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Ob bei der Müllabfuhr oder beim Knöllchenschreiben: Norderstedts Oberbürgermeisterin hospitiert an verschiedenen Stationen

Mittwoch, 14. August 2019

Norderstedt. „Die vergangenen Tage waren für mich sehr spannend und erlebnisreich, ich habe viele tolle Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen geführt – und kenne bestimmte Bereich der Verwaltung jetzt viel besser als zuvor.“ Für Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder ist eine eher ungewöhnliche Arbeitswoche zu Ende gegangen. Die Verwaltungsleiterin hospitierte in verschiedenen Bereichen. Und durchweg galt dabei für die Oberbürgermeisterin das Motto: Nicht nur zugucken, sondern anpacken!

Von wegen Zupacken: Gleich zu Beginn der „Praktikumswoche" war für Elke Christina Roeder harte körperliche Arbeit angesagt. Zusammen mit Jens Brockmöller und Mirco Feddern vom Betriebsamt der Stadt fuhr sie als „Auflader" bei der Müllabfuhr mit. Die volle Schicht. Nach dem Tourstart um 6 Uhr am Bauhof, sammelte das prominent verstärkte Team an diversen Stellen im Stadtgebiet Gewerbemüll ab. Von den viele Zentner schweren XL-Containern, die es zum Müllwagen zu bugsieren galt, ließ sich die Oberbürgermeisterin nicht schrecken. „Aber bei sommerlichen Temperaturen den mehrere Tage alten Gewerbemüll bei einigen Lokalen abzuholen, war nicht das reine Vergnügen", gestand Elke Christina Roeder. „Ich habe großen Respekt vor den Kollegen, die jeden Tag diese harte Arbeit machen."

Ebenfalls eine ganze Schicht war Elke Christina Roeder mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Ordnungsamt unterwegs. Kontrolle des ruhenden Verkehrs. Zusammen mit Kirsten Mundt und Dennis Klamke vom Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt marschierte die Oberbürgermeisterin entlang von Straßen, Wegen und Parkplätzen in Norderstedt-Mitte und Garstedt. Und ahndete, unter fachkundiger Anleitung, diverse Verstöße wie das unerlaubte Parken auf dem Geh- und Radweg oder das Parken ohne Parkticket auf Parkflächen rund um das Herold-Center. Einen Oberbürgermeisterinnen-Bonus gab es für Parksünder nicht, das jeweilige „Knöllchen“ aber hatte zumindest einen hohen Seltenheitswert …

Ihre nächste Station als Hospitantin führte die Oberbürgermeisterin ins Norderstedter Gebrauchtwarenhaus „Hempels“ an der Stormarnstraße. Den Vormittag über sortierte Elke Christina Roeder in der Warenannahme die zwecks Wiederverwertung abgelieferten Gegenstände – darunter Kleidung, Spielzeug und Bücher. „Es hat besonders viel Spaß gemacht, zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kolleginnen und Kollegen mit einem Handicap, die hier bei ‚Hempels‘ eine eigene Betreuung genießen und voll ins Team integriert sind, ihre Aufgaben erledigen“, so die Oberbürgermeisterin. Am Nachmittag war sie bei „Hempels“ im Verkauf eingesetzt.

Konkrete Einblicke in die Arbeit derjenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglichen im direkten, nicht immer leichten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern stehen, gewann Elke Christina Roeder während ihres Arbeitstages an den Schaltern im Einwohnermeldeamt (EMA) im Rathaus. „Viele Vorgänge können heute dank digitaler Technik schneller von statten gehen, andere Dinge sind wegen umfassender Vorschriften heute komplexer und damit zeitaufwendiger. Manchmal ist es schwer, dies den Kundinnen und Kunden zu vermitteln.“ Sie habe erlebt, so die Oberbürgermeisterin, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EMA in die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in zügiger Frequenz bearbeitet hätten.

Die Oberbürgermeisterin zog ein sehr zufriedenes Fazit nach ihrer Schnuppertour durch ihre Verwaltung. „Ich habe an manchen Stellen neue Eindrücke gewonnen, weiß jetzt, wo es warum stellenweise hakt – und habe vor allem ganz viele, teils sehr persönliche Gespräche mit meinen Kolleginnen und Kollegen geführt.“
Elke Christina Roeder kündigte an, im kommenden Jahr wieder eine solche Sommertour durch verschiedene Bereiche der Verwaltung machen zu wollen.