichkeit erstellt. Bereits am 31. Juli 2019 fand ein Workshop zur Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen und Anregungen statt. Diese Maßnahmenvorschläge wurden auf ihre Umsetzbarkeit hin durch die Verwaltung und die beauftragten Gutachter geprüft, durch Vorschläge aus der Verwaltung und den beteiligten Akteuren ergänzt und so weit wie möglich in das Maßnahmenprogramm für die nächsten fünf Jahre übernommen. Die schriftliche Dokumentation des Workshops ist unter den Dokumenten zu finden.

Der Entwurf des Lärmaktionsplans wurde anschließend in einem förmlichen Beteiligungsverfahren für die Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit offengelegt. Dazu lag der Entwurf des Lärmaktionsplanes 2018-2023 (Stufe 3) vom 13. Januar 2020 bis zum 10. Februar 2020 im Norderstedter Rathaus zur Einsicht aus. Dort konnten auch direkt Stellungnahmen und Einwendungen abgegeben werden. Zusätzlich fand am 27. Januar 2020 eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, in der alle Interessenten die Möglichkeit hatten, Erläuterungen und Informationen zur zweiten Fortschreibung des Norderstedter Lärmaktionsplanes zu erhalten. Die schriftliche Dokumentation ist unter den Dokumenten zu finden.

Anschließend wurden eingegangene Stellungnahmen der Behörden und anderer Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit tabellarisch mit Abwägungsvorschlägen der Verwaltung aufbereitet. Je nach Abwägung werden die Maßnahmenvorschläge mit in den Maßnahmenkatalog des Lärmaktionsplanes aufgenommen oder verworfen. Die Tabellen mit den Stellungnahmen der Behörden und Trägern öffentlicher Belange sowie der Bürgerinnen und Bürger (anonymisiert) stehen aus Gründen der Transparenz der Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung.

Mithilfe der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Überarbeitung einiger Kapitel und des Maßnahmenkataloges konnte eine finale Fassung des Lärmaktionsplans 2018-2023 erstellt werden.

Freiwilliges Lärmschutzprogramm 8++

Das Schallschutzprogramm für Norderstedter Flughafen-Nachbarn wurde verlängert, wie in folgender Pressemitteilung vom 13. Februar 2020 zu lesen ist:

Schallschutzprogramm für Norderstedter Flughafen-Nachbarn verlängert

13. Februar 2020

„Freiwilliges Lärmschutzprogramm 8++“: Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt fördern weiterhin den Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern

Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt investieren weiterhin in den passiven Schallschutz: Die Laufzeit des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8++“ wurde bis 31. Dezember 2020 verlängert. Mit dem Programm werden Wohneinheiten im Fördergebiet beim Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern unterstützt. An der Finanzierung beteiligen sich Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt zu gleichen Teilen. Das aktuelle Programm ist bereits die zweite Erweiterung des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8“, das von 2007 bis 2010 umgesetzt wurde.

Im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8++“ sollen weiterhin die jährlichen Mieteinnahmen für die Saisonparkplätze, die der Hamburger Flughafen von der Stadt Norderstedt anmietet, den Bürgerinnen und Bürgern in Form von passiven Schallschutzmaßnahmen zu Gute kommen. Hamburg Airport beteiligt sich an dem Lärmschutzprogramm, indem er die von der Stadt Norderstedt zur Verfügung gestellte Summe in gleicher Höhe in den Fördertopf gibt. Dadurch werden in diesem Jahr voraussichtlich Fördergelder in Höhe von mehr als 360.000 Euro zur Verfügung gestellt. Stadt und Flughafen tragen damit insgesamt sechs Siebtel (6/7) der umzusetzenden Maßnahmen. Das letzte Siebtel gibt jeweils der Eigentümer der geförderten, privaten Wohneinheit hinzu.

Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt fördern im Rahmen des „Freiwilligen Lärmschutzprogramms 8++“ den Einbau von Schallschutzfenstern in Aufenthaltsräumen mit einfachverglasten Fenstern oder Isolierglasfenstern ohne Dichtungen (<30dB). Anders als im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8+“ werden dabei nicht mehr nur Schlaf- und Kinderzimmer berücksichtigt, sondern alle Aufenthaltsräume, also zum Beispiel auch Wohnzimmer. Darüber hinaus wird der Einbau von Schalldämmlüftern in Schlafräumen unterstützt. Als Alternative zu den Schalldämmlüftern bieten Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt ein elektrisches Fensterschließsystem zum automatischen Öffnen und Schließen der Fenster an.

Antragsberechtigt sind alle Norderstedter Haushalte, die innerhalb des Fördergebiets 8++ liegen. Dieses erstreckt sich über die beiden bisherigen Fördergebiete der „Freiwilligen Lärmschutzprogramme 8“ und „8+“.

285 Förderanträge über 1,3 Millionen Euro in Norderstedt genehmigt

Im „Freiwilligen Lärmschutzprogramm 8“ (September 2007 bis Dezember 2010), seiner Erweiterung „8+“ (Januar 2017 bis Dezember 2017) und „8++“ (seit Sommer 2018) konnten Hamburg Airport und die Stadt Norderstedt bereits 285 Förderanträge genehmigen und umsetzen. Rund 1,3 Millionen Euro haben der Flughafen und die Stadt insgesamt investiert. Allein mit dem jetzt verlängerten Programm „8++“ wurden bisher 115 Haushalte gefördert.

Alle Informationen zu den Lärmschutzprogrammen des Hamburger Flughafens: https://www.hamburg-airport.de/de/laermschutzprogramm.php

Ihr Pressekontakt am Flughafen:

Abteilung Presse und Neue Medien

Telefon: 040 - 5075 3611 │ E-Mail: presse@ham.airport.de

Internet: www.hamburg-airport.de │ Newsletter: www.hamburg-airport.de/de/newsletter.php

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Luftbelastungen und ihre Überwachung

Diese Aufgabe ist gesetzlich geregelt und wird von den zuständigen Einrichtungen auf Landes- bzw. Bundesebene durchgeführt. Für Schleswig-Holstein ist das Landesamt für Landwirschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) zuständig. Die "Lufthygienische Überwachung" im LLUR betreibt für die Untersuchung der Luftschadstoffbelastung die Messstationen in Schleswig-Holstein. Für die Luftschadstoffe der 39.BImSchV sind Grenzwerte für die maximal zulässige Belastung festgelegt. Werden diese Grenzwerte überschritten, ist von den zuständigen Landes- bzw. Kommunalbehörden durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Luftschadstoffbelastung reduziert und eine mögliche gesundheitliche Gefährdung verringert bzw. ausgeschlossen wird. In den Luftmessstationen der Länder und des Bundes werden u.a. folgende Luftschadstoffe gemessen: Benzol, Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon.

Ozonmessung in Norderstedt

In den Herbst- bzw. Wintermonaten liegen die Ozonwerte weit unterhalb des Richtwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Höhe von von 120 µg Ozon / m3 Luft. Ab dann müssen insbesondere Kleinkinder und Kranke mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen rechnen.
Ab einem Ozongehalt von 180 µg/m3 in der Außenluft wird der Warnwert überschritten. Ab dann sollten sportliche Ausdauerleistungen im Freien, wie z.B. anstrengende Lauf- und Radsportarten, ganz vermieden oder auf die Zeiten verlagert werden, in denen erfahrungsgemäß die Ozonbelastung der Außenluft gering ist. 

Das sind etwa die frühen Morgenstunden bis ca. 9:00 Uhr. Ozonempfindlich reagierenden Personen wird allerdings empfohlen, bei derartigen Ozonkonzentrationen den Aufenthalt im Freien einzuschränken. Dieser Warnwert ist rechtlich in der 39. Verordnung zum Bundes-Immissionschutzgesetz (39. BImSchV) bzw. der EU-Luftqualitätsrichtlinie verankert.



Ergebnisse Ozonmessung Norderstedt
 
Ozonmessungen werden - mit einigen zeitlichen Unterbrechungen - seit 1993 durch die Stadt Norderstedt an unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Seit 2001 befindet sich die Ozonmessstation auf dem Gelände der KITA Forstweg. Im Rahmen der Ozonmessung werden Halbstundenmittelwerte gebildet und zur Ozonanzeigetafel übermittelt. Im Tagesablauf einer Ozonmessung entstehen auf diese Weise 48 Datensätze. In der nachfolgenden Tabelle werden die Anzahl der Tage mit Überschreitung des Zielwertes der 39. BImSchV in Höhe von 120 µg/m3 bzw. mit Überschreitung des Infomationsschwellenwertes der 39. BImSchV in Höhe von 180 µg/m3 aufgeführt. Im Jahr 2008 konnten aus technischen Gründen keine Ozonmessungen durchgeführt werden.
ie aktuellen Halbstundenwerte der Ozonkonzen­tration werden auf der Anzeigentafel auf dem Mittelstreifen der Rathausallee angezeigt. Informationen zu den aktuellen Ozonwerten in Norderstedt erhalten Sie über das Ozontelefon unter der Telefonnummer 040 / 535 95 495.


Luftschadstoffmessung

Die lufthygienische Überwachung des Landes Schleswig-Holstein betreibt landesweit ortsfeste Messstationen zur Überwachung und Beurteilung der Luftqualität. Eine davon steht (wieder) in Norderstedt, an der Ohechaussee. Damit können automatisch und kontinuierlich mit einem sammelnden Verfahren die Luftbelastung und atmosphärische Stoffeinträge ermittelt werden. Ergänzend werden zeitweise auch sogenannte Passivsammler eingesetzt, um einen größeren Flächendeckungsgrad bei den Schadstoffmessungen an Belastungsschwerpunkten zu erreichen. Passivsammler wurden auch zur Erfassung der verkehrsbedingten Luftbelastung in Norderstedt eingesetzt, bevor die ortsfeste Messstation im Jahr 2006 an der Ohechaussee installiert wurde.In der ortsfesten Luftmessstation an der Ohechaussee wird zur  Zeit nur noch Stickstoffdioxid (NO2) gemessen, da hier bereits in der Vergangenheit mehrfach der entsprechende Grenzwert in Höhe von 40 µg/m3 (Jahresmittelwert) überschritten wurde. Überschreitungen sind ab 2011 nicht mehr zulässig. Um dies zu kontrollieren und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten, werden die Messungen von NO2 fortgeführt. Aktuelle Messergebnisse dieser Station und die Entwicklung in den Vorjahren hat die LÜSH im Internet veröffentlicht. Die Messung der Luftschadstoffe Benzol und Feinstaub wurde eingestellt, weil für diese Schadstoffe eine Überschreitung der entsprechenden Grenzwerte in der Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu erwarten ist. 

Luftreinhaltung

Die Richtlinie 2008/50EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa (RL 2008-50-EG Luft) sieht eine regelmäßige Überwachung der Luftqualität vor. Bei Überschreiten gewisser Grenzen von wichtigen Luftschadstoffen sind Gegenmaßnahmen erforderlich.Diese Aufgabe nimmt das Land Schleswig-Holstein wahr. Messungen der LÜSH ergaben in den Jahren 2011 und 2012 an der Ohechaussee für Stickstoffdioxid Jahresmittelwerte von 44 bzw. 43 Mikrogramm pro Kubikmeter Außenluft (µg/m³). Damit hat sich der Trend der Messungen bestätigt, dass der Grenzwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit von 40 μg/m³  überschritten ist. Dieser ist seit dem 1. Januar 2010 einzuhalten.  
Damit besteht gemäß § 47 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes die Verpflichtung zur Aufstellung eines  Luftreinhalteplans. Der Luftreinhalteplan muss geeignete Maßnahmen aufführen, um den Zeitraum einer Nichteinhaltung so kurz wie möglich zu halten. Die Zuständigkeit für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen liegt in Schleswig-Holstein beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR).

Die Messberichte zu den  aktuellen Messwerten der Messstandorte können Sie dem nebenstehenden Link entnehmen. 

Umweltberatung der Stadt Norderstedt

Stabsstelle Nachhaltiges Norderstedt

Martina Braune

Umweltberaterin

Tel.: 040 535 95 361

E-Mail: martina.braune@norderstedt.de

 

ZukunftsWerkStadt

Norderstedt erhält Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Norderstedt hat beim Wettbewerb „ZukunftsWerkStadt“ die zweite Runde erreicht. Nach der Aufnahme in den exklusiven Kreis von nur 27 Kommunen, die zum Wettbewerb eingeladen wurden, ist dies innerhalb kurzer Zeit jetzt die nächste Auszeichnung für Norderstedts Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit dem Ziel, möglichst bis 2040 zur Nullemissionsstadt zu werden, zählt Norderstedt zu den 16 im Wettbewerb verbleibenden Städten und Landkreisen, deren Ansätze die Jury überzeugen konnten. Bundesministerin Annette Schavan gratulierte der Stadt Norderstedt und hob den integrativen Ansatz des hervor. „Die nachhaltige Stadtentwicklung ist ein wichtiges innovationspolitisches Feld der Hightech-Strategie 2020“, sagte Schavan. „Bei der ZukunftsWerkStadt sind Bürgerinnen und Bürger von Beginn an mit eingebunden“.
Bis Ende Juni wird Norderstedt einen breiten Beteiligungsprozess vorbereiten und durchführen, bei dem erst einmal möglichst kreative Ideen gesucht werden, wie Norderstedt zu einer klimaneutralen Stadt werden kann. Kann die Jury mit den dabei zusammen getragenen Ideen ein weiteres Mal überzeugt werden, dann bekommt Norderstedt bis zu 250.000 € für deren Umsetzung. Besonders gute Chancen haben dabei natürlich vor allem diejenigen Ideen, für deren Umsetzung jemand zur Verfügung steht. Diesem Wettbewerb möchten sich Norderstedt uns gerne stellen!

ZukunftsWerkStadt

ZukunftsWerkStadt

Nullemissionsstadt Norderstedt Die Stadt Norderstedt hat sich im Wissenschaftsjahr 2012 beworben.

Die Stadt Norderstedt wurde mit 15 weiteren Städten und Kreisen im Bundesgebiet von einer Jury aus sgewählt, am Wettbewerb „ZukunftsWerkStadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilzunehmen.

Das Faktenblatt zur Initiative ZukunftsWerkStadt und die Wettbewerbsinhalte sind bei Interesse in dieser Pressemitteilung des Bundesministeriums nachzulesen.
Norderstedt hat sich mit einem ambitionierten Ziel beworben:
Bis zum Jahr 2040 wollen wir durch gemeinsame Anstrengungen zu einer klimaneutralen Stadt (Nullemissionsstadt) werden. Dieses ist nur möglich, wenn alle Verursacherinnen und Verursacher von CO2-Emissionen einen aktiven Beitrag leisten und gemeinsam in der Stadt neuartige, innovative Wege gehen: Klimaschutz geht alle an!
Im Rahmen des geförderten Forschungsprojektes engagiert sich Norderstedt, solche Wege mit den Menschen in der Stadt zu finden und die Akteure in der Stadt zu motivieren, eigene Ideen für den Klimaschutz zu entwickeln und an deren Umsetzung auch verantwortlich teilzuhaben.
Dazu werden innerhalb des Projektzeitraums bis Ende März 2013 unterschiedliche Mitwirkungsveranstaltungen für die Bevölkerung, hier tätige Unternehmen sowie die Verwaltung angeboten.
Die Ankündigungen erfolgen jeweils über die örtlichen Medien sowie im Internet auf den Seiten der Stadt Norderstedt.

Informationen über die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde erhalten Sie hier:
www.zukunftsprojekt-erde.de/das-wissenschaftsjahr.html

Näheres zum Wettbewerb ZukunftsWerkStadt (Teilnehmer, Projekte etc.) erfahren Sie hier:
www.zukunftsprojekt-erde.de/mitmachen/zukunftswerkstadt.html


So geht es weiter

Um Norderstedt bis 2040 zur klimaneutralen Stadt zu machen
liegt noch ein langer, spannender Weg vor allen Bürgerinnen und Bürgern, vor Institutionen, der Stadtverwaltung und den in Norderstedt angesiedelten Unternehmen.

Die Arbeit mit den Projektgruppen der interessierten Öffentlichkeit läuft stetig weiter.

Ein wichtiges Grundprinzip dieser Arbeit ist die Verständigung darüber, dass keine Flut von Arbeitsaufträgen an Dritte produziert wird, sondern vielmehr Ziele gesteckt werden, die tatsächlich von den Arbeitsgruppen selbst erreicht werden können.

Der Prozess ist von Anfang an so gestaltet worden, dass ein Einstieg in die Arbeitsgruppen jederzeit möglich ist.

 

Ergebnisse der ersten Projektphase

Der Beteiligungsprozess der ZukunftsWerkStadt startete im Juni 2012 mit einer Befragung junger Eltern auf Spielplätzen.
Diese sogenannte Spielplatzintervention war für die Stadt Norderstedt der spannende Versuch, in einem Beteiligungsverfahren erstmalig eine aufsuchende Befragung durchzuführen.

Der erste Kreativ-Workshop mit einer Reihe außergewöhnlicher Beteiligungsmethoden fand Anfang August 2012 statt.
Eingeladen waren alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Norderstedt und Interessierte, die z.B. in Norderstedt arbeiten oder aus anderen Gründen Lust hatten, sich für Norderstedt zu engagieren.
Innerhalb des Workshops konnten alle Teilnehmer/-innen ihre persönlichen Ideen für ein klimaneutrales Norderstedt einbringen.

Weit über 1.000 Ideen wurden mit verschiedenen Kreativitätstechniken entwickelt und dokumentiert.
In einem nächsten Schritt erfolgte die Sortierung nach Handlungsfeldern.
Klimaschutzpotenziale und Chancen für die Umsetzung durch Akteure bildeten die Bewertungsschwerpunkte.
Um zu einer tatsächlichen Zielarbeit zu gelangen, erfolgte in dieser Phase noch das Angebot für die ersten „Umsetzertreffen“.

Am 30.08.2012 ging es dann mit dem ersten „Umsetzertreffen“ weiter; am 09.11.2012 folgte das zweite Treffen.
Mittlerweile arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen an unterschiedlichen Themen, die allesamt das Ziel verfolgen, einen Beitrag zur klimaneutralen Stadt zu leisten. Während der gesamten Projektphase erfolgte mehrmals über sogenannte "Stammtische" ein inhaltlicher Austausch aller Gruppen.

Die Projektgruppen

Im Rahmen der ZukunftsWerkStadt haben sich in der ersten Projektphase neun thematische Arbeitsgruppen zusammengefunden.


Projektgruppe StadtGrün
Projektgruppe Ausbau des ÖPNV
Projektgruppe Innerstädtische Mobilitätszentrale
Projektgruppe Erneuerbare Energien
Projektgruppe Kommunales Wissensmanagement
Projektgruppe Stadtteilgärten zur Selbstversorgung
Projektgruppe Fit für`s Rad
Projektgruppe Wohnen
Projektgruppe LeiLa – Leihladen

Diese Projektgruppen treffen sich regelmäßig und arbeiten an ihrem Thema.

Erste Erfolge wurden erzielt:

  • Die Projektgruppe StadtGrün pflanzte Bäume und gestaltete Straßenbegleitgrün mit einer Kindergartengruppe
  • Die Projektgruppe Erneuerbare Energien zeigte im gut besuchten Rathaus den Film „Die 4. Revolution“
  • Die Projektgruppe Innerstädtische Mobilitätszentrale hat eine Pilot- Kirchengemeinde gefunden, in der sie die ersten Umsetzungsschritte erproben.
  • u.a.m.
  • Haben Sie Interesse, Teil dieses zukunftsweisenden Projekts zu werden und die eine oder andere Projektgruppe zu unterstützen? Dann melden Sie sich bei uns.

    Wir vermitteln Ihnen gerne die Kontakte zu den Ansprechpartnern aus den Arbeitsgruppen.

 

Sanierung der Innen und Hallenbeleuchtung, Stadt Norderstedt, 6- Feld Sporthalle am Schulzentrum- Nord

KSI: Sanierung der Innen und Hallenbeleuchtung, Stadt Norderstedt, 6- Feld Sporthalle am Schulzentrum-Nord

Förderkennzeichen:     
03 KS 5421

Laufzeit:                            
01.10.2013 – 30.09.2014

Beschreibung und Ziele:

In der Moorbekhalle werden die vorhandenen HQL- Kofferleuchten gegen hocheffiziente LED- Flächenleuchten ausgetauscht. Zusätzlich wird eine Lichtsteuerungsanlage installiert. Durch die installierten Präsenzmelder wird hierbei eine unnötige Beleuchtung der Halle(n) verhindert. Zusätzlich wird der Lichteinfall der natürlichen Beleuchtung (durch Fenster und Oberlichter) gemessen, und in der Folge nur die zusätzlich benötigte Lichtmenge von der LED- Beleuchtung zur Verfügung gestellt. Bei der alten Beleuchtungsanlage werden an den 72 Leuchtpunkten je Leuchte 400W- 650W an Leistung benötigt. Bei der neuen Beleuchtungsanlage werden an der gleichen Anzahl an Leuchtpunkten nur noch 234W je Leuchte benötigt.

In der Vorausberechnung ergibt sich hierbei eine Ersparnis von ca. 80.000 kWh/a oder 20.000 €/a, bei einem angenommenen Strompreis von 25 ct/kWh. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 67% an Energie und CO2 (ca. 47 t/a). Die Amortisationszeit dieser Anlage liegt bei ca. 7 Jahren.

Um die Nutzer nicht zusätzlich zu belasten, wird diese Maßnahme im Zusammenhang mit der Sanierung der Hallendecken und des Hallenbodens durchgeführt.

 

Ansprechpartner

Amt für Gebäudewirtschaft

Rathausallee 50
22846 Norderstedt

weitere Informationen

Herr Dierks

Fachbereich Gebäude und Außenanlagen

  • Raum: 262
  • Telefon: 040 - 535 95 570
  • Kennung: 681
  • Hinweis: Klimaschutz