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Lärmschutz in Norderstedt

Die Europäische Kommission hält Umgebungslärm für eines der größten Umweltprobleme in Europa. Deshalb hat sie mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie dafür gesorgt, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU Gesundheitsgefährdungen und Belästigungen durch Umgebungslärm systematisch verringert werden müssen. Norderstedt hat sich als erste Kommune eines Ballungsraumes in Europa auf den Weg gemacht, dieser Verpflichtung nachzukommen. Auf Basis einer Lärmkartierung und unter intensiver Mitwirkung der Öffentlichkeit wurde der Lärmaktionsplan “Norderstedt.Lebenswert leise“ aufgestellt und am 15.07.2008 einstimmig von der Stadtvertretung beschlossen.

Eine ruhige Lage wurde von den 2008 befragten Norderstedter Haushalten als ein wichtiger Faktor für ein ideales Wohnumfeld benannt - nach den  Einkaufsmöglichkeiten, der guten ÖPNV-Anbindung und der öffentlichen Sicherheit. Aus diesem Grund hat der Lärmaktionsplan auch einen hohen wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt. Lärmminderungsplanung bietet viele weitere Vorteile für die Lebensqualität vor Ort. Über die Strategische Umweltprüfung konnte belegt werden, dass der Lärmaktionsplan den Umweltschutz fördert. Gegenwärtig werden die im Lärmaktionsplan unter dem Anhang 8 aufgeführten Maßnahmen umgesetzt.

Erst gar keinen Lärm entstehen zu lassen bzw. die Zahl der Betroffenen so gering wie möglich zu halten, ist als vorsorgender Lärmschutz ebenfalls wichtig. Bei städtischen Planungen wird daher geprüft, ob sie dem Ziel einer Stadt der kurzen Wege dienen, wie die Struktur eines Plangebietes gestaltet werden kann (z.B. durch die Anordnung möglichst unempfindlicher Nutzungen entlang stark befahrener Straßen) und ob umweltfreundliche Verkehrsmittel (zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln) eine echte Alternative zur Autonutzung darstellen.

Lärmaktionsplan 2008-2013

Lärmaktionsplan  
Am 15.7.2008 wurde der Lärmaktionsplan „Norderstedt. Lebenswert leise“ von der Stadtvertretung einstimmig beschlossen.

Mitwirkung der Öffentlichkeit

 Mitwirkung  
Die intensive Mitwirkung der Öffentlichkeit an der Lärmminderungsplanung ist für viele Städte in ganz Europa zum Vorbild geworden.

Umweltpädagogische Angebote

Pädagogik  
Ziel des umweltpädagogischen Angebotes ist es, schon früh das Empfinden dafür zu schärfen, wie wichtig Töne unseren Alltag beeinflussen – als Klang oder Lärm. Über den Spaß an einer sinnlichen Wahrnehmung der Töne und dem spielerischen Umgang mit ihnen soll das Gehör als wichtiges und zu schützendes Organ erkannt werden.

Vorsorgender Lärmschutz

Lärmschutz  
Ruhe ist ein Beitrag zur Lebensqualität. Deshalb ist es am besten, wenn Lärm erst gar nicht entsteht. Bei städtischen Planungen wird geprüft, wie Lärmbelastungen nach Möglichkeit vermieden werden können.

ACTIVE TRAVEL NETWORK

ATN   Norderstedt wurde aufgrund des Lärmaktionsplans in das EU-Projekt »Active Travel Network“ aufgenommen. Partnerstädte sind Weiz (AU), Lugo (E), Skanderborg (DK), Serres (GR), Riccione (I), Ljutomer (SLO), Radzionków (PL), Sebes (ROM) und Novarra (I); beteiligt sind ferner die Forschungsgesellschaft Mobilität und die Universität Graz. Ziel des Projektes ist die Förderung von Fuß- und Radverkehr. Daher beteiligt sich Norderstedt u.a. mit den Aktivitäten zur Europäischen Mobilitätswoche / dem autofreien Tag, den Themen-Rundwegen oder der Ausschilderung von Haupt- und Nebenrouten für den Radverkehr am Active Travel Network.