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Der Jury war Norderstedts Konzept zu ambitioniert. Sie hat daher angeregt, dass sich Norderstedt auf das Thema Wohnen konzentriert und diesen Aspekt vertiefend bearbeitet. Eine überarbeitete Bewerbung für ein Verbund-Forschungsvorhaben zum Thema Nachhaltig Wohnen wurde vom BMBF dann bewilligt. Das Vorhaben umfasst 2 Teile:

  • einer an Suffizienz orientierten Akzeptanzforschung für Kleinstwohnungen, die ein zusätzliches Angebot an bezahlbarem Wohnraum bieten könnten und
  • einer grundlegenden Studie über Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff, in der das Institute For Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) den Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss von ambitionierten Stadtplanungsprozessen nachgeht.

Die Stadtverwaltung betreibt die Akzeptanzforschung für Kleinstwohnungen und bindet dazu mehrere externe Forschungspartner für die miteinander verknüpften Bausteine ein.

  • Eine Bestandsanalyse erkundet in der Wohnungswirtschaft, welche Erfahrungen sie mit Kleinstwohnungen hat, welche Entwicklungen es dort in den letzten Jahrzehnten gibt und was aktuelle Qualitätsmerkmale sind. Hierbei steht die Sichtweise aus Vermietersicht im Vordergrund.
  • Zweiter Baustein ist eine Umfrage in Norderstedt, bei der das Interesse an Kleinstwohnungen und förderliche Rahmenbedingungen erhoben werden. Ziel ist es, die entsprechenden Zielgruppen für Kleinstwohnungen zu identifizieren und repräsentative Aussagen rund um das Thema Kleinstwohnungen zu generieren.
  • Das dritte Element wird als ein Ideen-Wettbewerb  für bedürfnisgerechte Kleinstwohnungen durchgeführt. Angesprochen werden hier interdisziplinär arbeitende Teams mit Qualifikationen in Architektur / Stadtplanung, Innenarchitektur und Landschaftsplanung. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, prototypische Lösungen für Kleinstwohnraum zu erarbeiten und in einem dialogisch gestalteten Verfahren mit potenziellen Bewohnerinnen und Bewohnern bedürfnisgerecht weiter zu optimieren.

Die Forschungsergebnisse sollen neue Impulse für bezahlbares Wohnen aufzeigen, die über Norderstedt hinaus genutzt werden können.

Das zweite, ergänzende Teilvorhaben wird vom IASS bearbeitet, das Norderstedt schon in der vorhergehenden Phase des Wettbewerbs unterstützt hat. In einer grundlegenden Studie über „Nachhaltigkeit als städtebaulichem Leitbegriff“ erforscht das IASS die Bedingungen für einen erfolgreichen Start, Verlauf und Abschluss von ambitionierten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadtplanungsprozessen. Neben der Stadt Norderstedt werden noch zwei weitere Vergleichskommunen betrachtet.

Die Verbreitung der Ideen und deren Nutzung auch in anderen Städten ist ausdrückliches Ziel.