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Nach Einsatz im Katastrophengebiet an der Ahr: Mitarbeitende des Betriebsamtes von der Oberbürgermeisterin ausgezeichnet

Freitag, 10. September 2021

Norderstedt. Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder hat jetzt acht Mitarbeitenden des Betriebsamtes der Stadt eine Dankesurkunde überreicht. Zusammen mit Baudezernent Dr. Christoph Magazowski spendierte die Verwaltungschefin den Geehrten zudem ein gemeinsames Mittagessen. Als ein kleines Dankeschön für einen großartigen Hilfseinsatz. Die Betriebsamts-Mitarbeiter waren in den vergangenen Wochen, jeweils als Zweier-Teams, im Katastrophengebiet im Landkreis Ahrweiler (Nordrhein-Westfalen) im Einsatz gewesen.  Dort war es nach Starkregenfällen am 14. Juli zu einer Hochwasserkatastrophe gekommen. Mindestens 133 Menschen wurden getötet; viele Hundert verletzt. Ganze Ortschaften entlang der Ahr wurden komplett zerstört. „Ich bin riesig stolz auf Sie! Sie haben Großartiges geleistet“, sagte die Oberbürgermeisterin zu ihren Mitarbeitern.

 

Jeweils im Wochenrhythmus und gemeinsam mit vielen Helfer*innen aus ganz Deutschland waren die Norderstedter Kräfte im Ahrtal im Einsatz. Hauptaufgabe: Das Freispülen der teils noch Wochen nach dem Hochwasser verdreckten und verschlammten Kanalisation. Eingesetzt wurde dabei auch ein moderner Großspülwagen des Norderstedter Betriebsamtes.

 

Die Norderstedter Verwaltung war mit der Entsendung der Mitarbeitenden einem offiziellen Hilferuf des Landkreises Ahrweiler gefolgt. Die Stadtvertretung hatte dem Einsatz am 3. August einstimmig zugestimmt. Die Kosten trägt die Stadt Norderstedt.

 

Elke Christina Roeder zitierte während der Ehrung aus einem Dankesschreiben, das die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler an die Stadt Norderstedt geschickte hatte. Darin wurde unter anderem der außerordentliche Einsatzwille der Norderstedter Helfer gelobt und als „leuchtendes Beispiel reiner Nächstenliebe“ bezeichnet. Die Betriebsamt-Mitarbeiters seien unter schwierigsten Bedingungen und mit „überzeugender fachlicher Kompetenz“ zu Werke gegangen, heißt es in dem Schreiben. Die Norderstedter seien „mit weit geöffneten Herzen ohne nachzufragen“ zur Tat geschritten – und hätten damit geholfen, den Menschen vor Ort ihren Mut zurück zu geben.

 

Die Mitarbeitenden schilderten im Gespräch mit der Oberbürgermeisterin immer wieder das schier unfassbare Ausmaß der Zerstörung, sie berichteten von zutiefst erschütternden Erlebnissen wie dem Auffinden von Leichen Ertrunkener. Vor allem aber erinnerten die Geehrten sich an viele Situationen, in denen die Menschen der betroffenen Gemeinden ihnen aus tiefstem Herzen ihren Dank gezeigt hätten.

 

Hinweis zum Foto: Copyright Stadt Norderstedt