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Klimaschutz-Fortschritte

Klimaschutz Liegenschaft  

Die Stadt Norderstedt ist seit 1995 Mitglied im Klima-Bündnis europäischer Städte und hat sich zu einer Minderung der gesamtstädtischen CO2-Emissionen um 10 % alle 5 Jahre ver­pflichtet. Um diese Selbstverpflichtung einzulösen, hat Norderstedt in vielen Bereichen angesetzt, den CO2-Ausstoß zu mindern.


Nach ersten Anfängen wurde mit dem politischen Beschluss zur Umsetzung der Vorlage Klimaschutz Koordination [PDF: 173 kB]  1999 das systematische Vorgehen zum Klimaschutz in Norderstedt begonnen.

 


Über die Einführung eines Energiemanagements für die öffentlichen Gebäude ist die Verwaltung in der Lage, Klimaschutz systematisch und professionell zu betreiben. So lassen sich die Energie- und Wasserverbräuche minimieren, Prioritäten für energetische Sanierungen entwickeln und für die tägliche Arbeit nutzbar und die vermiedenen CO2-Emissionen ebenso wie die wirtschaftlichen Vorteile der Klimaschutzmaßnahmen sichtbar machen. Durch das verhaltensbedingte Energiesparen an Schulen und Kindertagesstätten wird energiesparendes Verhalten von Kindesbeinen an vermittelt und gelernt. Immer bessere ÖPNV- und Radverkehrsangebote und eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die zu deren Nutzung motiviert, bieten eine klimafreundliche Alternative zum Autoverkehr in Norderstedt. Seit 2009 unterstützt die Stadt Hauseigentümer/-innen, die ihre Gebäude energetisch sanieren, mit finanziellen Zuschüssen. Mit dem innovativen Beleuchtungskonzept am Schmuggelstieg wurde eine Entwicklungsmaßnahme für das Quartier mit Klimaschutz-Aspekten verknüpft. Auch in vielen anderen Vorhaben der Stadtentwicklung gewinnt der Klimaschutz zunehmend an Bedeutung. Einen Überblick über die Vorgehensweise und die Handlungsansätze zum Klimaschutz finden Sie in diesen beiden Vorträgen zusammengefasst:

Für die städtischen Gebäude konnte im Jahr 2014 eine CO2-Minderung von gut 80 % (bezogen auf das Basisjahr 1990, Einsatz von Ökostrom und CO2-Freistellung durch die Stadtwerke Norderstedt eingerechnet) bilanziert werden.

Dieser Erfolg konnte im Wesentlichen durch eine Erneuerung von Heizkesseln im Contracting mit den Stadtwerken Norderstedt, umfassende Wärmeschutzmaßnahmen an Schulen (z.B. am Schulzentrum Süd) sowie durch energiesparendes Verhalten im Projekt „Energiesparen an Schulen“ erreicht werden. Auch die Umstellung vieler Ampeln auf LED-Technik, die Anfang der 2000er Jahre als technisch innovativ galt, führte zu maßgeblichen CO2-Minderungen. Im Rechenschaftsbericht 2005 [PDF: 201 kB]  sind neben diesen Erfolgen auch weitere Handlungsansätze dargestellt, die in den folgenden Jahren angegangen wurden, um die CO2-Emissionen in ganz Norderstedt weiterhin erfolgreich zu senken.

Klimaschutz und Verkehr

 
Bus eaT2007   Ein schwieriges Handlungsfeld im Klimaschutz ist der Verkehr. Auch hier hat Norderstedt eine Menge unternommen, um die verkehrsbedingten CO2-Emissionen zu senken.

Klimaschutz im Verkehr zu erreichen, gilt vielfach als schwierig. Mit vielen kleinen Schritten kann es aber auch in diesem Bereich gelingen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen, die das ÖPNV-Angebot verbessern, etwa die Beschleunigung von Linienbussen durch eine Vorrangschaltung, mit der sie eine „grüne Welle“ bekommen. Für Norderstedt bietet die Förderung des Radverkehrs große Potenziale zur Verkehrsverlagerung; dafür sind u.a. attraktive Radwegeverbindungen wichtig. Der Lärmaktionsplan wurde ursprünglich aus dem Erfordernis zum Lärmschutz aufgestellt. Mit vielen Maßnahmen, die eine Verlagerung vom (lauten) Autoverkehr auf den (leiseren) Fuß- und Radverkehr sowie den ÖPNV zum Ziel haben, wird gleichzeitig der Klimaschutz unterstützt. Die Umsetzung des aktuellen Lärmaktionsplans wird dazu führen, dass 11% der CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich vermieden werden. Einen Überblick über Norderstedts bisherige Ansätze zum Klimaschutz im Verkehr [PDF: 3,1 MB]  finden Sie hier. 

Norderstedt war eine der ersten Kommunen, die ihre Ampeln [PDF: 1,7 MB] auf die energie­sparende LED-Technik umgestellt hat. Für diese Maßnahme und die damit verbundene CO2-Minderung von 67% wurde Norderstedt u.a. mit dem GreenLight- Award der EG-Kommission, Generaldirektion für Energie und Verkehr, ausgezeichnet. 

Auch Kinder im Vorschulalter und in der Grundschule können schon ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das zeigt Norderstedts erfolgreiche Teilnahme an der Kindermeilenkampagne, zuletzt 2010 [PDF: 162 kB] . Seit 2002 legen Kinder in ganz Europa im Rahmen der Kindermeilenkampagne des Klima-Bündnis Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück. Alle Wege, die sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Bus und Bahn etc. bewältigen, zählen als "Grüne Meilen" für das Weltklima. Die Kinder in Norderstedt waren besonders engagiert: Sie haben in den Jahren 2002 bis 2010 mehr „Grüne Meilen“ gesammelt, als für eine symbolische Umrundung der Erde nötig sind.

Klimaschutzorientiertes Energiekonzept für den Gebäudebestand

 
thermographie  
Das größte Klimaschutzpotenzial in einer Stadt liegt im Gebäudebestand. Durch optimale Dämmung und rationelle Energieversorgung mit Erneuer­baren Energien können im Einzelfall bis zu 80% des Energieverbrauchs wirtschaftlich eingespart werden. 
 

40% der CO2-Emissionen in Deutschland kommen aus dem Gebäudebestand. Deshalb ist hier das Einsparpotenzial auch außerordentlich groß und in der Regel besonders wirtschaftlich. Im Einzelfall kann es sich bei älteren freistehenden Häusern heute schon wirtschaftlich lohnen, durch eine energetische Sanierung 80% der Heizenergie einzusparen.
Das Klimaschutzorientierte Energiekonzept [PDF: 12 MB] für den Gebäudesektor beschreibt für alle wesentlichen Gebäudetypen in Norderstedt, welche CO2-Minderungen durch eine optimale Wärmedämmung, den Einsatz erneuerbarer Energien und moderne Haustechnik erreicht werden können und wie wirtschaftlich die Maßnahmen sind. Bezogen auf ganz Norderstedt lassen sich bis 2030 ca. 48% der CO2-Emissionen aus dem Gebäudebestand vermeiden (bezogen auf die Emissionen 2009), wenn alle wirtschaftlich lohnenden Möglichkeiten ausgeschöpft und notwendige Sanierungen nicht aufgeschoben werden. Eine Übersicht [PDF: 2,5 MB] finden Sie hier.
Die Möglichkeiten für den Klimaschutz im Gebäudebestand wurden auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) berücksichtigt und mit anderen Planungszielen verknüpft. Das gilt beispielsweise für die Frage, wie der Wunsch nach einer Nachverdichtung älterer Einfamilienhausgebiete mit dem Ziel einer erhöhten Rate von energetischen Sanierungen verbunden werden kann. Die Ergebnisse des ISEK sind in die Umsetzung des Klimaschutzorientierten Energiekonzepts einbezogen worden.

Klimaschutz-Auszeichnungen

Klimaschutz Kommune 2010 (2)  

Für ihre vielfältigen, oft vorbildlichen Aktivitäten hat die Stadt Norderstedt viele Auszeichnungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit  auf Landes-, Bundes- und Europaebene erhalten.


Auszeichnungen und Wettbewerbe sind wichtig für eine effektive Qualitätssicherung. Sie ermöglichen im Vergleich zwischen Kommunen eine unabhängige Einschätzung zur Qualität der bislang geleisteten Arbeit. Dieser Vergleich fällt für Norderstedt immer wieder erfreulich positiv aus: 

Bis Anfang 2017 hat Norderstedt insgesamt 60 Auszeichnungen für Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung erhalten, die oftmals einen Bezug zum Klimaschutz haben.

Zugleich geben Wettbewerbe mit transparenten Auswertungen wichtige Anregungen, wo weiteres Verbesserungspotenzial liegt. Sie können damit neben dem immer gerne gehörten Lob entscheidende Impulse für neue Handlungsfelder geben.

Das kann z.B. die Auswertung [PDF: 198 kB]  des Wettbewerbs Bundeshauptstadt im Klimaschutz, die Stärken und Schwächen Norderstedts im Vergleich mit anderen deutschen Städten zeigt, verdeutlichen.