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Das sollten Sie wissen

Die Stadt Norderstedt fördert den Radverkehr seit Jahren. Gleichwohl ist es vereinzelt erforderlich, Beschränkungen für den Radverkehr durch Verkehrszeichen vorzusehen. Da die Bedeutung der Verkehrszeichen oftmals in Vergessenheit geraten ist, möchten wir Ihnen hier einige hilfreiche Erklärungen an die Hand geben.

Grundsätzliches zur Radwegebenutzungspflicht:

Radwege müssen nur dann benutzt werden, wenn sie ausgeschildert sind - die sogenannte Radwegebenutzungspflicht. Fehlt es an entsprechender Beschilderung, darf der/die Radfahrer/in die Fahrbahn benutzen. Obwohl diese Regel bereits seit 1998 gilt, ist sie leider nicht bei allen Autofahrern/Autofahrerinnen bekannt.

Folgende Ausnahmen gelten bei der Benutzungspflicht:

Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen den Gehweg benutzen. Ältere Kinder bis zum vollendeten 10.Lebensjahr dürfen diesen nutzen.

Wichtige Verkehrszeichen für den Radverkehr

 

Benutzungspflichtiger Radweg

Alle Radfahrer/-innen müssen den Radweg benutzen.

 

Gehweg

Grundsätzlich ist das Radfahren auf Gehwegen verboten. Ausnahmen sind Kinder bis zum 8. Lebensjahr (müssen Gehweg benutzen) und Kinder bis zum 10. Lebensjahr (dürfen den Gehweg benutzen).

Im Ausnahmefall kann der Radverkehr durch Zusatzzeichen freigegeben sein. In diesem Fall muss auf den Fußgängerverkehr Rücksicht genommen werden. Es darf nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

 

Benutzungspflichtiger gemeinsamer Geh- und Radweg

Der Radweg muss benutzt werden. Die Verkehrsfläche wird unabhängig von der Befestigungsart gleichberechtigt von den Verkehrsteilnehmern/Verkehrsteilnehmerinnen genutzt. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen.

 

Benutzungspflichtiger getrennter Geh- und Radweg

Alle Radfahrer/innen müssen den abgetrennten Radweg benutzen.

 

Verkehrsberuhigter Bereich

Alle Verkehrsteilnehmer/-innen teilen sich die Verkehrsfläche. In diesen Straßen ist ausschließlich Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Fußgänger/-innen dürfen die Straße in gesamter Breite benutzen. Da Kinderspiele überall erlaubt sind, ist besonders auf spielende Kinder zu achten.

 

Tempo 30-Zone

Der Radverkehr erfolgt auf der Fahrbahn, vorhandene rechte Radwege dürfen jedoch genutzt werden. Kinder unter 8 Jahre müssen den Gehweg nutzen.

 

Fahrradstraße
 
Für den Fahrverkehr gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Radverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.
Das nebeneinander Fahren mit Fahrrädern ist erlaubt.Kinder unter 8 Jahre müssen den Gehweg nutzen.

 

Durchlässige Sackgasse für Fußgänger/-innen und Fahrradfahrer/-innen

Für den Radverkehr gibt es am Ende der Straße eine Durchfahrtmöglichkeit.

 

Beide Richtungen

Der Radweg wird aus beiden Richtungen genutzt. Die gegenläufige Benutzung erfordert besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme bei Grundstückseinfahrten und in Kreuzungsbereichen, da Autofahrer beim Abbiegen oft nur auf Fahrzeugverkehr von links achten und nicht den von rechts kommenden Radfahrer.

   

Kreisverkehr

Auch für den Radfahrer gilt hier das Rechtsfahrgebot. Radfahrer müssen also den Radweg gegen den Uhrzeigersinn fahren.

   

Einbahnstraße Radfahrer frei

Radfahren ist entgegen der Einbahnstraßenrichtung ist erlaubt. An gleichberechtigten Kreuzungen/ Einmündungen gilt die Regel Rechts-vor-Links.

 

Sofern Radwege auf beiden Straßenseiten vorhanden sind, darf nur der in Fahrtrichtung rechte Radweg genutzt werden. Das gilt auch für die Radfahrerschutzstreifen.
Auch wenn Sie selbst alles richtig machen, kann es an einigen Stellen durch die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer gefährlich werden. Insofern rechnen Sie auch immer mit Fehlern anderer und beharren sie nicht auf Ihren Rechten. Achten Sie als Radfahrer/in im eigenen Interesse auf folgende Punkte:

  • Sie werden von Autofahrern beim Herausfahren aus einer Ausfahrt, einer Einmündung oder beim Abbiegen leider oft übersehen. Dieses gilt insbesondere beim Fahren auf der linken Seite.
  • Autofahrer oder deren Beifahrer öffnen die Autotür oftmals, ohne auf Radfahrer zu achten.
  • LKW-Fahrer sehen Sie häufig nicht im Rückspiegel, da Sie sich mit Ihrem Rad im sogenannten „toten Winkel“ befinden.

Ein Miteinander im Straßenverkehr ist möglich, nehmen Sie dafür Rücksicht auf andere und beachten Sie die Verkehrsregeln. 

Ansprechpartner

Frau Pörschke

Fachbereich Allgemeine Ordnungsaufgaben
Sachgbiet Verkehrsaufsicht / Sachgebietsleiterin