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»Revolution Train« kann wegen der Corona-Pandemie erst im Sommer 2021 nach Norderstedt rollen

Freitag, 4. September 2020

Norderstedt. Es soll (noch) nicht sein: Wegen der sich weiterhin dynamisch entwickelnden Corona-Pandemie und zuletzt auch in Schleswig-Holstein steigenden Infizierten-Zahlen, stehen in der Stadt Norderstedt die Signale für den „Revolution Train“ bedauerlicherweise weiterhin auf Stopp. Der Zug als Herzstück eines einzigartigen Präventionsprojekts zum Thema Suchtgefahren sollte vom 19. bis zum 24. Oktober auf dem Industriegleis beim Stadtpark in Norderstedt Station machen. Geplant war, dass dort bis zu 1700 Schülerinnen und Schüler aus Norderstedt und der Nachbarkommune Henstedt-Ulzburg den „Revolution Train“ besuchen, um auf anschauliche Weise über die Gefahren des Drogenkonsums informiert zu werden. Dies soll nunmehr möglichst im August 2021 nachgeholt werden.

„Wir sind nach wie vor überzeugt von der präventiven Wirkung dieses pädagogisch begleiteten Multi-Media-Projekts – und hoffen nunmehr, den `Revolution Train` im kommenden Sommer in unserer Stadt willkommen zu heißen“, sagt Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Der Dank der Stadt gelte allen Unterstützern und Sponsoren, die sich mit ihrem Engagement und/oder finanzieller Unterstützung in das Projekt eingebracht hätten. Für die Stadtverwaltung hatte das Jugendamt mit Amtsleiterin Ulrike Bülter seit zwei Jahren um die Realisierung und Finanzierung des Projekts gerungen. „Aufklärung und Präventionsarbeit zum Thema Drogen sind und bleiben für uns ein wichtiges Thema. Der Besuch des `Revolution Trains`, pädagogisch vorbereitet und begleitet, kann im Sinne der jungen Menschen eine sehr gute Ergänzung zu seit langem auf lokaler und regionaler Ebene laufenden Anti-Drogen-Kampagnen ein“, sagt Ulrike Bülter.

Das Projekt „Revolution Train“ ist vom Tschechen Pavel Tuma ins Leben gerufen worden, um Jugendlichen die drastischen und langfristigen Auswirkungen des Drogenkonsums intensiv vor Augen zu führen. In dem knapp 300 Meter langen, sechs Waggons umfassenden „Revolution Train“, der seit 2015 durch Europa tourt, wird eine reale Drogengeschichte in mehreren Kapiteln interaktiv für Jugendliche aufbereitet, pädagogisch begleitet und nachbereitet. Im Kreis Segeberg ist das Projekt von der Kreisverkehrswacht initiiert worden. Die Städte Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Bad Bramstedt, Bad Segeberg, der Kriminalpräventive Rat Norderstedt und der Kreis Segeberg sind Kooperationspartner. Lokale Haupt-Sponsoren sind außer dem Kriminalpräventiven Rat die Volksbank Raiffeisenbank, die Volksbank in Holstein, die Bürgerstiftung der Volksbank Pinneberg, das Wohnungsbauunternehmen Plambeck, der Lions Club Norderstedt und die Stadtwerke Norderstedt.