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Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Seit 1999 hat das städtische Agenda-Büro vielfältige Aktivitäten ergriffen, um nachhaltige Entwicklung für die Bevölkerung zu erklären und in aktuelle Zusammenhänge zu bringen. Dazu zählen immer wieder Ausstellungen, ein eigenes AGENDA-Spiel und viele Übungen zur Nachhaltigkeit, Ausbildungsmodule für Multiplikatoren (entwickelt für Migrantinnen und Migranten), die erste und bislang einzige kommunale Werbekampagne für Nachhaltigkeit, Lernkoffer zu verschiedenen Themen, Handreichungen, Multivisionsschauen, Events usw.. So wird Nachhaltigkeit permanent zum Thema.

Mehr als die Hälfte der Norderstedter Schulen haben sich bereits offiziell als Zukunftsschulen zertifizierten lassen und beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit. Sie haben bis zum Auszeichnungszeitraum 2013/2014 rund 100 Projekte angemeldet.

Verhaltensbedingtes Energiesparen unterstützt die Stadt Norderstedt bereits seit 1997 durch umweltpädagogische Betreuung und ein finanzielles Belohnungssystem. Fast alle städtischen Schulen, Kindertagesstätten und Horte beteiligen sich daran und haben mehr als 3.000 t CO2 und 1,1 Mio. Euro Energiekosten vermieden. Davon flossen über 400.000 Euro an die Einrichtungen als Erfolgsprämie zurück, welche mindestens zur Hälfte für neue Klimaschutzmaßnahmen einzusetzen sind.

Das Lessing-Gymnasium in Norderstedt hat aus der Erfolgsprämie das Projekt Less Solar entwickelt, die damals größte Fotovoltaikanlage auf einem Schuldach - von den Schülerinnen und Schülern geplant, finanziert und in Eigenarbeit errichtet. Das war derart beeindruckend, dass Norderstedt u.a. für diese vorbildlichen Klimaschutzaktivitäten vom Klima-Bündnis Alianza del Clima e.V. mit dem erstmals verliehenen europäischen Klimaschutzpreis „Climate Star 2002“ ausgezeichnet wurde. Die Fotovoltaikanlage ist inzwischen abbezahlt und deren Erträge fließen in Umweltbildungsprojekte in Norderstedt.

Norderstedts Stadtwerke und Stadtpark GmbH engagieren sich auch im Bereich der Umweltbildung. Stellvertretend dafür seien hier erwähnt:

  • Querbeet - das Sommerfest der Stadtwerke Norderstedt rund um Energie, Erlebnis und Erholung, bei dem auf spielerische, künstlerische und experimentelle Art das Thema Energie den Menschen näher gebracht wird
  • die (Umwelt-)Bildungsangebote »Klasse! Im Grünen« und »Klasse! Energieforscher«.

Als außerschulische Bildungseinrichtungen für Nachhaltigkeit wurde 2006 zunächst der Norderstedter Weltladen, 2013 dann auch das Stadtmuseum im Rahmen der UN-Dekade für nachhaltige Bildung offiziell zertifiziert.

Norderstedt ist bereits seit 2003 FAIRflixt goot!. Unter diesem Namen wurde der erste fair gehandelte Stadtkaffee Schleswig-Holsteins eingeführt, der zeitweise auch umsatzstärkster AGENDA-Kaffee in Deutschland war und von vielen anderen Städten kopiert wurde. Seit 2013 ist Norderstedt zudem Fairtrade Stadt. Nachdem ab 2009 sukzessive 3 Schulen über eigene fair trade points verfügen, schaffte es das Gymnasium Harksheide 2015 als erste Fairtrade-School in ganz Schleswig-Holstein zertifiziert zu werden.

2013 erhielt die Stadt den ersten Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig-Holstein, der unter dem Motto „Mobilität nachhaltig denken“ stand. Ausgezeichnet wurde die Vielfalt Norderstedter Ansätze, u.a. die Bildungsangebote der Themenrundwege. Sie ermöglichen eine umweltfreundliche Mobilität per Rad und zu Fuß außerhalb des Straßennetzes und verknüpfen dies mit inhaltlichen Angeboten.

Bis zum Jahr 2020 werden alle 12 Norderstedter Grundschulen in offene Ganztagsgrundschulen umgewandelt, um Bildungsgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Ebenso einmalig ist, dass dazu eine städtische Dienstleistungsgesellschaft gegründet wurde, welche die Ganztagsbetreuung nach einem mit allen Akteurinnen und Aktueren abgestimmten Konzept organisiert. Für jedes Kind wird eine Teilnahme garantiert, kein Kind muss aus finanziellen Gründen auf die Betreuung vor oder nach der Schule verzichten.